Sonntag, 6. Juli 2014

Achtung, bin im Ausland

Liebe Blogleserinnen und Blogleser

ich hab seit einiger Zeit einen neuen Job und für den muss ich sehr oft für z.T. längere Zeit
ins Ausland.
Zur Folge hat das, dass ich die Moderation dieses Blogs z.T. recht unregelmässig verfolgen kann.
Vor allem aber kann ich keine Anfragen via Telefon beantworten.
Ich danke für Euer Verständnis und wünsche Euch einen schönen Sommer!

Alles Gute
Balz Ruch

72 Kommentare:

  1. Hallo Balz,

    ich schreibe das erste Mal in diesem Forum und bedanke mich zunächst dafür, dass Du eine positiv gestimmte Community aufgebaut hast, die sich mit DP/DR beschäftigt. Nun zu mir ich hab seit Ende April diesen Jahres DP/DR, nachdem ich Cannabis in Form eines Space-Cookies konsumiert habe, was in einer Panikattacke endete. Das war in Amsterdam, was für ein Zufall ;)

    Ich (26, m) hatte zu Beginn die gleichen Symptome wie die meisten. Ich kam aus Amsterdam wieder und dachte, irgendwas ist anders und hab dann angefangen zu recherchieren und das was ich gefunden habe hat mich derart verschreckt, dass ich dachte ich hab jetzt eine Psychose oder dergleichen (was ich natürlich nicht habe!). 1 Woche später hatte ich ein sehr motivierendes Gespräch mit meiner Freundin und direkt danach meine regelmäßige Allergie-Akkupunktur. Danach fühlte ich mich 1 Woche lang absolut super, ich habe zwar einige male Realitätschecks gemacht, aber konnte die immer als "real" für mich beantworten. Eines Nachmittags im McDonalds kam die Scheibe wieder und seitdem ging es Berg ab.
    - Extremes Unwirklichkeitsgefühl
    - Panikattacken
    - Sinnesfragen
    - Ich kann meinen Job nicht mehr ausüben auf den ich solange hingearbeitet habe
    - Ich hab ne Psychose usw.

    Mittlerweile, habe ich keine Panikattacken mehr. Ich weiß, dass ich nicht krank bin und auch nicht verrückt bin und das dies nur ein Abwehrmodus ist den ich einfach noch nicht verlassen kann. Generell finde ich, dass ich auf dem Weg der Besserung bin, aber es geht nur sehr schleppend voran. Die Scheibe ist stark zur Mittagszeit und flacht dann aber langsam ab. Am Abend fühle ich mich in der Regel gut, auch wenn ich weiß das die Scheibe noch da ist. Beim sitzen ist die Scheibe weniger stark, beim Gehen (vorallem draußen) wird die Scheibe signifikant stärker. Ich leide dabei extrem an Sehstörungen (verschwommen, unscharf). Generell habe ich extrem schwankende Gefühle. Mal euphorisch, mal total nachdenklich, mal total aggressiv (wenn mich jemand verbal angreift).

    Mir hat zu Beginn Akkupunktur bei einem Heilpraktiker geholfen, insbesondere nachdem ich ihm von meiner Scheibe erzählt habe. Es entpuppte sich, dass mein Heilpraktiker schon sehr viel mit Cannabis und Pilzen im Rahmen seiner Tätigkeiten als Schamane experimentiert hatte. Er hat mir mein Scheibe auf einer Ebene erklärt die für mich absolut verständlich war und das hat mir sehr geholfen, insbesondere aber die ihm durchgeführte Nadelung war wie ein positiver Schub. Ich hab mich die nächsten 2 Stunden wie Superman gefühlt und bin direkt ins Fitness-Studio gefahren und meine ganze Kraft herausgelassen.Seitdem behandele ich DP/DR regelmäßig über Akkupunktur.

    Die Panik ist seitdem deutlich zurück gegangen, dennoch konnte ich mich auf meiner Arbeit nicht konzentrieren. Ich habe einen teilweise sehr stressigen Job als IT-Berater Es folgte aufgrund der Konzentrationsschwäche erstmal eine Arbeitsunterbrechung (1 Woche) gefolgt von einem kleinen spontanen Strandurlaub. Daraufhin bin ich meinen bereits länger geplanten Urlaub in der alten Heimat(Russland) angetreten, für 14 Tage.

    Ich hab das Gefühl, dass der erste Urlaub mich körperlich entspannt aufgrund der Meeresluft, des guten Essens und einem Hauch Urlaubsgefühl.

    Ich war überzeugt davon, dass ich im Russland Urlaub noch besser abschalten konnte, was leider nicht der Fall war. Alles wirkte so fremd für mich, ich konnte gar nicht realisieren, dass ich mit meiner Freundin meine Heimat besuche, ihr all die schönen Orte zeige, einfach die Stelle meines Ursprunges. Ich wollte meiner Freundin schon immer meine alte Heimat zeigen, ich hab mich so sehr darauf gefreut, aber dort angekommen fühlte ich kein Glücksgefühl, eher Gleichgültigkeit.

    Nach dem Russland-Urlaub, also seit knapp einer Woche bin ich wieder berüflich tätig und merke, dass mir dies gut tut. Ich vergesse die Scheibe relativ oft für ca. 30min - 60 min, ich kann mich weitesgehend auf die Arbeit konzentrieren und sehr vereinzelt kommt ein wenig spaß auf.

    Bitte in der nächsten Nachricht weiterlesen...






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  2. Bevor ich zu meiner konkreten Frage komme noch einige wichtige Anmerkungen.
    Bereits vor der Cannabis Erfahrung hatte ich teilweise grundsätzliche Sinnesfragen:
    - Was will ich eigentlich?
    - Heiraten? Auswandern? Eine eigene Firma aufmachen ?
    - Oder einfach nur meinen aktuellen Job bei einem neuen Arbeitgeber?
    Das letzte Projekt vor dem Cannabis-Trip hat mich besonders zum Grübeln gebracht, da es mir keinen Spass gemacht hat, der Kollegiale Umgang schwierig war und generell alle sehr negativ gestimmt waren und einen schuldigen gesucht hatte. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass man mir diesen Schuh teilweise anziehen wollte.
    Aus diesem Grund habe ich mich nach anderen Arbeitgebern umgeschaut bzw. wurde von Headhuntern kontaktiert. Relativ schnell habe ich eine interessante Firma gefunden, die kleiner ist und eine andere Firmenkultur lebt. Ich wurde zweimal zum Interview eingeladen.
    Das erste mal war ich noch DP/DR frei. Beim zweiten Mal war ich bereits seit 2 Monaten im DP/DR Modus.
    Das interessante ist, dass ich beim zweiten Mal eine so unglaubliche Performance bei dem INterview abgegeben habe, dass ich es selbst nicht glauben konnte. Normalerweise habe ich Präsentationsangst, bin sehr nervös wenn ich vor Publikum sprechen muss. Aber dort habe ich mich so präsentiert, wie ich tatsächlich bin, ohne Ängste. Die Firma war begeistert von mir und sofort nach dem Interview habe ich ein Angebot bekommen, welches ich noch nicht unterschrieben habe, weil ich einfach nicht weiß, ob eine solche Veränderung meine DP/DR nicht negativ beeinflussen kann, da ich in eine neue Umgebung geführt werde.
    Vorteile des neuen Jobs sind:
    - Ich kriege die Chance an den Themen zu arbeiten, die hoffentlich mehr Spass machen
    - Eine leicht bessere Bezahlung + Firmenwagen (ein Cabrio ;))
    - Eine bessere Firmenkultur, die menschen nicht nur als Zahlen sieht
    - Langfristig bessere Karriereperspektiven
    - Umzug nicht notwendig
    Nachteile des neuen Jobs:
    - Anstieg der realistischen wöchentlichen Arbeitszeit auf 50-55h (aktuell 40h)
    - Mehr Reisen (Was normalerweise kein Problem für mich ist, aber mit der Scheibe habe ich bedenken)

    Ich hab Wahnsinnige Angst davor den Job zu wechseln und dann festzustellen, dass die DP/DR schlimmer ist, weil ich in einer neuen Umgebung bin, neue Kunden, neue Kollegen. Wo ich in einem noch stärkeren Fokus stehe, weil ich in der Probezeit bin.
    Ich fühle mich zwar nicht 100% wohl bei meinem aktuellen Arbeitgeber, aber ich könnte mich mit ihm anfreunden, wenn es mir hilft die DP/DR langfristig zu besiegen.

    Was für einen Tipp kannst Du mir geben? Wechseln oder lieber bleiben?

    Danke

    Boba

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  3. Hallo, Boba

    es gibt für beide Möglichkeiten ein für und ein wider. Neue Impulse von aussen können nämlich sogar für die DR/DP sehr positiv sein, weil sie den Fokus eben auf das Neue richten; vor allem, wenn es etwas ist, das man mag.

    Ausserdem ist es wichtig auf dem Weg zur gänzlichen DR-Freiheit, sich immer zu sagen: "Ich werde mir durch die DR nichts entgehen lassen!", d.h. die Einstellung zu haben, dass man sich nicht beeinflussen lassen will.

    Auf der anderen Seite ist Kontinuität, Routine etc. etwas Beruhigendes und innere Ruhe ist sehr gut gegen DR!
    Ich würde also an Deiner Stelle mir die Frage stellen, was erfüllt Dich innerlich mit positiveren Gefühlen: die Aussicht auf eine neue, tolle Stelle oder das Altbekannte, das zwar zwischendurch auch nerven und stressen kann, aber wo Du den Stress in etwa absehen kannst?

    (P.S. einen Wechsel kannst Du ja auch zu einem späteren Zeitpunkt vollziehen)

    Viel Eland bei Deiner Entscheidung!
    Balz

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  4. Hallo Balz,

    danke für deine hilfreiche Antwort.
    Ich habe vor meinen aktuellen Arbeitgeber bis Oktober/November zu kündigen und dann im Dezember bei dem neuen Arbeitgeber zu starten. Denkst Du, dass man in dieser Zeitspanne merkliche Verbesserungen vollziehen kann, wenn man die Tipps die Du bereits erwähnt hast,beherzigt?

    Während meiner DR habe ich insbesondere Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, und bei meinem Job ist Konzentration das A und O.

    LG

    Boba

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  5. Hallo, Boba

    jeder Mensch reagiert individuell, daher wäre eine Angabe wie "in 3 Monaten ist es besser oder ganz weg" etc. fahrlässig.
    Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass neue Herausforderungen, auf die ich mich freute, sich für meine DR positiv auswirkten, weil ich etwas hatte, auf das ich mich fokussieren konnte. Mit den Tipps, die ich im Blog angebe, ist eine Verbesserung sicher sehr gut möglich. Wichtig ist aber die Einstellung, sich durch die DR nicht in seinen Plänen beeinträchtigen zu lassen.
    (Übrigens...aber auch das nur aus sehr persönlicher Sicht: sogar in der schlimmsten DR-Zeit konnte ich dann am besten arbeiten, als mein Chef quasi dabei war und ich es unbedingt richtig erledigen musste....D.h. die Scheibe als Thema verschwand und das Thema war: ui...mein Chef ist da, jetzt muss/will ich Gas geben....im Nachhinein merkte ich, wie ich dann stundenlang NULL DR hatte)

    Viele Grüsse
    Balz

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  6. Danke für die Tipps!
    Überhaupt finde ich es großartig, das Du Dir die Zeit nimmst alle Kommentare zu beantworten. Das ist eine solche Hilfe !!!

    Eine weitere Frage hätte ich noch. Ich bemerke ständig eine Veränderung der DR, gestern hatte ich einen extrem intensiven Moment als ich mich auf ein Buch konzentrierte in einer Buchhandlung (...Thalia). Und zwar hat sich meine Wahrnehmung innerhalb von Sekunden von DR auf etwas sehr angenehmes geändert (Ich vermute ich war endlich wieder richtig DA). Der Moment war großartig, ich konnte die Gegenstände in der Bibliothek fast schmecken so intensiv war die Wahrnehmung. Das Gefühl der Wahrnehmung war danach angenehmer über den ganzen Abend verteilt, sogar draußen.
    Meine DR ist vor allem draußen aktiv, zuhause fällt es mir etwas leichter abzuschalten und die DR zu vergessen. Heute ist es im Tagesverlauf auch zu einer kleinen Besserung gekommen, auch wenn ich noch oft in Gedankengänge verfalle, die mir nicht gut tun.
    Jedenfalls war ich heute Joggen und musste feststellen, dass ich extrem verschwommen sehe. Ich hab das Gefühl, dass es generell immer verschwommener wird von Woche zu Woche.
    Jetzt bin ich aktuell etwas verwirrt, ob ich mich in die richtige Richtung bewege oder nicht und wie ich diese Entwicklung deuten kann.

    Viele Grüße,

    Boba

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    1. Bist Du Brillenträger? Verschwommener Blick kann zwar von der Müdigkeit kommen, aber kann ganz banal auch damit zusammenhängen, dass mit der Zeit die Dioptrien stärker werden.
      Grundsätzlich aber tönt es für mich genau so, wie ich es erlebt habe: man hat immer wieder gute Momente und mit der Zeit werden diese Momemente länger und häufiger.
      Alles Gute
      Balz

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  7. Hallo Balz

    Ich habe DP/DR seit einem guten Jahr. Am Anfang war es der blanke Horror...ich habe meine Eltern nicht mehr erkannt und mein eigener Wohnort kam mir total fremd vor. Mit der Zeit ist die Angst ein wenig verblasst und ich traute mich wieder vor die Haustüre. In den letzten paar Monaten habe ich beobachtet, dass die Scheibe dünner geworden ist und ich wieder näher im Hier und Jetzt bin als früher. Dinge wirken nicht mehr so weit entfernt und sind greifbarer als vorher. Trotzdem kommt die DP/DR immer wieder, da ich Angst habe, dass die DP/DR in gewissen Situationen wieder kommt. Die Scheibe selber stört mich im Moment nur noch wenn ich alleine Draussen bin. Im Inneren, beispielsweise bei meiner Mutter hatte ich schon komplett DP/DR freie Minuten da ich mich erinnern konnte, dass es früher nicht viel anders war. Kannst du mir noch einen Tipp geben? Ich nehme die Scheibe vor allem mit 2D Vision war und wenn ich meine eigenen Hände betrachte.

    Liebe Grüsse Thomas

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    1. Hallo Thomas

      Du bist auf dem guten Weg! Es dauert halt etwas länger, wie wir uns das wünschen würden. Mein Tipp daher: hab Geduld mit Dir selber!
      Alles Gutre
      Balz

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  8. Hallo Balz

    Es ist schon eine Weile her seit dem ich hier gepostet habe. Ich habe dir damals von meinem Brillentrick erzählt. Seither ist einiges passiert, ich war 1 Woche im Ausland am Meer und es hat richtig gut getan. Die Angst und Panik ist verflogen, einzig die Frustration über den noch immer vorhandenen 2D Blick und die Tatsache, dass ich ohne Brille Dinge nicht in mir aufnehmen kann sind geblieben. Solange ich meine Brille habe, besteht keine Angst Dinge zu tun. Ich würde mir sogar zutrauen 2-3 Wochen in den Urlaub zu fliegen, aber mein primäres Problem ohne Brille möchte ich trotzdem noch loswerden. Kannst du mir sagen wo ich etwa stehe? Und wie ich diese Sicht loswerden kann?

    Habe DP/DR jetzt seit Juli 2013.

    Danke und Lieber Gruss
    Pastor

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  9. Hallo Pastor
    Du bist auf dem guten Weg! Jetzt kommt der schwierigste und leichteste Teil zugleich: wenn Dir der 2D-Blick egal wird....wird er langsam verschwinden. Warum?
    Weil dadurch, dass Du ihn einfach annimmst und nicht bewertest, er nicht mehr Inhalt Deiner Beobachtung ist.
    Braucht etwas Geduld, ich weiss....
    Alles Gute!
    Balz

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    1. Hallo Balz

      Mir fällt auf, dass wenn ich einen ganzen Tag am Computer arbeite die DP stärker wird als wenn ich einen freien Tag habe. In diesen Momenten habe ich dann immer das Gefühl die DP sei gar nicht besser geworden. Wenn ich dann Zuhause bin und mich etwas bewege oder entspanne, merke ich wie es langsam wieder besser wird. Bei eintreffender Dämmerung kann ich Beobachten wie der Zustand langsam verschwindet und ich voll wach bin. Zudem finde ich es noch schwierig etwas nicht zu bewerten das einem dauernd umgibt und man dauernd sieht. Im Grossen und Ganzen muss ich aber sagen, dass sich der Zustand von Monat zu Monat seit Beginn immer leicht gebessert hat und die Scheibe deutlich dünner ist und der Bezug zum Körper wieder mehr da ist als vorher. Wie sehen Sie das?

      Gruss Pastor

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  10. Hallo, Pastor
    das tönt für mich sehr bekannt. In entspannten Situationen (also zuhause, am Abend etc) ist der innere Stresslevel niedriger und da DR mit innerem Stress einhergeht, ist sie dann auch viel schwächer oder verschwindet ganz. Im Umkehrschluss: suche Dir , wenn möglich, auch bei der Arbeit am Compi zwischendurch etwas Erholendes, d.h. schalt eine Pause ein, 5Min. Achtsamkeitsübung oder ein lustiges oder ruhiges Video anschauen etc.

    Langfristig ist es genau so....es geht langsam immer besser...aber eben langsam.
    Viel Geduld und alles Gute!
    Balz

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    1. Hallo Balz

      Merci für die Rückmeldung. Ich hätte noch eine Frage.

      In welchen Situationen ist dir die 2D Sicht aufgefallen und wie hat sie sich geäussert?

      Gruss Balz

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  11. Ich meinte natürlich Gruss Pastor :) Sorry!

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  12. kein problem ;-) ..... also die 2D-sicht war unterschiedlich, vor allem aber draussen. die entfernungen waren irgendwie anders, d.h. sie schienen anders. da half ich mir immer mit den sonnenbrillen.
    gruss
    balz

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  13. Ah okey, ich erlebe das genauso. Und irgendwann hat sich das einfach aus dem nichts aufgelöst? Oder haben sie etwas spezielles getan?

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  14. nein, nicht so plötzlich. sondern nach und nach nahm ich es weniger wahr, wie im blog beschrieben.
    gruss
    balz

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  15. Hallo Balz

    Hattest du auch das Gefühl wenn du deine Hände betrachtest hast das sie ein wenig entfernt waren und irgendwie nicht lebendig? Auch Gegenstände die man in den Händen hält haben irgendwie kein Leben in sich, sie wirken nicht lebendig? Kennst du dieses Phänomen und was hast du dagegen unternommen?

    Gruss Pastor

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  16. nein, ich hab es gar nicht erst so weit kommen lassen. sobald ich merkte, dass ich -z.B. vor dem spiegel- mir anfing seltsame gedanken zu machen, ging ich weg. dasselbe, wenn ich merkte, ich fange mich an zu fragen, ob das ding in der hand wirklich ist etc. da legte ich es einfach weg.
    Gruss
    Balz

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  17. Okei ich finde es schwierig da man ja nicht alles was man in den Händen hat immer gerade weglegen :) ich habe immer schon seltsame Gedanken bevor ich es anfasse oder kriege sie genau den wen ich sie anfasse...ich weiss nicht wie ich dies wieder wegkriege?

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    1. Du kriegst es nicht weg. Du musst es gar nicht wegkriegen wollen. Solange Du es wegkriegen willst, ist es ja immer noch ein Objekt Deiner Aufmerksamkeit. Das ist genau das Paradoxe am Ganzen. Du kannst es entweder einfach feststellen und dann einfach weitermachen. Sag Dir einfach: im Moment ist es einfach so. Mit der Zeit verliert der Gedanke an Gewicht und verflüchtigt sich.
      Gruss
      Balz

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    2. Hallo Balz

      Merci für die Antwort. Ich werde es versuchen!

      Mein Problem ist es das ich die schon seit Januar so festelle und ich habe Angst das dies in Beton gegossen ist!

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  18. Hallo Balz,

    ich habe nicht mehr so das intensive Gefühl der Entfremdung dennoch ist das optische irgendwie unverändert. Ich finde jetzt Licht nicht blendet oder so aber irgendwie unangenehm obwohl ich weiss dass mir nichts passieren kann. Klare Sonnige Tage und besonders Nachts depremiert es mich irgendwie. Es "scheint" irgendwie alles so nebelig als hätte ich 5 Bier getrunken. Ampeln, Staßenlichter...besonders der Lichtkegel um die Lichtquelle scheint mir irgendwie so intensiv.

    Liegt das echt nur an der Derealisation? Ich habe eine Zeit lang gekifft aber wirklich verändert hat meine Wahrnehmung diese Angstzustände und Panikattacken.

    Liebe Grüße

    Fritz

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    1. Hallo, Fritz
      wie ist es denn mit Sonnenbrillen? Tagsüber half mir das sehr.
      Gruss
      Balz

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  19. Hallo Balz,

    meine Frage ist nur ob das weg geht? Ich finde das als am schlimmsten.

    Liebe Grüße

    Fritz

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  20. Natürlich geht das weg, aber es braucht etwas Geduld!
    Alles Gute!
    Balz

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  21. Hallo Balz

    Im Moment ist es so, dass ich ein paar gute Tage habe, in denen ich denke es kommt alles gut und es ist nicht mehr so schlimm wie früher. Danach kommen immer ein paar Tage in denen mein Nacken extrem verspannt ist, meine Müdigkeit sich lähmend durch den ganzen Tag zieht und die negativen Gedanken wieder überhand gewinnen. Hattest du das auch? Und wie kann ich dem entgegenwirken?

    Gruss Pastor
    P.s Seit deiner Hilfe habe isch schon tolle Fortschritte erzielt. Merci!

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    1. Ja, das kennt jeder. Die Besserung erfolgt immer als Zick-Zack-Bewegung. Was hilft, ist zu wissen, dass das so ist und dass ein schlechter Tag NICHT bedeutet, dass man auf dem falschen Weg ist, sondern umgekehrt, dass die Besserung genau so erfolgt: zwei Schritt vorwärts, einer zurück...etc.
      Alles Gute
      Balz

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  22. Mir ist was aufgefallen: Je härter und angespannter meine muskeln um mein nacken sind, desto stärker ist die DR und je weicher desto schwächer ist meine DR.

    Ich empfehle euch die Bücher "Unerklärliche Beschwerden?" Von Helga Pohl und "beweglich sein" von Thomas Hanna. Ich glaube unser Hauptgrund ist, das wir unter verspannungen leiden, die wir nicht mehr entspannen können, nach einer angstattacke ziehen sich manche musklen extrem zusammen. Uns fällts aber nicht auf. Weils permanent angespannt wird, vergisst unser Gehirn (ja es kann passieren) wie diese muskelpartien entspannt werden.

    Dr Pohl ist eine ärztin aus munchen und spezalisiert fur sensomotorische korpertheraphie.

    Im Buch erwahnt sie in zwei stellen, dass sie nachdem sie verspannte Nackenmuskulatur von DR patienten wieder entspannt hat, die DR abgeschwacht oder komplett zuruckgegangen ist.

    Ich selber leide unter zähneknirschen und habe verspanungen im nacken, kiefer, hals, becken.

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  23. Hallo, bei mir wurde im Januar DP/DR festgestellt. Von einem auf den anderen Tag war alles anders. Ich musste meine Selbstständigkeit aufgeben und hab mich 3 Monate vorher von meinem Freund getrennt, was ich im Nachhinein sehr bereue.... Ich gehe jetzt seit Januar 1x die Woche zur Gesprächstherapie, nehme aber keine Medikamente. Meine linke Pupille ist etwas größer als die rechte, könnte das etwas mit der Wahrnehmungsstörung zu tun haben? War im MRT und auch beim Augenarzt, da war alles in Ordnung. Ich finde diesen Zustand schrecklich. Stecke wirklich 24 Std.drin. Ich habe jetzt schon soviel darüber gelesen und weiß, dass es ein Schutzmechanismus ist, aber was ich nicht verstehe: Warum spüre ich meinen Kopf nicht? Ich weiß, dass er da ist, aber ich spüre ihn einfach nicht. War das bei Ihnen auch so?

    Grüße von Butterfly

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    1. Hallo, Butterfly
      das mit der Pupille hat keine Bedeutung, bestätigt ja sogar der Augenarzt. Ich selber habe zwar meinen Körper immer gespürt (und sonst hab ich die Augen geschlossen und mich gezwickt...:-) aber andere kennen das auch, dass sie den Körper bzw. Teile davon nicht gut spüren. Die DR packt uns eben in Watte, die Wahrnehmung, die Gefühle und manchmal auch das Körpergefühl. Es ist alles Teil derselben Schutzstrategie des Körpers. Von dem her ist es sehr gut, dass Sie schon mal professionell Gespräche führen können. Das Ganze braucht halt wirklich etwas Geduld und Zeit.
      Alles Gute
      Balz

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  24. Danke für die Antwort :)

    Was ich einfach immernoch nicht verstehe ist, wie kann meine DP sobald es dunkel ist weg, oder zumindest sehr angenehm sein und kaum ist es wieder Morgen ist die Scheibe wieder sichtbar. Das ist so frustrierend!

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  25. das war bei mir genau so! am abend war immer viel besser. ich freute mich tagsüber schon, dass es langsam später nachmittag wurde, früher abend etc. ich bin mir nicht sicher, aber eventuell hatte das mit der entspannung zu tun.

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  26. Okei das gibt mir Hoffnung! Wenn parallelen mit dir vorhanden sind! Ja ich freue mich jetzt schon auf die Winterzeit wo es immer wie dunkler wird am Abend. Hattest du DP länger als ein Jahr im gesamten oder hat die Heilung länger als ein Jahr gedauert?

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    1. beim ersten mal mit 24 dauerte alles etwa zweieinhalb jahre.... beim zweiten mal mit therapie, medikamente etc. deutlich kürzer, aber trotzdem einiges über ein jahr... geduld ist also angesagt.

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    2. Woah das ist ja eine halbe Ewigkeit. Ich habe es jetzt seit einem Jahr und 3 Monaten. Ich hoffe einfach so sehr das dieses Elend vorbei geht und ich wieder ein normales Leben führen kann.

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  27. Hallo Balz,

    in den letzten 1,5 Monaten hat sich meine DP/DR spürbar gebessert. Der 2D Blick geht immer weiter zurück. Das Gefühl für mein eigenes "Ich" kommt auch langsam wieder zurück.
    Was bleibt sind jedoch meine Konzentrationsschwierigkeiten, schlechtes Orientierungsvermögen und kein Kurzzeitgedächtnis. Ich komme zwar irgendwie so über die Runden auf der Arbeit und privat, aber diese Dinge erinnern mich dauernd an die DP/DR, vorallem weil ich in diesen Fähigkeiten normalerweise extremst gut bin. Ich fühle mich teilweise wie ein Dummkopf, der manchmal in der Küche steht und nicht weiß wie er vorzugehen hat, wenn er sich ein Brot schmieren soll.

    Ich war auch zwischenzeitlich beim lieben Dr.
    Der hat gesagt das kommt vom Stress und ich habe wohl einen Burnout.(Johanniskraut wurde angeordnet)

    Wie ist Deine Erfahrung mit solchen Problemen und wie verhält sich das Thema DR/DP mit Burnout? Körperlich geht es mir gut, mache immer noch viel sport, auch wenn ich speziell beim joggen merke, dass ich nicht mehr die selbe Leistung bringe.

    LG

    Boba

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  28. Hallo, Boba
    mit Burnout kenne ich mich nicht so aus; allerdings ist DR/DP die Folge von innerem Stress und Burnout ja genau so, da kann Dein Arzt schon recht haben. Allerdings ist schon mal etwas sehr Positives, dass die letzten Monate besser waren. Die Konzentrationsstörungen könnten noch so etwas wie eine Nachwirkung sein. Alles Gute
    Balz

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  29. Hallo Balz! Ich war lange nicht mehr hier, denn ich habe kaum noch Angst und deshalb keine DR mehr. Nur abundzu frage ich mich noch, ob ich und alles real ist. Und weshalb ich schreib: bei Dämmerung verspannt sich mein Blick so, als ch tu mich schwer was zu fixieren und die DR ist leicht da. Ich trage keine Brille, war beim MRT und beim EEG und alles ok. Können Sie sich einen Reim darauf machen oder kommt Ihnen das bekannt vor? LG Lara

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    1. Hallo Lara
      1) das tönt doch schon sehr sehr gut! Das freut mich. Ab und zu kommen solche Gedanken von sich aus wieder. Völlig normal, schliesslich hast Du diese Art von Gedankengang auch lange eingeübt. Sie werden in Zukunft immer wieder mal kommen, dann weisst Du, das ist völlig normal. Auch ein Ex-Raucher hat zu Beginn immer noch Lust auf eine Zigarette. Mit der Zeit aber immer weniger. Genau so ist das mit diesen Gedanken.
      2) Die Dämmerung kennzeichnet eine andere Art von Licht, es wird dunkler und es kommen künstliche Lichter zum Einsatz. Diese Umstellung muss das Auge mitmachen, d.h. versuche nicht, die gleiche Sehschärfe zu haben wie tagsüber, entspann die Augen, es kann einfach Müdigkeit sein.
      Alles Gute
      Balz

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  30. Hallo Balz

    Mir geht es schon ein wenig besser mit deinen Tipps! Die speziellen Gedanken sind nicht mehr vorhanden und ich habe auch nicht mehr das Gefühl das ich Träume! Einzig und allein die Wahrnehmung ist immernoch verschoben und verändert sich nur sehr sehr langsam. Kann ich etwas tun das der 2D blick und der entfertne blick schneller weggehen?

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    1. Nein, im Gegenteil. So widersprüchlich das tönt, aber genau NICHTS zu tun, damit es schneller weggeht, hilft, dass es schneller weggeht, d.h. geniess einfach die ganz langsamen Verbesserungen. Der Rest wird von sich aus folgen, lass Deinem Körper und Geist Zeit.
      Alles Gute!

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    2. Es ist schon schwer zu akzeptieren, dass der Körper mehr als 1 Jahr braucht und die Veränderungen nur sehr langsam sind in dieser schnelllebigen Welt. Ich habe wirklich manchmal das Gefühl, dass dieser Zustand ewig bleibt. Das Problem ist aber vielleicht auch, dass ich gar nicht mehr so genau weiss, wie es war, als es am schlimmsten war. Weil ich kann mit meiner Brille alles machen und überall hin ohne irgendwie Angst zu haben.

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  31. Das Gleiche Gefühl hab ich auch. Ich hab DP/DR seit 4,5 Monaten und denke auch manchmal das es ewig bleibt. Wenn ich mich aber versuche an die ersten beiden Monate zu erinnern, weiß ich genau, damals war es viel schlimmer, also muss ich mich zwangsweise auf dem Weg der Besserung befinden.

    Boba

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  32. Ist dir auch aufgefallen, das sich die Schärfe wenn man die Hände oder Finger zu Nahe an die Augen nimmt verändert hat? Ich habe das Gefühl das es früher unscharf wird? Zudem stört mich das ich dauernd meine Nase sehe...

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  33. HALLO liebes Forum,

    mein Name ist Waldemar und ich bin nicht das erste mal hier. Einige von Euch dürften mich vom Email-Kontakt her oder eines der zahlreichen Telefonate kennen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass viele die ich über dieses Forum kennengelernt habe, hier gar nicht mehr lesen. Aus einem einfachen Grund: es geht ihnen besser! ...und sie machen sich um DR/DP keine Gedanken mehr.

    Einer von denen bin auch ich! Vor ziemlich genau 3 Jahren fing alles an mit einer heftigen Panikattacke und anschliessender DR/DP. Nun schon seit ca. 1,5 Jahren habe ich das Problem nicht mehr und versuche anderen Betroffenen eine Hilfe zu sein.

    Das klappt auch so weit ganz gut, aber ich denke, es ist Zeit "das nächste Level" anzugehen. Um Balz etwas zu entlasten und eine sofortige Hilfe anbieten zu können, habe ich mir da was überlegt.

    Mit meiner Selbstständigkeit bin ich an einem Punkt angekommen, dass ich jetzt immer den halben Samstag und den ganzen Sonntag frei habe. Und ich würde eine Art telefonische Sprechstunde anbieten wollen am Sonntag vormittag. So zwischen 9:30 und 11:30 Uhr würde ich mir freihalten und gerne bei einem Telefonat den Betroffenen helfen.

    Ich mach immer bei den Telefonaten die Erfahrung, dass es den Betroffenen sehr hilft, wenn sie mit jemandem über DR/DP reden, der nachvollziehen kann, wie es ihnen geht. Vor allem aber berichten mir viele, dass nach dem Auflegen der Stresspegel sinkt und sie positivere Gedanken haben. (Ich kann auch mittlerweile erklären warum das so ist)

    Mein Vorschlag: Wenn jemand Hilfe benötigt, bitte eine Mail an:
    dr-hilfe@web.de
    Dann sende ich Euch per Mail meine Handynummer. Unter der würden wir zunächst einen Chat bei Whatsapp anfangen und uns ggf. für ein Telefonat verabreden.

    Diese Vorgehensweise hat sich gezeigt, klappt ganz gut und macht wenig arbeit/stress...

    Kurz zu mir (damit ihr auch wisst zu welchen Themen ich was sagen kann)
    - mitte 30
    - Russlanddeutscher (Ich erwähne das, weil ca. 60% der Kontakte bisher mit Russalsndeutschen waren. Den Zusammenhang kann ich mir nicht erklären, aber seltsam ist es schon etwas)
    - Ehemann und Vater
    - Selbstständig (Beginn war wenige Monate nach dem Beginn der DR/DP)
    - Cannabis Erfahrungen (früher)
    - Nach sehr schlimmen Monaten mit heftiger DR/DP seit langem wieder VOLL DA!

    Ich biete hier meine Hilfe an weil ich weiss wie schlimm sich DR/DP anfühlt!

    Dieses Forum ist ganz ohne Zweifel die beste Adresse im Internet um sich zu DR/DP auszutauschen, aber es sind mittlerweile so viele Tipps, Ratschläge und wichtige Informationen zusammengetragen worden, dass ich überlege mal ein PDF mit den wichtigesten Informationen zu machen. Wenn ich Zeit finde und es fertig habe, melde ich mich wieder...

    @Balz: Du machst das hier wirklich sehr gut! Vielen Menschen hast Du schon durch schwere Zeiten geholfen. Auch mir! Gerne würde ich mich mal mit Dir etwas austauschen, ob wir in diesen Blog hier etwas mehr Struktur reinbringen können. Oder vielleicht eine neue Website machen? Die Betroffenen könnten so schneller und einfacher die gewünschten Informationen und Hilfen bekommen und Du könntest etwas Zeit sparen, da sich ja hier anscheinend sehr viele Anfragen ähneln...

    Alles wird gut! :)

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  34. Ich habe, aufgrund der Krebserkrankung meiner mutter auch eine DR entwickelt

    Es war zeitenweise extrem schlimm.
    Allerdings hatte ich nie panikattaken, warum das so ist würd mich interessieren weil ich bisher nur gelesen hab dass DR mit panikattaken auftritt.

    Meine psChologin nennt meinen zustand dissoziative Störung.

    Ich selber habe mir sehr viele gedanken gemacht warum ich eine DR entwickelt habe.
    Ganz einfach weil mein körper mich schützen will, vor negativen, betrückenden Gefühlen..
    Das ganze hat also einen sinn. Ich finde es interessant dass mein körper dazu in der lage ist.

    Mittlerweile ist es sehr viel besser geworden auch wenn es einige Rückschläge gab..

    Ich bin sicher, dass die DR wieder völlig verschwinden wird.

    Verinnerlicht euch, dass es nicht um das "warum" geht sondern schlicht und ergreifend um die "erkenntnis dass"

    Was ich damit sagen möchte:
    Sich ständig gedanken zu machen über sich selbst und darüber warum das alles so ist, hat keinen sinn, dafür ist das leben zu kurz. Was wirkkich zählt ist die erkenntnis dass es eben so ist. Ja ich habe eine DR aber das hat einen Grund und dieser Grund macht mich so.

    Ich werde weder verrückt noch schizophren, mein körper will mich einfach nur schützen..

    Warum lebe ich? Warum gubt es mich überhaupt?
    Das ist alles egal. Auch wenn die welt im großen und ganzen keinen sinn ergibt. Mein leben ergibt einen sinn. Man sollte nicht zu weit denken.

    Lenkt euch ab mit dingen die euch mal glücklich gemacht haben und ihr werdet merken bald kommt das Glücksgefühl wieder zurück.

    Ich bin mir sicher ich habe die DR fast komolett überstanden, auch wenn ich immernoch darüber nachdenke, klar bleibt die angst noch eine Weile, dass es wieder so werden könnte aber es ist alles eine sache der Art von Gedanken die wir haben. Denken wir nur negativ, ist unser leben negativ, denken wir nur positiv ist unser Leben positiv.

    Die einzigen dinge die mich noch quälen sind der tinnitus und das augenrauschen. Aber auch das wird wieder verschwinden..

    Ich glaube ich bin sogar an der DR gewachsen, seit es mir wieder besser geht, bin ich viel sekbstbewusster als vor der DR.

    Alles was passiert hat einen Grund:)
    Gebt euch nicht auf.

    LG

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  35. Hallo Uhr Lieben,
    hier scheint ja nur noch wenig los zu sein. Schade. Naja, dennoch möchte ich meine Geschichte erzählen. Vor ca. 3 Jahren hatte ich eine sehr stressige Zeit bei meiner damaligen Arbeit. Ich war damals als Lehrerin frisch aus dem Stadium tätig. Zudem war es eine sehr schlimme Zeit MIT großen Enttäuschungen und ich wurde I'm Stuck gladden. Mir machte mein Job viel Spaß, war hoch motiviert und ich glaube, da lag das Problem. Zudem bin ich zu Diese Zeit mit meinem Freund zusammengezogen. Eines Tages, auf einer Schulfeier, es war sehr heiß, bekam ich eine Panikattacke. Ich dachte, ich verliere die Kontrolle über mich. Ich kannte Panikattacken aus meiner Jugend. Nach einiger Zeit beruhigte ich mich wieder und ich fuhr nach Hause. Ich vergaß den Vorfall schnell wieder. Doch dann kam immer häufiger das Gefühl der DR. Auch dieses Gefühl kannte ich aus meiner Jugend und ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich wusste v.a. dass die DP nicht mehr weit ist. Und die kam auch. Ich wusste far nicht was los war. Anfangs dachte ich, ich bekomme ne Psychose. Nach einiger Zeit konnte ich nicht mehr Arbeiten.ich ging zum Arzt.Diagnostiziert wurde eine Erschöpfungsdepression. Aber irgendwie war ich gar nicht depressive. Das jam erst später. Mein Zustand verschlechterte sich und ich ging zu einer Psychotherapeutin. Diese schlug mir day Wort Trauma um die Ohren( Sie hat mich das erste Mal Gesehen). Das machte alles nur noch schlimmer und ich musste in die Klinik. Nach einiger Zeit ging es Mir besser und ich Werde entlassen. Die DR/DP war aber noch nicht Weg. Zu Hause war ich sehr unruhig. Konnte nicht mehr richtige schlafen. Daraufhin bekam ich Olanzapin ,Cipralex und später auch lamotrigin. Das hat Mir sehr geholfen. Hab far nicht mehr über die DP/DR no nachgedacht. Der einzige nachteil, ich nahm unwahrscheinlich zu. Ich ging wieder in die Klinik und settee Olanzapin ab. Es folgten schreckliche 6 Monate, an denn ich mich heute zu knabbern habe. Nun ist auch die DR aber ganz besonders die DP präsent, was mich sehr depressive macht. Schlimm Finde ich, dass ich meine Mutter nicht mehr richtig "erkenne". Die emotionale Verbundenheit ist nicht mehr so stark. Das macht mich fertig.möchte so gerne, dass alles so ist wie vorher. Bin in Psychotherapie.

    Viele Grüße
    Lala

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  36. Hallo Uhr Lieben,
    hier scheint ja nur noch wenig los zu sein. Schade. Naja, dennoch möchte ich meine Geschichte erzählen. Vor ca. 3 Jahren hatte ich eine sehr stressige Zeit bei meiner damaligen Arbeit. Ich war damals als Lehrerin frisch aus dem Stadium tätig. Zudem war es eine sehr schlimme Zeit MIT großen Enttäuschungen und ich wurde I'm Stuck gladden. Mir machte mein Job viel Spaß, war hoch motiviert und ich glaube, da lag das Problem. Zudem bin ich zu Diese Zeit mit meinem Freund zusammengezogen. Eines Tages, auf einer Schulfeier, es war sehr heiß, bekam ich eine Panikattacke. Ich dachte, ich verliere die Kontrolle über mich. Ich kannte Panikattacken aus meiner Jugend. Nach einiger Zeit beruhigte ich mich wieder und ich fuhr nach Hause. Ich vergaß den Vorfall schnell wieder. Doch dann kam immer häufiger das Gefühl der DR. Auch dieses Gefühl kannte ich aus meiner Jugend und ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich wusste v.a. dass die DP nicht mehr weit ist. Und die kam auch. Ich wusste far nicht was los war. Anfangs dachte ich, ich bekomme ne Psychose. Nach einiger Zeit konnte ich nicht mehr Arbeiten.ich ging zum Arzt.Diagnostiziert wurde eine Erschöpfungsdepression. Aber irgendwie war ich gar nicht depressive. Das jam erst später. Mein Zustand verschlechterte sich und ich ging zu einer Psychotherapeutin. Diese schlug mir day Wort Trauma um die Ohren( Sie hat mich das erste Mal Gesehen). Das machte alles nur noch schlimmer und ich musste in die Klinik. Nach einiger Zeit ging es Mir besser und ich Werde entlassen. Die DR/DP war aber noch nicht Weg. Zu Hause war ich sehr unruhig. Konnte nicht mehr richtige schlafen. Daraufhin bekam ich Olanzapin ,Cipralex und später auch lamotrigin. Das hat Mir sehr geholfen. Hab far nicht mehr über die DP/DR no nachgedacht. Der einzige nachteil, ich nahm unwahrscheinlich zu. Ich ging wieder in die Klinik und settee Olanzapin ab. Es folgten schreckliche 6 Monate, an denn ich mich heute zu knabbern habe. Nun ist auch die DR aber ganz besonders die DP präsent, was mich sehr depressive macht. Schlimm Finde ich, dass ich meine Mutter nicht mehr richtig "erkenne". Die emotionale Verbundenheit ist nicht mehr so stark. Das macht mich fertig.möchte so gerne, dass alles so ist wie vorher. Bin in Psychotherapie.

    Viele Grüße
    Lala

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  37. Ist hier noch jemand in diesem Forum aktiv ? :)
    Gruß !

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  38. Ja aber nur noch aus Neugier und Dankbarkeit - nicht mehr wegen der Störung :-)

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  39. Hi zusammen,

    bin auf diesen Blog vor einiger Zeit gestoßen und wie die meisten hier habe ich diesen mehr oder minder rauf und runter gelesen. Der Text wird etwas länger werden ��

    Ich bin Mitte 30, arbeite für global agierendes IT Unternehmen. Komme aus einer simplen Arbeiterfamilie (erz römisch katholisch erzogen worden). Bin in einer ziemlich sozial Schwachen Gegend aufgewachsen ( bin als einziger aus meiner Grundschulklasse auf das Gymnasium gekommen, hatten genau zwei deutsche Mitschüler und die hießen Jessica und Kevin :D so viel dazu). Ziehe meine eigentlichen Wurzeln aus dem Balkan. War das schwarze Schaf der Familie. Drogen (so gut wie alles von meinem 12-21 Lebensjahr (außer Heroin und LSD) / jegliche Form von "Kleinkriminalität" etc. weil es eben einfach normal war in dieser Gegend und man nichts anderes kannte. Glücklicherweise hat mir der liebe Gott eben diese tolle Familie gegeben und etwas Intelligenz on top, sodass ich eben mit ach und krach doch das Abitur geschafft habe und mein Bachelor- als auch Masterstudium erfolgreich abgeschlossen haben. Danach bin ich eben in der IT Welt gelandet. Das Unternehmen ist wahrscheinlich die Top Adresse aktuell in Deutschland. Man hat alles man am Ende vom Tag benötigt für ein gutes Leben: Gutes Geld, Firmenwagen, Aktienpakete, Home Office, die neusten IT Gadgets for free, Vergünstigungen etc. Aber auch eben mehr oder minder 24/7 arbeiten. Das Unternehmen schläft nie. Sprich man könnte ohne Probleme jeden Tag 10-15Stunden arbeiten inkl. Wochenende. Ich Esel habe das natürlich nun für knappe 7,5Jahre auch in der Form gemacht. Im Urlaub Laptop dabei, Handy ständig am Ohr. Ständig on fire ohne es tatsächlich bewusst zu merken. Da man ja ein Mann ist und eben funktioniert und immer 150% Performance abliefert. Ganz normal dachte ich immer. Ist es eben aber nicht :D. Sind doch nur Menschen und keine Maschinen. Warum ich soweit aushole. In der Situation als mich die DR erwischt hat, war ich natürlich auf der Suche nach der Antwort "was zum Teufel ist los mir" und las mir so gut wie alles durch. Desto detailliert Berichte / Erfahrungen waren, konnte ich teilweise auch mehr damit anfangen. Daher erstmal Danke an alle die über ihre Erfahrungen berichtet haben. Diese Berichte waren unheimlich hilfreich für mich. Nun zu dem eigentlichen Thema: Meine DR Phase / Erfahrung:

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  40. Ich hatte vor ca. 7Monaten meine erste heftige und bisher in der Form einzige Panikattacke. Alles andere danach war nicht vergleichbar mit dieser. Ausgelöst wurde diese von einem Joint. Hatte bereits seit ca. 2,5Jahren Schlafprobleme. Habe diese aber nicht als so wild angesehen. Im Schnitt habe ich 1-4Stunden gebraucht um einzuschlafen. Vor ca. einem Jahr hat mir ein Manager in meinem Unternehmen einfach ein Päckchen Gras in die Hand gedrückt und meinte: "Schaf mal aus, Junge...siehst scheisse aus" :D Und ja, dachte mir warum nicht. Hatte ja als Jugendlicher geraucht wie eine Dampflok. Jeden Tag. Vor der Schule. Nach der Schule. Vor dem schlafen gehen. Wenn man auf der Straße rumgegammelt hat. War einfach Standard. War also nichts Neues für mich. Nur das ich halt fast gute 13Jahre gar keine Drogen mehr zu mir genommen habe. Hab es probiert und siehe da, geschlafen wie ein Baby. Hat alles super funktioniert. Hab dann manchmal 5Tage am Stück jeden Abend einen geraucht. Dann mal 10Tage nichts. Dann wieder mal 2Tage. Einfach nach Bedarf. Ging alles gut für so 1Jahr. Hatte dann vor ca. 8Monaten eine megastressige Zeit auf der Arbeit. War im Grunde genommen 14-16Stunden für ca. 6Wochen nur am Laptop und in Calls. Verhandlungen mit einem wichtigen Lieferanten und mein Counterpart saß an der Westküste. Sprich der Zeitunterschied war ziemlich fürn Arsch. Ganz früh Morgens die ersten Calls, zwischen drin die Infos aufarbeiten, kalkulieren, Analysen...Excel Excel Excel....und eben das Tagegeschäft. Dann spät Abends wieder in die Calls mit der Westküste und dem Lieferanten aus dem Nahen Osten. Dabei war das eigentlich alles über meinem Level. Aber mein Senior Mgt. hat den Schwanz eingezogen und ja, ich durfte dann ran. Sprich auch immenser Druck, da der Vorstand hier auch eingeweiht war. Lange Rede kurzer Sinn. Nach diesen extremen langen Verhandlungen, waren wir erfolgreich und alles war gut. War zwar platt wie Sau und hab auch kaum geschlafen. Aber hatte es hinter mir.

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  41. Es war Frohleichnam. Das weiß ich noch ganz genau. Dachte mir, nach dieser ganze Scheisse, schläfst heute mal wieder ganz fest und tief aus. Sprich ich dübel mir einen rein. Hatte davor so ca. 2-3Wochen nichts geraucht. Und ja, angezündet, bissl Netflix. Alles gut, bin entspannt. Nochmal dran gezogen. Wieder bissl Netflix und dann auf einmal: BÄÄÄM. Kein Plan was los ist. Als ob ich irgendwie rausgezoomt worden bin. Wie gesagt kenne mich mit Drogen sehr gut aus. Hatte auch schon Abstürze in der Jugend von Gras oder Pillen etc. Aber in der Form noch nicht und dachte nur was zum Teufel ist jetzt los? Herz pocht 300km/h, 1Mio unkontrollierter Gedanken. Einfach Shitstorm und ja, klar die Gedanken ich sterbe / ich bleib hängen / ich lande in der Klapse haben halt überwogen. Ging so 2Stunden ungefähr (glaube ich, vllt. waren es auch nur 20min). Einfach Katastrophe. Die schlimmsten zwei Stunden in meinem Leben. Bin irgendwie runtergekommen mit Musik und irgendwie eingepennt. Aber hab mich danach so scheisse gefühlt. Nächster Tag wieder zur Arbeit und ich habe direkt gemerkt irgendwas stimmt nicht. Irgendwie bin ich verballert. Irgendwie ist meine Wahrnehmung komisch. Verballert halt, dieses Filmgefühl. Aber man hat halt keinen Plan was es ist. Klar, der erste Gedanke war natürlich: Der Joint hat oben etwas kaputt gemacht, Synapsen mäßig. Du bist im Arsch...Scheisse…Scheisse. Dennoch ganz normal den Tag gearbeitet. War natürlich extrem schwer. Aber keine Sau hat was gemerkt. Auto fahren etc. alles ganz normal geklappt. Aber der Gedanke, dass oben ein Schaden entstanden ist, ist geblieben und zwar ziemlich lange, ca. 6Monate. Habe mich mega scheisse gefühlt. Wie gesagt, keine Ahnung was los ist. Aber irgendwie ist die Wahrnehmung anders. Es stimmt definitiv etwas nicht. Bin dann am Montag zum Hausarzt. Diagnose, logisch  Panikattacke. Hier erstmal Lorazepam. Hatte keine Ahnung was das überhaupt ist. Sprich das es Benzos sind. War dann 2Wochen off von der Arbeit, hab mir paar von den Dingern geschmissen. Aber nicht jeden Tag, da ich eine extreme Hemmschwelle habe gegenüber solchen Medikamenten. Nach 2Wochen war ich eigentlich ganz ok. Dachte ich zu mindestens. Habe mich abgelenkt mit Fussball, Frauen etc.

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  42. Dann wieder zur Arbeit und nach paar Tagen, Booom. Wieder dieses Kackgefühl. Irgendwas stimmt nicht. Wieder verballert. Wieder Paranoia. Tausend Gedanken. 24/7 nur grübeln und Sorgen machen. Aber ich habe so noch ca. 5Monate gearbeitet, ohne dass irgendwer irgendwas in irgendeiner Form gemerkt hat. Workshops gehalten, Präsentationen gehalten. Alles gemacht. Nur das halt alles weitaus anstrengender war wie vorher, extrem anstrengender. Bei Präsis dachte ich oft ich kipp gleich um, ich klapp zusammen etc. Aber nix, hab funktioniert. Nach 5Monaten Paranoia, Kopfkino und Sorgen. Jeden Tag der gleiche Scheiss: Was ist los mit mir? Hab ich einen Schaden? Komm ich in die Klapse? Psychose? Schizophren? Sind dann extreme Schlafprobleme aufgekommen. Das hat mir das Genick gebrochen. War einfach fertig, einfach Totalschaden. Hab mich so kirre gemacht, dass der Körper am Ende war. Habe auch über ca. 1,5Jahre fast 15kg abgenommen. Das war eigentlich schon das erste Zeichen von meinem Unterbewusstsein: „Ej Junge, du musst runterfahren.“ Zudem hatte ich vor ca. 1,5Jahren zum ersten Mal den berühmten Druck im Brustkorb. Aber ja, man dachte Herz? Lunge? (bin Raucher also Zigaretten) und das ist im Sommerurlaub aufgepoppt. Sprich wo man eigentlich runterfährt körperlich als auch seelisch. Man fährt zu einem gewissen Grad bewusst runter. Aber das Unterbewusstsein eben nicht. Das war damals schon das erste Zeichen an mich, dass ich eigentlich langsam machen muss. Aber ja, Mann wie Mann halt, Maschine...als weiter machen....geht schon...ich kann alles...brauch keine Hilfe…wird schon. Arschkarte :D Eben nicht :D.

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  43. Als dann diese extremen Schlafprobleme gekommen sind nach ca. 5Monaten (6-7 mal die Nacht aufwachen, kaum Tiefschlaf und dann halt arbeiten am nächsten Tag), da bin ich zusammen geklappt. Ganz klar Tiefpunkt. Habe kaum geredet, Appetit war so gut wie weg, nur 24/7 grübeln, grübeln, grübeln. Non-stop Druckgefühl in der Brust, den ganzen Tag über, über Woche und Wochen hinweg. Morgens ständig mit so einem beschissenen, ekelhaften Bauchgefühl aufgewacht. Richtig widerlich…würde es als Ohnmacht am besten beschreiben. Dieses Gefühl empfand ich noch schlimmer als den permanenten Druck im Brustkorb.

    Das war der Zeitpunkt (sprich ca. 5Monate nach dem Beginn der DR), dass meine Familie auch gemerkt hat das mit mir etwas nicht stimmt. Habe ja kaum geredet, schlecht gegessen etc. Bin dann irgendwann bei einem Spaziergang mit meinem jüngeren Bruder heulend wie ein kleines Kind mitten auf der Straße zusammengebrochen, weil ich einfach nicht wusste was los ist. Das letzte Mal hatte ich geheult als mein Onkel verstorben ist und das war über 10Jare her. Ich war wirklich am Tiefpunkt, einfach kaputt. Meine Gedanken haben mich aufgefressen. Kein Licht am Ende vom Tunnel. War komplett in einer Ohnmacht, teilweise mega hoffnungslos. Aber nie: "so kann ich nicht leben". Das nicht...eher "wie soll ich so weiter machen, wie soll ich so funktionieren, wie komm ich hier raus".

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  44. Dann bin zum ersten Mal zu einem Profi in der Firma gegangen. Sprich Psychologe. Alles eben erzählt von A-Z. War so detailliert wie es nur ging. Er meinte bist ausgebrannt, brauchst eine Pause und ja, musst erstmal raus. Er hatte ja damit auch recht. Jedoch ist er nicht auf den DR-Trichter gekommen, obwohl ich mehrmals gesagt habe: „Meine Wahrnehmung...irgendwas stimmt nicht etc. Naja, dann hat er mich zum einem Psychiater geschickt. Wäre ich da bloß NIE hingegangen. Schon allein als ich dieses Wartezimmer reingelaufen bin und teilweise diese Leute gesehen haben…junge…junge…ich war fertig…wieder der Modus: „Du bist im Arsch! Die Klapse wartet auf dich!“. Anzumerken ist halt, dass dies auch ein Neurologe war. Sprich, da waren halt auch Leute gesessen, die hatten halt Nervenbedingt irgendwelche Zuckungen etc. Aber für mich war das in dem Moment: Feierabend, so wirst du auch enden. Naja, dann eben rein zu den Psycho-Tante. Und ja, was sonst Diagnose: Burn Out, Depressionen etc. und das hat mich sowas von fertig gemacht. Hab nie an sowas geglaubt... nicht mal ansatzweise. Dann war auch noch an dem Tag der Todestag vom Robert Enke. Ein verstorbener Profi-Torhüter aus der Bundesliga, welcher wohl schwere Depressionen hatten. Wohl schon sein Leben lang. Aber klar, wenn du in diesem Angst-Modus bist und dann sowas liest…logisch: Scheisse, die Tante hat Depressionen zu mir gesagt…scheisse…bin im Arsch…ich werden mich verlieren…werde mich verändern…keinen klaren Kopf mehr haben….scheisse….scheisse….Panik auf Hochtouren.

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  45. Die Psychotante kam eher aus der Freudschen Schule. Sprich wie war deine Kindheit. Dachte mir nur: „Was hat meine Kindheit damit zu tun??? Alles war fein. Nix besonderes. Es liegt klar an dieser heftigen Panikattacke, die ich vor Monaten hatte. Kann nichts anderes sein. Davor war alles ok. Wieder erzähle ich von meiner Wahrnehmung, aber kannste vergessen. Die alte ist auch nicht drauf gekommen. Ende vom Lied: Klar, hier Pillen: Antidepressivum Sertralin und nochmal Tropfen zum Einschlafen  Trimipramin (ebenfalls Antidepressivum, aber eins der ersten Generation soweit ich weiß. Ist wohl ziemliche light Version was dieses Zeug angeht). Als ich zuhause angekommen bin, habe ich erstmal meinen Bruder googeln lassen bezgl. der Medikation, ob man auf dem Zeug hängen bleiben kann und wie gefährlich es eben ist. War so fertig, konnte nicht mal mehr googeln. Da ich alles negative direkt auf mich bezogen habe. Er meinte dann beides eigentlich harmlos: Sertralin soll wohl aufmunternde Wirkung haben und Trimipramin eher beruhigend, sprich zum Schlafen. Habe mich dann auch entschieden erstmal nur die Tropfen zum Schlafen zu nehmen. 10Tropfen jeden Abend. Diese Glückspillen wollte ich nicht. Die Tropfen haben am Anfang ganz gut funktioniert muss ich sagen.

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  46. War dann wieder off von der Arbeit (nebenbei bin es immer noch). Hatte immer mal wieder paar gute Tage, bis mich dann wieder irgendein Zwangsgedanke gepackt hat (hatte alle, die komplette Palette: von der Realität "ist alles wie es ist" Matrix mäßig "wach ich gleich auf, Alptraum" etc., bin ich pervers, pädophil etc., Kontrollverlust, verändert sich mein Wesen/mein Charakter, verlier ich die Liebe zu meiner Familie, Emotionslosigkeit, bin ich eine Gefahr für mich selbst / für andere usw.) Also einmal tutto completto. Einfach alles. Nach meiner Erfahrung braucht man ca. 6Monate um alles mal schön paranoid durchzudenken und sich eben selbst verrückt zu machen. Irgendwann geht einem der Stoff aus. Sowohl bezgl. alltäglicher / zukunftssorgen als auch der ganze philosophische Mist (welche man so oder so nicht beantworten kann…nie und nimmer…da wirst du nie eine rationale Antwort finden…keine Chance 😃 )

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  47. Habe dann irgendwann, weil ich eben so brutal fertig war Sertralin angefangen zu schlucken(ca. 6-8Wochen nach meinem ersten Besuch beim Psychiater. Ach, auf Schlafpillen war ich auch: Zopiclon und noch was anderes. Habe so 5-6 Stück genommen gehabt. Die Dinger funktionieren definitv. Knocken einen aus. Aber erholsamer Schlaf ist was anderes). Zurück zum Sertralin, dachte: „Vllt hilft es...war halt komplett verzweifelt…total Banane. Ach, auf Schlafpillen war ich auch: Zopiclon und noch was anderes. Habe so 5-6 Stück genommen gehabt. Die Dinger funktionieren definitv. Knocken einen aus. Aber mit den Dingern habe ich mich noch beschissener gefühlt. War komplett emotionslos, einfach abgemeldet. Konnte kein Gefühl mehr zu einer Situation herstellen...simples Gespräch, Film schauen, Fussball gucken. Konnte kein Gefühl mehr zu irgendeiner Situation herstellen. Der Link zur Realität war einfach gone. War wie ein scheiss Roboter, einfach automatisiert. Hab einfach nur funktioniert ohne etwas großartig zu empfinden. Außer natürlich beschissene Angst und Zweifel. Was auch wieder gut ist, weil  man empfindet doch was...zwar nur scheisse...aber man ist nicht emotionslos. Solltet ihr euch defintiv merken...wenn Tränen fließen in diesen Situationen...gutes Zeichen...man hat einfach nur Angst...riesige Angst, dass man aus diesem Scheissloch nicht mehr rauskommt. Diese Angst wiederum sagt euch eigentlich: Alles ist fein mit dir. So absurd es auch klingen mag. Genau diese Angst bestätigt dir  Alles ist gut! Denn, wenn du keine Angst empfingen würdest. Dann wäre dir auch alles scheiss egal. Kontrollverlust  egal / Realität  egal / Emotionen  egal usw. Ist es aber eben nicht. Du hast eine scheiss Angst davor etwas könnte aus dem Ruder laufen. Genau diese Angst sagt dir eigentlich was für feiner Mensch du bist, dass du dir eben ständig solche Sorgen machst um die Familie, Freunde, deine Arbeit, dein Leben an sich. Weil du an all diesen Sachen einfach unheimlich hängst. Ich weiß, klingt paradox. Aber mir ist halt nach einer gewissen Zeit dieses Licht aufgegangen. Das genau diese Angst mir sagt: Junge, alles gut. Bist ein feiner Kerl und nix wird passieren. Kannst dir so viele Sorgen machen wie du willst…24/7…Und? Genau, nichts ist passiert und nichts wird auch passieren. Alles gut. Es dauert halt etwas bis man diesen Modus wieder erreicht.

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  48. Kurz Weihnachten 2019 bin ich per Zufall alleine auf den Begriff DR gestoßen und siehe da. Eins zu eins was ich durchmache. Unfassbar, konnte es zunächst nicht glaube. Lauter Ärzte, dies und das…alle babbeln von Depressionen und jeden anderen möglichen Scheiss und dann kommt man selbst drauf. Zwar war es logischer maßen erstmal auch ein Schock aber auch eine gewisse Erleichterung. Habe ca. 4Wochen gebraucht um das zu verdauen. Weihnachten dann bei der Familie verbracht in der Heimat. War glaube ich die mit schlimmste Zeit. Da man letztes Weihnachten verglichen hat und ja, da war man eben lustig drauf, dummes Zeug gebabbelt, getrunken, gegessen, einfach die Zeit mit der Family genossen. Jetzt aber...dieses Gefühl abgemeldet zu sein...ganz schlimm für mich gewesen...da Family alles für mich ist...einfach alles. Das war genau diese Periode wo ich einfach eine riesen Angst hatte, ich könnte die Liebe zu meiner Familie verlieren. Der eigentlich Sinn von meinem Leben, meine Familie eben...das war für mich persönlich der klare Tiefpunkt den ich erlebt habe. Klar, in diesem Zustand ist natürlich auch nicht vorteilhaft, wenn ständig jemand um einen herum ist und sich Sorgen macht. Das hat mir natürlich auch extrem aufs Gemüt geschlagen, da ich gesehen habe wie sich die Familie um einen extrem sorgt und eben auch einfach Angst hat. Aber nicht wirklich was tun kann. War richtig scheisse.

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  49. So kommen wir nun zum positiven Part :D

    Leute, ihr kommt da safe raus. Nichts wird euch passieren, gar nichts. Egal was ihr denkt, was euch plagt. Nichts dergleichen wird eintreten. GAR NICHTS!!! Das schlimmste was euch passieren kann, sind einfach diese Angstzustände und diese füttern die DR. Mehr nicht. Mehr kann euch einfach nicht passieren. Ihr werdet weder in Klapse landen, noch irgendetwas anderes aus der DR entwickeln. Ihr habt nichts, gar nichts! Es ist ein scheiss Zustand, gar keine Diskussion. Aber ihr funktioniert tadellos. Gesteht euch das auch einfach mal ein. Habe dafür auch 6Monate benötigt, bis ich realisiert habe: Junge, alles ist gut...du funkst einwandfrei...keine Sau hat irgendwas gemerkt...nichts aus den Katastrophenszenarien in deiner eigenen Gedankenwelt ist eingetroffen und wird es auch nicht. Meine persönliche Erfahrung sagt mir: Kein chemischer Scheiss. Hab die ganzen Pillen und diesen Dreck weggeworfen (klar langsam das Sertralin abgesetzt. Nicht einfach von heute auf morgen. Habe es aber auch nur ca. 6Wochen lang genommen. War die letzten 2Wochen auf 100mg).

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  50. Es ist etwas schwer alles zusammenzufassen, was mir (glaube ich zu mindestens) geholfen hat:

    1. Klappert definitiv mehrere Psychiater ab. Die ersten Anlaufstellen in meiner Phase waren richtig scheisse. Richtige Flachzangen. Man kam sich vor wie der letzte Trottel. Sucht bis ihr jemanden findet der euch passt. Zu dem ihr eine gewisse Vertrauensbasis aufbauen könnt. Wo euer Bauchgefühl euch sagt: Der kann was. Nach meinem Weihnachtsurlaub, habe ich mir direkt eine Zweitmeinung geholt. Siehe da: Der Psychiater hat im Grunde genommen zeitgleich mit mir (nach dem ich alles geschildert habe) Derealisation gesagt. Er sagte zu mir auch, dass er das selbst schon hatte. Das dies was ganzes normales ist (kann bei extremer Müdigkeit aufpoppen, bei Jet Lag, bei extremem Traumata etc.), das dies natürlich sehr beängstigend sein kann und das dieser Zustand irgendwann ausschleichen wird. Er konnte natürlich nicht sagen wann. Aber nachdem ich ihm geschildert habe, dass ich es irgendwie geschafft habe den Schalter in meiner Birne umzulegen und einfach jetzt mache, einfach lebe, einfach das mache was ich schon immer gemacht habe. Meinte er ganz klar, dass dies der richtige Weg sei und er es auch toll findet, dass ich die ganze Chemie-Kacke in die Tonne geworfen habe. Er hält nämlich auch nicht viel von dem Zeug. Aber ich kann hier halt nur von mir reden. Wenn jemanden natürlich Psychopharmaka in so einer Situation geholfen habe, will ich das hier natürlich in kleinster Weise schlecht reden. Für mich persönlich ist halt einfach nichts, da ich diese immense Hemmschwelle habe und eben entsprechende Angst gegenüber diesen Medikamenten empfinde. Vllt. haben diese auch einfach deswegen nicht bei mir eingeschlagen.

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  51. 2. Verhaltenstherapeuten: Also meine Erfahrung ist ziemlich kacke mit dem Verein. Konnte überhaupt nichts damit anfangen was die von sich gegeben haben. Hier spielt natürlich der Sympathie Faktor eine große Rolle und den hatte ich einfach bei keinem. Ich habe für mich einfach gemerkt, die Person die mir am meisten helfen kann, bist du selbst. Kein anderer kann dir so helfen wie du dir selbst. Du bist die Lösung für dieser Situation. Das habe ich auch so meinem Psychiater gesagt und er konnte das in der Form nur bestätigen. Das man selbst der Schlüssel ist um aus dieser beschissenen Situation rauskommen. Was natürlich nicht heißt niemanden einzuweihen in seiner Familie etc. Zudem will ich jetzt nicht behaupten, dass ein Verhaltenstherapeut einem nicht helfen. Müsst ihr einfach ausprobieren und dann schauen ob es euch passt. Ich habe mich entschieden, dass ich es nicht brauche. Ist jetzt schon 6Wochen her, dass ich bei einem war. Ich fühl mich jetzt deswegen nicht schlechter, eher um einiges besser.

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  52. 3. Findet eine Vertrauensperson. Mindestens eine. In meinem Fall war es mein jüngerer Bruder. Keine Ahnung wie ich das alles gemeistert hätte ohne ihn. Schon allein, wenn ich das hier so tippe, schießen mir Tränen in die Augen. Bin so froh ihn zu haben. Danke jeden Tag Jesus dafür, dass ich ihn habe. Glücklicherweise hat er aus all meinen Fehlern gelernt und ist zu dem Menschen geworden der er heute ist. Er hat von Anfang an zu mir gesagt, bereits bei meinem ersten Zusammenbruch vor ihm (hatte noch einen paar Wochen später auch vor ihm), „Junge, du hast gar nix. Sowas von nichts. Hättest du irgendein wirres Zeug von dir gegeben, wäre ich der erste gewesen, der dir auf die Schulter geklopft und gesagt hätte: Auf ich fahr dich erstmal in eine Klinik. Aber du hast nichts, gar nichts. Du hast jetzt eine Krise und die geht vorbei. Ich mach mir null Sorgen um dich, sowas von Null Sorgen. Fang an dich zu denken. Du hast deiner Familie so viel gegeben, du hast mir so viel gegeben, deinen Freunden. Jeden Scheiss hast du dir angehört, immer ein offenes Ohr. Immer springst du als erste um helfen. Jetzt ist die Zeit gekommen wo du auch was für dich tun musst. Fang an dich selbst zu lieben. Nimm Hilfe an. Das ist vollkommen ok. Wir sind alle da für dich und es ist vollkommen ok, dass du auch mal auf die Knie fällst. Aber am wichtigsten: Du hast gar nichts, Junge. Alles ist gut.“ Mit der Zeit habe ich dann komplett meine restliche Familie eingeweiht als auch meine besten Freunde. Ich muss sagen, reden hilft sehr. So sehr ich früher alles in mich hineingefressen habe und immer alles alleine schaffen wollte…ja…ist einfach nicht der richtige Weg. Es gibt immer Menschen die dich leiben und bereit sind dir auch einfach mal nur zuzuhören. Mir hat es geholfen und habe hier definitiv meinen Horizont erweitert.

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  53. 4. Ernährung / Natur / Sport: Futter mittlerweile seit paar Wochen jeden Morgen zwei Omega3 Kapseln, habe auch eine Vitmanin B12 Complex Kur gemacht (2Monate lang, jeden Morgen eine Kapsel). Zudem hat mit der neue Psychiater hochdosierte Johanniskrautkapseln verschrieben (Laif 900mg, 1 Pille Abends vor dem schlafen gehen. Er meinte all das Zeug ist top für das Nervenkostüm. Da er es auch konsumiert und das schon seit Jahren und man sollte sich das Zeug definitiv in der Apotheke holen. Da ist man auf der sicheren Seite. Ist zwar etwas teurer. Aber ich denke das ist es wert. Zudem schau ich einfach, dass morgens einen frisch gepressten O-Saft trinke, auch meine Apfel esse etc. Einfach drauf schauen, dass man nicht nur scheisse frisst. Sondern eben auch gesundes Zeug. Was auch immer es am Ende vom Tag ist. Habe mich wieder im Fitnessstudio angemeldet. Gehe wieder Fussball spielen mit Freunden einmal die Woche. Simple Spaziergänge so 45-60min lang. All diese Aktivitäten fördern bei mir definitiv ein Wohlbefinden. Es ist einfach eine gesunde Ablenkung. Wenn du abgelenkt bist, denkst auch nicht über irgendeine nicht relevante kacke nach.

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  54. 5. Akkupunktur: Habe ich einfach mal probiert. Habe nun 8Sitzungen hinter mir und fühle mich einfach besser. Irgendwie entspannter. Schlaf wieder wie ein Baby seit knappen 4Wochen. Es ist unfassbar, kann es immer noch nicht glauben. Habe im Schnitt die letzten 2,5Jahre ca. 1-4Stunden gebraucht um einzuschlafen. Mittlerweile schlafe ich innerhalb von 10-30min. Kann es immer noch nicht glauben, aber es funkt 😃 Und es ist Weltklasse 😃 Denke, dass es jetzt nicht nur an der Akkupunktur liegt, sondern eher die Kombi Sport, Nahrungsergänzungsmittel und Akkupunktur. Aber vllt. ist es tatsächlich nur die Akkupunktur. Auf jeden Fall hat es mir definitv geholfen. Hatte immer kalte Füße und Hände. Mittlerweile um einiges wärmer. Nase beim schlafen gehen immer verstopft. Also immer eine Seite. Seit der Akkupunktur habe ich das Nasenspray auf meinem Nachtschrank neben meinem Bett seit 3Wochen nicht mehr benutzt. Mein Appetit ist wieder da. Ich futter wieder nach Lust und Laune und verputzt auch wieder ordentliche Portionen. Meine Lust nach Schokolade ist wieder da. Habe jeweils 2 Termine die Woche gemacht. Insgesamt 8 Mal nun. A nächster Woche gehe ich nun 1 mal die Woche hin und dann lässt man es langsam ausklingen laut der chinesischen Ärztin.

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  55. 6. Jegliche Form von Ablenkung ist gut! Habe unter anderem Hörbücher für mich entdeckt. Sowohl Fachbücher als auch simple Podcasts oder irgendwelche Erzählungen. Eine Zeitlang immer vor dem schlafen gehen. Hat mich super beruhigt. Oder auch beim Spazieren. Fachbuchseitig kann ich folgende Hörbücher empfehlen: Heilen mit der Kraft der Natur, die neue Medizin der Emotionen, Lieben was ist, Vor dem Denken / Wie das Unterbewusstsein steuert, Depressionen und Burnout loswerden, Panikattacken und andere Angstsymptome loswerden (alles bei Amazon Audible vorzufinden). Natürlich konnte ich nicht mit allem etwas anfangen was in diesen Fachbüchern aufgegriffen wird. Jedoch konnte ich aus jedem bestimmte Sachverhalte herausnehmen, welche mir persönlich geholfen haben und meine eigene Sichtweise erweitert haben. Zudem habe ich mir ein paar Bücher bezgl. Derealisation besorgt über Amazon Kindl und eben auch in einem Zug dann gelesen: Das kaputte Ich, Ausweg aus dem Sog der Fremde, Depersonilisation und Derealisation / Die Entfremdung überwinden. Des weiteren habe ich natürlich im Internet einen Haufen Zeug gelesen von Blogs bis hin zu Youtube Videos. Kann euch nur sagen: Stoppt das googlen!!! Bringt euch nichts. Macht euch nur mehr kirre. Aber beispielweise dieser Blog hier oder auch der Youtuber der Zwangsneurotiker waren immens hilfreich für mich. Viele wertvolle Tipps. Habe beispielsweise auch wieder angefangen Playstation zu zocken. Das habe ich bestimmt 5Jahre nicht mehr gemacht. Aber es lenkt mich ab und es funktioniert wunderbar für mich persönlich. Guter Film oder coole Serien sind auch für mich persönlich auch eine easy Ablenkung. Musik im Auto bewusst wieder genießen. Schön mit dem Kopf wippen und auch einfach mitsingen oder rappen 😃 Alles wunderbar. Funktioniert bei mir klasse.

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  56. 7. Soziales Leben: Nehmt einfach Teil. Auch wenn es mega schwer ist teilweise. Habe beim Fussball spielen teilweise so eine extreme DR gehabt, dass ich dachte ich klapp gleich zusammen. Ist was passiert? Nein, natürlich nicht. Habe ganz normal gespielt, funktioniert, auch meine Tore geschossen etc. Das war immer extrem bei dem ersten Spiel. Das zweite war schon besser und beim dritten habe ich schon nichts mehr gemerkt. Die heisse Dusche danach, einfach Himmel. Das zusammensitzen nach dem Spielen und Bier trinken, Himmel hoch zwei. Immer in diesen Momenten, wenn ich dann nach Hause gefahren bin, dachte ich mir: „Siehste, alles gut. Hat dir gut getan bisschen schwitzen, paar Bier, dummes Zeug babbeln etc.“ Man muss sich halt zwingen. Auch wenn man sich scheisse fühlt, bewegt euren Arsch. Hoch damit. Einfach raus. Wenn es zu viel wird, kann man immer abhauen nach Hause. Diese Option habt ihr immer. Geht einfach einen Kaffee trinken mit euren Freunden. Ruft einfach eure Family an. Telefonier mittlerweile tagtäglich mit meinen Schwestern, Eltern etc. Einfach mal bisschen quatschen: Wie ist das Wetter? Was habt ihr gegessen? Was sind die Pläne fürs Wochenende? Usw. Sucht den Kontakt und unterhaltet euch einfach. Hat mir immens geholfen. Diese simplen Dinge durchbrechen diesen Teufelskreislauf an beschissenen sorgenvollen Gedanken. Ohne das man es merkt, ist man draußen aus der DR. Klar, in dem Moment wo du dich frägst bin ich drinnen oder draußen, sieht es eher aus, dass man wieder drinnen ist. Aber: JA UND?? Da bin ich hat mal wieder drinnen, genauso komm ich wieder raus. Habe auch wieder angefangen Frauen zu daten. Siehe da, funktioniert einwandfrei. Fanden mich alle super 😃 Keine hat irgendwas gemerkt. Alles super gelaufen.

    8. Drogen: Einfach Finger weg! Nie wieder! Finger weg von jeglichem Zeug. Das Gehirn speichert dieses Erlebnis in Kombination mit der Substanz ab. Sprich, die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass man wieder einen scheiss Trip erfahren wird. Also einfach Finger weg!!!

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  57. Zusammenfassend kann ich sagen: Dieser Zustand ist definitiv die Hölle. Vor allem, wenn man nicht weiß was es ist. Aber die einzige Lösung hier raus zukommen ist: ZEIT, GEDULD, AKZEPTANZ und EINFACH IMMER WEITER MACHEN / EINFACH LEBEN. So schwer das auch für manche nun klingeln mag. Ging mir genauso, glaubt mir. Ging mir genauso. Es ist ein Prozess. Es geht einfach nicht von heute auf morgen. Das funkt nicht. Ich habe mich 33Jahre im Grunde genommen nicht um mich gekümmert. Zudem dann in der Arbeitswelt nur ein Gas gekannt und zwar Vollgas, ohne jegliche Rücksicht auf mich selbst. Wie soll ich dann von heute auf morgen wieder gleiche sein? Funkt einfach nicht. Es braucht Zeit! Es ist ein schleichender Genesungsprozess, welcher aber definitiv eintreten wird. Bei mir hat es ca. 6Monate gedauert. Habe nun den ersten schönen Monat hinter seit dieser Zeit. Ich empfinde wieder Glückseligkeit, ein simples Wohlbefinden, einfache eine wunderschöne und warme Zufriedenheit. Es gibt nichts besseres als im nüchternen Zustand dieses Empfinden genießen zu können. Ich bin mir vollkommen bewusst, dass mich die DR immer wieder packen kann. Tut sie auch immer wieder. Nur halt weitaus kürzer. Wenn sie mich packt, ist mein erster Gedanke automatisch: „Drauf geschissen! Mir kann nichts passieren! Scheiss auf dich DR! Genauso schnell ist sie dann wieder weg. Die DR ist halt ein Part von uns und es ist auch gut so, dass Sie ein Part von uns ist. Sie hat schon ihre Funktion. Das wissen wir ja alle. Jeder muss irgendwo seinen Weg finden. Dem einen passt das mehr, dem anderen halt dies usw. Einfach probieren was einem gut tut. Einfach durch probieren. Ihr werdet es schon merken was euch hilft und was euch gut ablenkt. Es ist unheimlich schwer diesen Teufelskreis an negativen und sinnlosen Gedanken mal zu durchbrechen. Der Tag wird aber kommen, 100%. Ihr werdet merken, dass es einfach von Tag zu besser wird und ihr immer weniger nutzlose Gedanken generiert. Es sind nur scheiss Gedanken. Nichts anderes. Die können euch gar nichts, aber sowas von nichts. Außer eben Angst hervorheben. Aber wie gesagt, es wird der Tag kommen, dass diese Gedanken einfach an einem vorbei ziehen werden und das immer schneller. Bis sie gar nicht mehr aufpoppen bzw. bis ihr auf diese scheisst. Weil sie eben jetzt in diesem Moment keine Relevanz haben und mehrheitlich an sich keine Relevanz haben. Das kommt, Leute. Bleibt einfach am Ball. Ihr alleine seid der Schlüssel für eure "Genesung". Ich sehe das persönlich jetzt nicht als irgendeine Form von Krankheit. Eher einfach eine Störung, die sich beheben lässt. Wie in Beinbruch. Es dauert halt. Ganz wichtig: Geduld und Zeit. So viel Zeit wie auch immer ihr benötigt ob 1Monat, 3Monate oder 12Monate. Die Arbeit rennt euch nicht weg. Wir werden noch lang genug arbeiten. Setz euch keine unnötigen Timelines. Macht erstmal alles auf was ihr Bock, was euch gut tut und was ihr immer schon mal machen wolltet. Ihr alle zusammen hier seid mit Sicherheit sehr emotional und sehr feine Menschen, wie ich. Das ist auch gut so und von der Sorte braucht die Welt einige mehr. Deswegen nehmt teil am Leben und tut was Gutes für euch. Damit tut ihr auch direkt was Gutes für euer Umfeld.

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  58. Ziemlich viel Text 😃 Habe mir hier gerade die Seele hier gerade runtergetippt 😃 Hoffe, es hilft euch ein bisschen. Wie gesagt bin zwar auch nicht komplett draußen. Aber der Zustand in dem ich mich aktuell befinde, ist einfach himmlisch. Schon allein, dass ich wieder schlafen kann. Seht die kleinen positiven Schritte und lobt euch dafür. Ihr kommt das alle raus, 100%. Scheiss auf die DR. Einfach leben ist viel schöner 😃

    Ich wünsch euch was.

    Gruß von einem geborenen Pessimisten.
    (Jedoch hat Pessimist hat auch wieder das Licht am Ende vom Tunnel gefunden 😃 Wenn ich das kann, kann das jeder 😃 )

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