Donnerstag, 12. Dezember 2013

Erfolgsgeschichten noch und noch !

Liebe Blogleserinnen und Blogleser

seit einiger Zeit beobachte ich in amerikanischen Blogs (z.B. dpselfhelp.com) aber auch hier bei uns,
dass die Erfolgsmeldungen sich häufen.

Mir ist schon früher aufgefallen, dass Leute, die den Aussteig aus der DR/DP geschafft haben, sich kaum noch zu Wort meldeten. Sie hatten das alles hinter sich und wieso sollten sie wieder in dp-Foren lesen? Das ist logisch.  Daher sah es oft so aus, dass es fast nur negative Berichte gab.

Das hat jetzt stark gebessert. In vielen Foren melden sich Menschen zu Wort, die es geschafft haben, die mühsamen irrealen Gefühle zu überwinden. Sie haben gemerkt, wie ermutigend es für andere sein kann, wenn sie erzählen, wie sich ihre Lage gebessert hat oder sie sogar ganz wieder "da" sind.

Bei den allermeisten war der Ausstieg aus der Derealisation graduell. Das heisst nicht von heute auf morgen. (Obwohl es sogar solche Berichte gibt...!)

Hier also dürft Ihr gern Eure Erfolgsberichte posten  (danke übrigens an Waldemar für die gute Idee!):

Es gibt immer Hoffnung! (Das tönt auch ein wenig weihnachtlich - passend zur Jahreszeit).. die sich häufenden Erfolgsgeschichten zeugen davon.

Alles Gute allen wünscht
Balz Ruch

Kommentare:

  1. Vor ca. 2,5 Jahren hatte ich auf einmal völlig unerwartet auf einer langen und tollen Auslandsreise eine heftige Panikattacke. Damals wusste ich nicht so recht, was da auf einmal heftiges mit mir passiert. Ich hatte auf einmal von hier auf gleich aus mir damals völlig unerklärlichen Gründen totale Todesangst! Alles war auf einmal verschwommen, die Wahrnehmung war anders als sonst und ich hatte das Gefühl, dass ich jeden Augenblick einfach durchdrehe und sterbe. Meine Gedanken damals: Ist es ein Herzinfarkt? Hab ich jetzt MS? Hab ich mir ein Virus eingefangen?

    Diesen Tag werde ich nie vergessen!!! Einfach alles war auf einmal anders! Ich wollte mich nur noch irgendwohin verkriechen und warten bis ich total verrückt werde. Denn ich war mir ganz sicher, dass ich jeden Moment die Welt der "Normalen" verlasse und total bescheuert werde und dazu auch noch sterbe. Das ganze mitten in der Mongolei. Ich brach die Reise also notgedrungen ab und wollte nur noch schnell zurück nach Berlin.

    Hier angekommen bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen. Sie haben mit mir alle möglichen Tests gemacht, aber alles schien in Ordnung zu sein. Ich wusste, aber das das nicht sein kann, denn ich hatte ja ständig das Gefühl, dass mit mir irgendwas nicht stimmt. So kam es, dass ich mich den ganzen Tag selbst beobachtet habe. Das machte alles nur noch schlimmer. Nach 2 Monaten wusste ich dann keinen Ausweg mehr und habe mich selber in die offene Psychiatrie einweisen lassen.

    Dort haben sie mir als erstes Tavor (gegen Angst) gegeben. Und da ENDLICH hatte ich keine Angst mehr und alles war wieder in Ordnung. Dachte ich! Zumindest hatte ich einen sehr schönen und angstfreien Tag. Leider ist das kein Medikament, welches man dauernd nehmen kann. So war ich dann 3 Wochen auf der Station, habe den Ärzten immer von meinen Symptomen erzählt, aber mir schien, dass keiner wirklich eine Ahnung hat, was ich meine. Sie versicherten mir nur, dass ich auf keinen Fall Schizophren bin und dass ich nicht verrückt werde. Denn NIEMAND wird verrückt, der sich erstens selber einweist und zweitens denkt, dass er verrückt wird.

    Nach dem Krankenhausaufenthalt nahm ich 8 Monate lang das Medikament Seroquel. (geringe Dosis) Das half nicht wirklich gegen DR/DP, aber ich konnte zumindest richtig durchschlafen. Sofort bemühte ich mich um einen Platz in der Verhaltenstherapie. Das war im Nachhinein auch DAS Mittel um wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

    Nach der Therapie hatte ich Seroquel abgesetzt und nahm LAIF 900 (Johanneskraut) gegen die Trägheit und Antriebslosigkeit. Ab dann ging es aufwärts! Ich hatte nur noch selten Panikattacken und die DR/DP verschwand immer häufiger und auch für längere Zeit. Nur wenn Großereignisse anstanden (meine Hochzeit) kam sie wieder. Alles was für mich Stress war, da war ich mir immer ganz sicher, dass es "gleich wieder los geht"

    Die Symptome der DR/DP wurden mit der Zeit immer weniger und kamen in immer größeren Abständen. Und wenn sie kamen, waren sie deutlich schwächer.

    Was genau mir half von der DR/DP loszukommen, kann ich nicht genau sagen. Ich denke es ist der Mix aus:
    - Bewusste und gesunde Ernährung (Vegetarisch + Fisch)
    - Mehr Bewegung (leichter Sport)
    - Verhaltenstherapie
    - Immer wenn es schlimm war, habe ich in diesem Forum gelesen
    - Ich habe mich den engsten Famielienmitgliedern anvertraut.
    - Wenn es ganz schlimm war/ist habe ich eine halbe Tavor-Tablette genommen. (Als Notfallmedi!)
    - Und das wichtigste: Ich habe mich abgelenkt! Auch wenn es am Anfang schwer war, kann ich sagen, dass es sich lohnt. Je weniger man Zeit hat zum Grübeln und ständig über die DR/DP nachzudenken, desto besser wird es den Betroffenen gehen.

    Dieses Forum ist sicher die beste Adresse für Betroffene! Ich bin davon überzeugt, dass es Betroffenen hilft. Alleine schon zu sehen, dass man nicht alleine ist und dass es andere geschafft haben.

    Gerne könnt ihr mir auch eine Email schreiben... milkjunkie@gmx.net

    Alles wird gut!

    Waldemar



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  2. Ich hab schonmal hier was geschrieben. Es sind schon 6 monate seit ich dr/dp habe. Und mir ist echt aufgefallen das dr/dp nach laune spielt. Wenn ich gut drauf bin ist es weniger stark und wenn ich schlechter drauf bin ist es stärker. natürlich kommt auch stress und angst dazu.

    Mir ist auch aufgefallen: einmal war ich basketball spielen es war ein warmer tag ich ging bis an meine grenzen und es hat angefangen stürmisch zu regnen. Aufeinmal hatte ich ein ganz anderes gefühl. Irgendwie viel verbundener mit der natur und umwelt. Ich finde wirklich sport hilft dagegen natürlich auch eine gesunde ernährung. Angst und stress sind eher ungünstig. Anders denken hilft auch dagegen. Ich bin seit 2-3 monaten in einer theraphie und ich soll trainieren resilienter zu werden. Aber auch meine gedanken soll ich ändern z.b anstatt "ich jammere weil es mir schlecht geht" soll ich eher "mir ist schlecht weil ich jammere" denken. Kaum zu fassen aber es hilft wirklich etwas lockerer zu werden.

    Nach einem traumatischen erlebnis kann passieren das man dp/dr bekommt weil man sehr viel angst u panik bekommt. Das ist laut freud ein mechanismus unsere gefühle bei einer neuen veränderung z.b panikattacken die uns angst einflößen zu schützen. Dp/dr ist halt wie eine mauer die unsere wahren gefühle beschützt. Obwohl uns bewusst ist das alles wieder in ordnung ist wenn z.b die panikattacke abklingt ist unsere psyche immernoch im alarmzustand. Unsere aufgabe ist diese mauer zu zerstören.

    Ich wünsche mir und meinen leidgenossen viel erfolg und glück. Wir werden es schaffen.

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  3. Hallo ihr lieben.
    Zuerst möchte ich diesen blog loben! Es ist wirklich einfach genial geschrieben und die tipps machen einem richtig mut. Ich hatte in 2012 ziemlich viel stress seis arbeit seis familie einfach nur probleme. Da ich dieses Gefühl von unwirklichkeit bereits kannte wusste ich woher es kam. Nachdem ich mit meinem Neurologen und meiner Psychotherapeutin mich darüber unterhalten habe war ein weg aus der dr/dp rauszukommen seine Denkweisen umzustellen. Ich hab mir richtig viel Ablenkungen gesucht. Ich hab gemalt gelesen bin viel gelaufen und hab yoga für Anfänger absolviert. Ich muss sagen das ganze hat lange gedauert! Man muss ziemlich viel Geduld aufbringen.

    Nun weiß ich woher das ganze kommt - wenig schlaf viel stress sind die topauslöser! Klar hab ich selbst heute noch diverse Ausfälle und ich komm in die dr/dp phase aber es macht mir keine angst mehr. Und wenn es mal weg ist dann ist es weg man denkt gar nicht mehr darüber nach.

    Ich drücke allen fest die Daumen die damit zu kämpfen haben und hoffe das ihr auch einen weg findet für euch selbst der dr/dp zu entfliehen! Nur nicht den Mut verlieren denn es ist wirklich heilbar!!!!

    Alles gute und liebe

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  4. Hallo Balz,

    frohes neues Jahr.
    Ich dachte schon die Seite gäbe es gar nicht mehr, da der alte Link tot ist.

    Gruß,
    Jürgen

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  5. Danke, Jürgen! Auch Dir alles Gute!

    Der alte Link ist tatsächlich nicht mehr in Betrieb. Der Blog wird dennoch viel gelesen.
    Gruss
    Balz

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  6. hallo! ich bin 17 jahre alt und die letzten monate waren der horror.. auch ausgelöst durch einen horrotrip... ich bereue es zutiefst, denn ca. eine woche danach baute sich diese scheibe vor mir auf. ich hatte solche angst eine drogenpsychose zu haben, doch meine therapeutin hält das nicht für richtig. kann das sein? kann ich einfach diese furchtbare angst und dieses "sich verlieren" während des trips meine angststörung wieder ausgelöst haben, nur stärker? über eine antwort würde ich mich sehr freuen!
    Nunja, meine erfolgsgeschichte hat noch kein happy end, aber es hat sich gebessert, das ganze ist auch erst 3 monate her.
    ich sellte mal klar: das war das erste und letzte mal dass ich irgendwas mit drogen zu tun habe. es war eine dummheit, ich wusste nicht bescheid über diese gefahren, hatte dennoch nie vor so etwas regelmäßig zu machen.
    ich wusste nicht dass man als mensch eine solche angst haben kann, ich hatte sowas vorher noch nicht erlebt. am nächsten tag war ich erleichtert dass alles vorbei war.
    ein paar tage später, in der schule bekam ich dann plötzlich eine panikattacke. ich erwähnte bereits dass ich unter einer panikstörung litt, doch diesmal war es irgendwie anders. dieses gefühl hielt viel länger an und es ging gar nicht mehr weg.ich fuhr nach hause, heulte noch auf dem weg, das kannte ich so nicht. meine mutter war da und ich heulte weil auch sie so fremd wirkte. ich konnte mich nicht mehr rühren, jede bewegung machte mir angst, jedes schwindelgefühl löste heulkrämpfe aus. ich war mir sicher durchzudrehen. als es mir am nächsten morgen noch genauso ging, glaubte ich es erst recht. schizophrenie, das muss es sein. ich ging an den nächsten tagen nicht in die schule. ich erwachte mit herzklopfen und ging damit schlafen. ich weinte so viel wie noch nie, meine mutter wusste nicht was los ist, ich hatte so eine starke erwartungsangst mir etwas einzubilden, dass ich schon heulte wenn ich nur irgendetwas vergaß oder verwechselte.so ging das dann ein paar wochen, jeder mucks wurde gleich als halluzination gedeutet. aber viel schlimmer war die vorstellung dass alles tatsächlich unreal sein könnte. dassich irgendwie hängen geblieben war, vielleicht tot, vielleicht im koma. doch eben wegen solcher gedanken hielt ich mich für schizophren. ein teufelskreis. es machte mich so fertig dass ich angst hatte mich umzubringen. ich hatte angst jemandem was anzutun und irgendwann zu WIRKLICH zu glauben alles wäre unreal. ich sah keinen sinn mehr in dieser angst und der gedanke an selbstmord machte mir noch mehr angst. ich hatte angst die kontrolle zu verlieren, obwohl ich ja noch funkttionierte. ich ertrug das alles nicht mehr, es war ausgerechnet die vorweihnachtszeit. erst dachte ich ich wäre die einzig unglückliche, dann dachte ich irgendwann jeder ist unglücklich, dann dachte ich einfach alles ist schlecht. alles menschen wirkten wie aufgeklebt auf einem weit entfernten hintergrund, ich konnte mich nicht konzentrieren, hatte nur angst. ich telefonierte, mailte und sprach mit beratungsstellen und kam zum sozial-psychatrischen dienst.
    dort lernte ich zumindest mit den panikattacken umzugehen.

    als ich wusste dass ich nicht schizophren bin und die panik bekämpfen konnte, lernte ich quasi langsam wieder zu leben.
    es geht nicht von jetzt auf gleich weg, das weiß ich, aber die rückschläge waren immer so heftig dass ich mich einweisen lassen wollte.

    mir hat immer der spruch geholfen "ich denke, also bin ich". gut, trotzdem kam mir die umwelt fremd vor.
    aber die abstände der dr werden immer größer, ich gerate nicht mehr so schnell in panik, ich begrüße das ganze als ungebetenen gast und akzeptiere es als schutzfunktion.
    ich bin sicher es ist nur eine frage der zeit bis ich (und wir alle!) wieder "normal" bin (und sind).

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    1. Hallo! Was du hier schreibst, kommt meinem Fall ziemlich nahe. Auch mich traf es vor ungefähr 3 Monaten... Und auch ich habe eigentlich nichts mit Drogen am Hut, konsumierte aber aus Stumpfsinn und Gruppendruck Cannabis Küchlein. Diese Küchlein beförderten mich in einen Horrortrip..(Welche Droge war es bei dir?) Ich hatte Angst zu sterben und entschied sogar mich in die Notfallaufnahme zu begeben. Nach ca. 5 Stunden war ich wieder in der Wirklichkeit angekommen und meine Ängste waren verflogen. Ich war einfach nur froh, dass ich diese ***** überstanden hatte und schwor mir, dass ich nie wieder einen solchen Fehler machen werde. Ich lebte wieder weiter, besuchte die Uni und ging dem normalen Tagesablauf nach. Doch immer wieder kamen Ängste in mir hoch, die ich zu verdrängen versuchte, was mir eigentlich ganz gut gelang. Nach ungefähr 3 Wochen hatte ich Schlafstörungen, konnte zwei Nächte hintereinander nicht schlafen. Auch daraus machte ich mir nicht viel, das Wochenende stand vor der Tür und ich hatte keine Bedenken, dass ich wieder nicht schlafen könne. So war es dann auch, ich schlief wie ein Stein. Doch als ich aufstand war nichts wie vorher. Ich hatte ein seltsames Gefühl und alles schien unecht. Ich weinte und dachte ich drehe bald durch. Daraufhin verbrachte ich ca. 4 Tage im Bett und wartete bis ich wieder "normal" werde, doch nichts geschah. Im Gegenteil, denn ich steigerte mich immer tiefer hinein und das Gedankenkarusell begann sich immer schneller zu drehen. Ich besuchte eine Gesprächstherapie, woraufhin ich begann zu lernen, damit zu leben. Dies ist nun 2 Monate her und ich befinde mich seither in einem auf und ab. Immer wieder schleichen sich wieder Ängste ein. Doch die Talsohle ist erreicht und der Aufstieg ins normale Leben zurück hat bereits begonnen. Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass man sich nicht unterkriegen lässt und sich stets abzulenken und seine Gedanken stets ins positive zu lenken weiss.

      Ich wünsche allen Leidgenossen viel Kraft, Mut und Zuversicht!

      Und ja, vielen Dank für diesen Blog! Als ich den entdeckt habe, viel eine riesen Last von mir... Zu wissen, dass man nicht alleine ist, ist enorm wertvoll! Danke...

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    2. Hei, wie geht es euch denn jetzt? Ich hatte vor ca 3 monaten eine panikattacke auf drogen und jetzt ist alles anders.

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  7. Hallo!

    Was Du beschreibst, ist haargenau, was viele aufgrund von Drogenkonsum erlebt haben. Du weisst also immerhin, dass Du überhaupt nicht irr bist oder schizzophren und gar nichts. Das ganze ist wie eine Spirale, die einen runterzieht. UND genau gleich ist der Prozess, der einen wieder in die Realität hinauf zieht. Eine Spirale, d.h. es geht einem in EINEM Aspekt wieder besser (z.B. die Panik ist nicht mehr so stark oder so häufig). In einem anderen Aspekt noch nicht sofort. Dann beruhigt sich mehr und mehr der innere Stress. Dann gibt es durchaus wieder einen "Rückschlag", dann geht es wieder besser etc. Die Spirale ist ein gutes Bild, denn wenn man sich drauf bewegt, hat man den Eindruck, es sein ein Hin-und-Her zwischen besser und Rückschritte. Aber das täuscht: die Spirale selbst geht IMMER nach vorne, d.h. man bewegt sich immer zur Besserung hin, nur halt langsamer als auf einer Geraden.

    Von dem her, Danke für Deinen Bericht, es geht wirklich vorwärts! Weiterhin viel Mut und Elan und lass Dich nicht einschüchtern, Du bist auf dem richtigen Weg, auch wenn er halt etwas länger braucht... ;-)
    Alles Gute!
    Balz

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  8. Das Bild mit der spirale ist wirklich treffend! Es ist schön zu wissen, dass ich nicht alleine bin und das ganze auch wieder vergeht.
    Vielen Dank für deine Antwort und deinen Blog!!!

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  9. Welche Drogen hast Du denn konsumiert? "Trip" klingt ja eher nach Halluzinogenen, wie z.B. LSD oder Psilocybin-Pilzen.
    Die Symptome, die Du beschreibst, könnten aber auch schon durch Cannabis ausgelöst werden.
    Zu Deiner Beruhigung kann ich sagen, dass Deine Symptome sich eher nach Angst- bzw. Panikattacken anhören, als nach einer Psychose/Schizophrenie.
    Psychotiker merken für gewöhnlich nicht, dass sie erkrankt sind, da diese Krankheit eine sogenannte "Ich-Störung" ist.
    Allein schon die Tatsache, dass Du über die Symptome so sehr nachgrübelst und befürchtest, dass es eine Psychose bzw. Schizophrenie sein könnte, zeigt, dass es wahrscheinlich keine ist.
    Klingt doch beruhigend, oder nicht? :-)
    Psychotiker halten ihren Wahn für real. Meistens sind es die Angehörigen, die merken, dass es etwas mit der betreffenden Person nicht stimmt.
    Deine Symptone klingen - so wie Du sie beschrieben hast - eher nach Angst- und Panikzuständen.
    Ich bin natürlich kein Arzt und es ist nur mein persönlicher Eindruck, aber ich hatte das damals auch vom Cannabiskonsum. Nicht jedes mal, aber oft genug. Auch in der Zeit danach, war ich oft verunsichert und stand noch unter dem Eindruck, der durch die Drogen ausgelösten Angst.
    Der veränderte Bewusstseinszustand unter dem Drogeneinfluss ist halt sehr ungewohnt und kann beängstigend sein - auch danach noch.
    Gerade die modernen Cannabissorten sind sehr hochgezüchtet und enthalten viel THC. Teilweise doppelt soviel, wie noch vor 15-20 Jahren.
    Normalerweise geht die Angst aber vorbei mit der Zeit. Beobachte es, wenn es wiederkommt oder Dich zu sehr herunterzieht, dann such Dir professionelle Hilfe. Ein erste Anlaufstelle kann beispielsweise der Hausarzt sein, der Dich dann an die entsprechenden Stellen überweist.
    Du kannst Dir aber sich sein, dass es mit der Zeit weggehen wird und vor allem, dass es nicht gefährlich ist, sondern Dir nur gefährlich vorkommt.
    Also: Durchatmen, ruhig bleiben und es vergehen lassen. :-)

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  10. Hallo Leute,
    Kurz zu mir ich bin 20 Jahre alt und hatte vor 3 Monaten ein einscheidendes Erlebnis nachdem ich umgezogen bin.
    War im Krankenhaus wegen Brustschmerzen Verdacht auf eine tödliche Herzkrankheit und so weiter....
    Daraus hat sich eine Angst entwickelt und vor allen Dingen die Angst verrückt zu werden.
    Ich kann dich beruhigen hatte die Derealisation komplette 3 Tage weg in dem ich einfach immer einen Gedankenstopp gemacht habe und jede Aufgabe konzentriert erledigt habe.
    Ich denke nicht dass du das hast.
    Punkt 1 ist du schreibst hier ins Forum und suchst Hilfe!
    Du weist dass du ein Problem hast und das einzigste Problem bei dir liegt darin dass diese wirre Gedanken dich fertig machen wass die Derealisation erhöht etc....

    Ich gebe dir ein paar Tipps was dir helfen kann:
    mach Sport...
    such dir einen geregelten Tagesablauf...
    geh zu einem Psychotherapeuten...
    versuche die Dinge konzentriert und mit Ruhe zu erledigen auch wenns schwer fällt
    mach Dinge die dir früher freude bereitet haben...
    beschäftige dich mit anderen Themen Zeitung lesen somit wirst du mehr in die Realität geholt...
    UND VOR ALLEN DINGEN MUSST DU DEINEN ZUSTAND AKZEPTIEREN UND DIR POSITIVE GEDANKEN MACHEN! DANN WIRD ES DIR SCHNELL BESSER GEHEN.

    Gegen die Unruhe würde ich dir Gingium empfehlen ist zwar teuer und eigentlich nicht für die Angst macht aber einen klaren Kopf und ausgeglichener finde ich.

    Und wie gesagt die Scheibe war 3 komplette Tage weg.
    Allerdings habe ich dann darüber gegrübelt und schwupp war sie wieder da!!!

    Drogeninduziert denke ich nicht das ist einfach nur ein punkt was dir mehr angst macht, dass es sein könnte!

    Mit freundlichen Grüßen
    TB

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  11. Hey :)

    Es wär echt voll lieb wenn mir wer auf den Kommentar antworten könnte und ihn euch ganz durch lest :) .

    Also ich bin 15 und die Derealisation( bin mir ziemlich sicher dass es Derealisation ist) hat bei mir vor ziemlich genau 2 Jahren angefangen.
    Soweit ich mich erinnern kann hat es im Skilager/Schullandheim angefangen, wo wir mit unserer Klasse waren.(Kann sein, dass es schon bereits davor angefangen hat),die ersten merkwürdigen Gedanken waren (als wir gerade Schneeschuhwandern waren und ich schon total fertig war): Wieso leg ich mich jtz nicht einfach in den Schnee, ich bin total fertig, würd sowieso keinen interessieren.
    Also ich hab quasi eine Art Sinnlosigkeit darin gesehn weiterzumachen(sry wenn ichs kompliziert erklär).Ab da ist mir die Welt dann anders vorgekommen, unreal und einfach nur komisch. Habs aber nicht wirklich ernst genommen damals und als ich dann wieder daheim war und ein Buch gelesen hab, war der nächste Gedanke an den ich mich erinnern kann, warum ich überhaupt les, was der Sinn davon ist. Wie gesagt, hab ich mich da richtig komisch gefühlt und hab es aber darauf geschoben, dass ich gerade wieder heimgekommen bin und nur ein wenig durch den Wind bin.Soweit sogut, aber dann fing es an, dass ich jeden Tag Bauchschmerzen bekam sobald ich in der Schule nur für kurze Zeit im Klassenzimmer saß. *

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  12. *(hat nicht alles in einen kommi gepasst :'D)Und auch daheim sobald ich was gegessen hatte hab ich fürchterliche Bauchschmerzen gehabt. Da war die Derealisation noch nicht so schlimm und ich hab sie kaum bemerkt(wusste damals noch nicht was mit mir los war). Ich war bei vielen Ärzten, die mir nicht helfen konnten. Dann fingen die Sommerferien an und mir ging es eigentlich super, aber sobald die Schule dann wieder begonnen hat, bekam ich wieder jeden Tag Bauchschmerzen. Wieder viele Arztbesuche, jeden Tag der Gedanke, dass zur Zeit alles irgendwie komisch ist, hab diese Merkwürdigkeit aber weiter nicht beachtet. Als ich dann im Krankenhaus, wegen einer Magenspiegelung war, bekam ich eine Betäubung. Nach der OP, als die Betäubung immer noch wirkte, ich aber wach war, waren die Bauchschmerzen und die ganzen Verdauungsprobleme weg und es ging mir in dem Punkt nach langer Zeit wieder für ein paar Stunden super. Die Ärzte haben damals gesagt, dass sie nichts gefunden haben und dass es am Stress lieg und die haben mir dann sowas wie ne Selbsthilfegruppe vorgeschlagen( glaub ich jdf^^) :D naja jedenfalls hab ich des damals auf gar keinen Fall geglaubt, meine Eltern auch nicht^^. Nachdem ich dann im Krankenhaus war, waren die Bauchschmerzen komischerweise besser, ich hatte sie nur noch in den ersten Schulstunden und ja..^^ Dafür wurde dann aber die Derealisation stärker und ich hatte für kurze Zeit auch Depressionen hab mich über nichts mehr freuen können, mein Geburtstag (Herbst) war einfach nur, naja, der Begriff "kalt" oder "tot" erklärts am besten, ich war so verwirrt die ganze Zeit und konnt mir selber nicht erklärn worans lag, hab die Dinge nicht richtig wahrgenommen und am Ende von meiner Geburtstagsfeier fast geheult. Ich weis nicht, ob ich meinen Eltern vor oder nach Weihnachten erzählt hab, dass ich glaub, dass ich Depressionen hab. Jedenfalls hab ichs bereut, naja nicht direkt bereut, aber es hat nichts gebracht, weil meine Mum es auf die Pubertät geschoben hat (wow, kann schon sein, aber soll ich jtz 7 Jahre so verbringen?). An Weihachten ging es mir sichtlich besser, ich war glücklich, Depression war weg. (falls es eine war) Derealisation: Immer noch da. Ich wusste es wie gesagt damals noch nicht, WAS es war, aber ich hab zu vielen meiner Freunde gesagt: Was wenn das Leben nur ein Traum ist?
    So ist es mir damals wirklich vorgekommen und ich hab viel über die Welt nachgedacht und..^^ In der Schule geht es mir inzwischen viel besser, weil ich weis wie ich es kontrollieren kann, es gibt immer wieder Momente, die mir so richtig angst machen und in denen ich mich zwingen muss mich zu entspannen, weil ich dann auch wieder richtig Bauchweh bekomm. Aber am schlimmsten ist es bei mir einfach nur, wenn ich an ungewohnten Orten bin bzw Menschenmassen, wie z.B. ein Projekttag von unserer Schule, wir mussten in einem Kreis sitzen und ich kann wirklich nur sagen, dass die 1.Stunde die absolute Hölle war und ich daran dachte einfach rauszurennen, weil mir alles so unwirklich und abnormal vorkam. Mit der Zeit hab ich mich aber an die Umgebung gewöhnen und entspannen können. In Restaurants ist es auch sehr schlimm, Kino mal so mal so. Wie gesagt: Menschenmassen. Die erste leichte Panik, die ich verspürt hab und an die ich mich erinner, war auch vor 2 Jahren und zwar vor dem Kino in einer Schlange, wo ich mit einer Freundin telefonierte, die bereits im Kino war und die Karten schon hatte, kA aber ich war/bin iwie mit der Situation überfordert.. ._.
    Naja mach jtz manchmal Entspannungsübungen, geh vll zu einer Psychologin (durch eine Freundin) und hoffe einfach dass es bald besser wird...!

    Tut mir echt leid, dass es soviel zum Lesen war! :( Könnt echt noch viel mehr schreiben^^ Wär aber trzd voll nett wenn mir jmd antwortet :3

    LG

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    1. oh wow unsere erfahrungen sind soooooooooooo ähnlich! krass

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  13. **Oke hab doch noch was wichtiges vergessen und zwar an meiner Konfirmation, war es wieder besonders schlimm, hab fast zum heulen angefangen ohne Grund, mir wurde alles zuviel und danach war ich so fertig, obwohl es eigentlich keinen ´Grund gab... ._. ^^

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  14. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    1. Ja, also ich würd jtz nicht sagen, dass es garnicht mehr da ist, sondern dass ich es entweder fast garnicht bemerk oder es richtig krass schlimm ist. Wenn ich Zuhause bin und Musik hör oder irgendwas anderes, was mich ablenkt geht's mir eigentlich super, wenn ich von der Schule nach Hause komm bin ich auch immer richtig erleichtert. Ich versuch Zuhause und in der Schule einfach nicht dran zu denken :).

      Danke! :)

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  15. Hallo zusammen.

    Ich leide an konstanter Derealisation seit meinem 17. Lebensjahr (werde heuer 30). Nach bisherigem Stand ist meine Derealistion wohl eine Folge der massiven sozialen Phobie, die ich seit der Jugend mit mir herumschleppe.

    Ich möchte mich erstmal sehr beim Macher dieses Blogs bedanken. Es tut gut positives zu lesen.

    Mich würde interessieren ob es ein deutsch sprachiges Forum zum Thema gibt und ob Interesse an einem solchen bestünde?

    Viele Grüße!

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    1. Hallo! Ja, es gibt ein solches Forum; allerdings habe ich die URL-Adresse nicht mehr, sie sind nämlich "umgezogen". Sie müssten sich mal durchgoogeln.
      Viel Glück und alles Gute!
      B. Ruch

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  16. Hallo,

    Ich möchte lieber anonym bleiben. Erst einmal bin ich auch sehr dankbar, dass sich hier jemand die Mühe macht, um Menschen wie mir, die auf der Suche nach "Hilfe" und sei es auch Leuten, denen es ähnlich geht wie mir, zu helfen.
    Ich habe seit 2 Jahren Derealisationseffekte bei beruflichem und emotionalem Stress. Mich würde interessieren, wie ihr damit in der Arbeit umgeht? Ich habe einen sehr zeitraubenden, herausfordernden Job als Rechtsexpertin. Zeitweise kann ich aber kaum arbeiten, weil sich alles um mich herum so anfühlt, als wäre mir schwindlig, hätte ich Kopfweh oder wäre eben alles einfach nicht real, wie in einem Schleier. Was tut ihr dann? Ich kann da ja in der Akutsituation mit zwei weiteren Leuten im Zimmer schlecht Sport machen, Achtsamkeitsübungen oder wasweißichwas. Ich muss einfach meine Arbeit leisten, da hilfts nix. ....

    Liebe Grüße,

    M.

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  17. Hallo, M.
    ich weiss genau, wovon Sie sprechen! Das war für mich wirklich auch eine Herausforderung, im Büro , bei Gesprächen mit Mitarbeitenden etc. etc. trotz DR weiter zu machen. Zu Beginn musste ich einfach "trotzdem" versuchen, mich zu konzentrieren.
    Die expliziten Achtsamkeitsübungen z.B. die macht man natürlich NICHT während man etwas anderes tut. Aber wenn man darin geübt ist, kann man übergehen zu den indirekten, impliziten Übungen. Da geht es darum, das, was man gerade macht (z.B. Zähne putzen etc.) ganz bewusst, vielleicht sogar extra langsam und alles wahrnehmend zu tun. Ich weiss noch meine erste Sitzung, die ich auf diese Weise überraschend gut meisterte. Ich beobachtete einfach: "..jetzt atme ich....jetzt höre ich Frau XY zu...jetzt bemerke ich, wie Herr XY darauf reagiert...jetzt stelle ich fest, dass mir selber etwas dazu einfällt...." Durch genaues Wahrnehmen dessen, was sich vor meinen Augen abspielte wurde der Fokus auf die äussere Welt gelenkt....nach und nach. Zwar hatte ich GLEICHZEITIG das Gefühl, es sei alles nur erträumt, aber dieses Gefühl verlor zusehends an negativer Bedeutung. Spätere Sitzungen waren dann schon einfacher; ich war immer z.B. schon etwas weniger belämmert. Mit der Zeit ging es immer besser.
    So war's auf jeden Fall bei mir. Aber mal sehen, ob andere anderes erlebt haben oder andere Strategien entwickelt haben.

    Alles Gute!
    Balz Ruch

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    1. Ich habe in letzter Zeit öfters so eine Art Mini-Derealisation. Es tritt ausschließlich auf, wenn ich alleine bin.
      Ein wirklich widerliches Gefühl: So als würde man sich selbst von außen, wie eine fremde Person beobachten. Sehr, sehr merkwürdig. Fremdheit im eigenen Körper, im eigenen Kopf. Könnte mich danach immer regelrecht schütteln.
      Auch jetzt beim Schreiben kommt es leicht.
      Meistens ist es nach ein bis zwei Minuten vorbei und man kann sich auch leicht davon ablenken. Aber unangenehm ist es trotzdem.
      Kenne das übrigens schon, seit ich ein Teeny war. Dazwischen war es auch mal jahrelang weg. Was der Auslöser ist, kann ich nicht genau sagen.
      Vielleicht zuviel Beschäftigung mit sich selbst bzw. den eigenen Gedanken?

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  18. Hallo Balz

    ich hatte letze woche endlich den Termin bei dem Psychiater und ich habe echt Glück weil der echt klasse ist. Das erste was er aufgeschrieben hatte war DP/DR als ich ihm versucht habe zu erklären was los ist. Er meinte ich sei alles andere als ein schräger Vogel sondern bei mir ist rein biochemisch ein Ungleichgewicht aufgrund der Entwicklung in meiner Vergangenheit. Dazu meinte er dass erstmal Plan A eine Verhaltestherapie wäre und Plan B Medikamente.

    Ich selbst habe mich irgendwie daran gewöhnt. Ich bin auch nicht eingeschränkt beim arbeiten oder wenn ich mit Freunden rausgehe. Es ist "nur" noch die Wahrnehmung Ich frage mich nur warum Menschen es 20 Jahre lang haben. Das ist die einzige Sorge die ich noch habe, dass ich "umsonst" mich versuche zu entspannen und es eigentlich eine andere Ursache hat. Angstgefühle Angstgedanken oder Panikattacke habe ich nicht. Mein Ohr habe ich auch untersuchen lassen. Ich habe das sogenannte Stressohr. Echt nervig.

    Liebe Grüße

    Valbuena

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  19. Hey ;)

    ich leide momentan seit 8 Monaten an der Derealisation aber habe weder panikattacken noch schwindel druck im Kopf , flimmern in den Augen , am anfang hatte ich zwar 1-2 mal panickattacken direkt nach dem ich die DR/DP bekommen hab und ich nicht wusste was los ist ,

    nun ja anfangs war es so das ich mich selbst nicht erkannt hab , weder meine hände oder sonstiges körperteil aber dieses Phänomen verschwand nach 1-2 Monaten so das ich nur noch mit der Derealisation zu kämpfen hab -.- dies macht mich so fertig , bin am weinen weil ich kurze flashbacks krieg wie es davor war am see oder sonstigem zu chillen oder wie es ist einfach sinnlos in der stadt mit kumpels zu quatschen , nun ja mein Psych dok weiß was ich hab und der ist der festen überzeugung das verschwindet wieder aber ich sollte mich gedulden.
    ich verfolge meinen normalen alltag rumhängen mit kumpels , hier und da blödsinn machen wie man das halt macht mit 21, keiner merkt was an meinem zustand außer ich :P

    dennoch hoffe ich diese scheiße geht vorbei , ach ja ich hab nen horror trip nach dem kiffen gehabt, nach 3 stunden war der vorbei danach bekam ich so 1 x die woche so 3 sek flashs von der derealisation hab mir nichts gedacht , dann war ich krank (fieber halsschmerzen) bekam antibiotikum und boom während ich fernseher geschaut hab kam mir alles wie im film vor ..

    gibt es jemanden dem es so ähnlich ging ? und weiß was man am besten dagegen unternehmen kann , wenn ich lese das es einige leute schon seit 5jahren bzw 10 jahren haben ,denke ich schon arg nach suizid zu begehen ,* was nicht der fall sein wird ^.^ da ich meine eltern zu sehr liebe

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    1. Ja!!! genau so ist es mir auch ergangen!!! Exakt gleich!! Wie geht es dir jetzt?

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  20. Hallo!
    Das Phänomen, die eigenen Hände/den Körper nicht als eigenes wahrzunehmen, nennt man Depersonalisation. Dass das von alleine verschwunden ist, ist schon ein total gutes Zeichen. Das ist nämlich die happigere Beeinträchtigung als die DR.

    Meine erste DR-Erfahrung (da war ich wenig älter als Du jetzt) ging auch von selber vorbei, allerdings erst nach 2 Jahren. Die zweite DR-Phase ging hingegen dank Therapie und Medikamenten viel schneller vorbei.
    Das heisst, Dein Psychiater hat vollkommen recht, Du musst etwas Geduld haben und Dich nicht darauf fixieren (weder auf die DR noch auf die Heilung der DR).
    Und was auch hilft: FINGER WEG von Drogen aller Art.

    Alles Gute!
    Balz

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  21. Hallo lieber Autor,
    erst einmal vielen vielen lieben Dank für diesen Blog, gerade zu meiner Anfangszeit der DP/DR hat mir der Blog sehr geholfen und einen Lichtblick am Ende des Tunnels verschafft.

    Aktuell leide ich seit etwa 14 Monaten an einer 24/7, sprich dauerhaften, DP/DR.
    Was ich mich die ganze Zeit frage ist, ob es am Ende eines langen, anstrengenden Prozesses wirklich den Punkt gibt, wo die Symptome einfach komplett bewusst und spürbar fort sind ( das dies nicht zwingend von 0-100 passiert ist mir leider klar) man also quasi geheilt davon ist oder ob es vielmehr ein erfülltes Leben trotz und mit den Symptomen ist, was mit einer Art "symptomfreiheit und Heilung" gleichgesetzt wird? Also quasi etwas wie gute Miene zum Bösen Spiel?

    Wäre supernett, wenn du mir antworten würdest, würde mich doch sehr beruhigen!

    Viele liebe Grüße!

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  22. Hallo,

    bei den allermeisten ist es so, dass sie zuerst ein normales Leben TROTZ den Symptomen zu leben versuchen, d.h. diese nicht mehr so stark beachten und DANN nach und nach merken, dass die Symptome tatsächlich langsam verschwinden.
    Alles Gute!
    Balz

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  23. Hallo Balz,

    ich leider jetzt seit 7 Monaten an Dp/Dr ausgelöst durch nervöse und ängstliche zustände in der bahn. Trigger dafür war denk ich das Cannabis rauchen. Jetzt war ich beim Psychiater der zu mir meinte, dass ich eine Verhaltenstherapie machen sollte und vielleicht wenn ich möchte ein leicht dosiertes neuroleptikum nehmen sollte, nämlich Ziprasidon 20 mg.

    Er meinte, dass ich so ne bewusstseinserweiternde eindrücke oftmals eine vorstufe einer psychose sein könnten oder allgemein Menschen die sehr teif empfinden solche Dinge durch Cannabis rauchen bekommen. Ich bin echt verwirrt was das angeht. Ich mache auch regelmäßig sport und auch all meine Ängste und Panikattacken seit langem besiegt. Nur das optische ist mir noch geblieben was mich irgendwie traurig macht. Ich weiss schon garnicht mehr wie es normal war. Ich weiss nur es ist anders und irgendwie ist das andere nicht schön.

    Wäre schön wenn Sie mir einen Tip geben würden oder eine Richtung

    Lieben Gruß

    Sebastian

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  24. Hallo, Sebastian

    Ich kann Sie beruhigen: Wenn Sie seit die DR schon 7 Monate haben, können Sie nicht psychotisch werden. Leider gibt es sogar von Psychiatern diesen Fehlschluss. Und zwar geht der so: WEIL bei Psychosen ein Teil auch DR/DP-Phänomene auftreten, glauben sie, dass im Umkehrschluss DR eine möglich Vorform der Psychosen ist. Hingegen ist noch und noch erwiesen: DR führt NIE zur Psychose!
    Die Idee mit der Verhaltenstherapie ist hingegen gut. Es geht in erster Linie darum, den inneren Stresslevel und vor allem die dauernde Selbstbeobachtung in den Griff zu bekommen. Und da hat sich die Verhaltenstherapie tatsächlich als sehr gut erwiesen.
    Was die Medikamente angeht: Ziprasidon wird bei Psychosen und Schizophrenie eingesetzt, ist also schweres Geschütz. Die Dosiesrung 20mg ist allerdings recht mild, d.h. es kann sein, dass eine positive Wirkung entsteht.
    Vielen (mir zum Beispiel) halfen SSRI (Antidepressiva), die langfristig eine Beruhigung erzielen. Vor allem wenn sie auch gegen Zwangserkrankungen einsetzbar sind (z.B. Paroxetin), da sie das Dauergrübeln herunterfahren.
    Just neulich schrieb jemand in diesem Blog, dass ihm Lamotrigin (ein Antiepilektikum) half.
    Sie sehen, es gibt verschiedene Möglichkeiten. Nur....man findet es erst durchs Ausprobieren heraus.
    In diesem Sinne reden Sie nochmals mit Ihrem Psychiater und lassen Sie sich Alternativen erklären.
    Alles Gute!!
    Balz Ruch

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    1. Hallo,
      Ich hatte ebenfalls eine panikattacke vor 5 monaten aufgrund von Drogen (Kokain,xtc,Marihuana, Alkohol). Die nächsten Tage hat sich ein druck im kopf bemerkbar gemacht, benebeltes Gefühl, wie hinter einem Schleier. Seit 4 Monaten nehme ich nun Trittico (antidepressiva) und die Symptome haben sich deutlich gebessert. Der Schleier ist eigentlich komplett weg. Ich fühle mich nur manchmal benebelt, meistens ist das am Sonntag, wenn ich wenig oder nichts zu tun habe. Nun meine Frage: Ab wann kann ich mit dem trittico aufhören? Wie war das bei dir? Lebst du jetz ganz ohne antidepressiva und wann hast du es abgesetzt?
      Anschließend möchte ich mich noch über diesen Blog bedanken. Es ist echt gut das hier zu lesen, dass es Leute es geschafft haben wieder ohne Symptome zu leben.
      Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
      Danke! :)

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    2. Hallo,
      wie sieht es aus, ab wann weiß man, dass man das Antidepressivum absetzen kann? wie war das bei dir?
      Danke!

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    3. Das kommt auf den Arzt drauf an, meiner meinte, nach 2 1/2 Jahren, man könne es ganz langsam herunterfahren auf die Hälfte, dann einen Viertel und dann ganz ausschleichen. Es gibt aber auch Leute, die es länger verwenden.

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    4. Danke für deine Antwort :)
      Lebst du jetzt komplett ohne SSRI?
      lg

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  25. Danke für Ihre Antwort :)

    also ich wunder mich nur darüber, dass er gesagt hat, dass sich das mit dem Licht vielleicht wieder einpendelt und es vom Cannabis kommt. Ich war z.B schon immer ein sehr beobachtender Mensch und dazu meinte er dass mich jetzt diese Reize, die ich sonst auch mehr wahrnehme als Andere,überfluten. Ich sehe das als eines der Hauptgründe des Grübeln. Deswegen fühle ich mich beim grauen Wetter irgendwie leicht sicherer.

    Ich erkenne mich im Spiegel wieder. Bloss das Gefühl zu mir Selbst, zu meiner Freundin, Familie und Freunde. Als wär ich ein anderer Mensch. Aber ich kann über Witze lachen. Sogar herzlich hatte ich gestern ein Lachanfall mit Tränen.

    Ich verstehe nicht wovor der Kopf mich schützen will? Oder sollte? Ich hatte weitaus schlimmere Zeiten.

    Lieben Gruß

    Sebastian

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  26. Hallo meine leidensgenossen :))
    Ich bin 17 jahre alt und weiblich


    Ihr glaubt gar nicht, wie gut es tut, das hier zu lesen.

    Alles fing mit dem starken konsum von cannabis an.

    Ich leide seit einem halben jahr an derealisation und habe manchmal schwer damit zu kämpfen. Diese unwirklichkeitsgefühle sind einfach mein dauerbegleiter- mein neuer verhasster kumpel. Ich habe sehr viel im Internet darüber gelesen und meistens nur negatives. Das machte mir Angst. Angst, mein leben lang dieses Gefühl bei mir zu haben. Doch so manche berichte hier machsn mir gerade echt mut und ich werde morgen mit optimistisch zum psychologen gehen.

    Vielen dank !!

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  27. Wenn ich lese, andere leute haben das seit 10 jahren , kommt mirs kotzen ! euch nicht ?
    Habe bis jetzt 2 mal gelesen das jemand zurück zum leben gefunden hat -.- 1 mal auf Youtube und 1mal hier :(

    Ich leide seit knapp einem Jahr an Derealisation , habe weder eine Sozialephobie , Depressionen, oder sonstige Angststörungen -.- ausgelöst wurde meine Derealisation durch eine Panikattacke nach dem Konsumieren eines Antibiotikums bzw. Schmerztablette & Kiffens , seit dem hab ich diesen zustand 24/7 non stop was mein Leben nicht mehr Lebenswert macht ...

    Seit dem ich denken kann hab ich ein Problem mit meiner Nase weshalb ich mein Gesicht immer verstecke ^.^ aber sonst fällt mir nichts ein was dieses Gefühl der Derealisation hervorgebracht hat. (evtl. wirds nach einer Nasen OP besser ?, weil meine einzigste angst ist ausgelacht zu werden wegen der ! was denkt ihr ?)

    Naja , wieso hab ich nur soviel gegoogelt -.- ich hoff bei mir dauerts keine 10 jahre :D ansonsten lass ich mir schon mal ein Grabstein anfertigen

    Achja ich nehme Aminosulprid oder so und noch irgendein Zeug was mir mein Psychatir verschrieben hat

    evtl. habt ihr ja noch paar links die mich aufmuntern und zeigen wie es leute rausgeschaft haben aus dieser scheiß Derealisation ( <- wie ich dieses wort hasse )

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  28. hier habe ich noch einen sehr interessanten link für euch : http://exempt1.de.tl/Userbericht-d--Kiffen.htm

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  29. Kommt hier wer aus Hannover oder Umgebung?? Mann könnte sich ja mal treffenund bisschen qquatschen

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  30. verdammt diese scheiße macht mich fertig -.-

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  31. Hallo ich habe eine Problem. Hab seid 6 wochen eine sehr starke derealisation und depersonalisation mit panikstörung. Habe mich selber einweisen lassen und ich werde auf lyrica und doxepin eingestellt. Habe den Ärzten meine Beschwerden geschildert und leider haben Sie gemeint ich hätte ein psychotisches Syndrom. Meine Symptome wie dass ich mich nicht mehr spüre alles unwirklich ist ich mich nicht mehr konzentrieren kann und mir nichts merken kann etc haben sie etwas abgetan. Ich weiß nicht mehr weiter. Kann mir die medikation trotzdem helfen. Leider lassen die Ärzte nicht mit sich reden.

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  32. Klingt vielleicht ein bisschen widersinnig, aber ich finde es wichtig, dass man diese Störung, die Derealisation, erst einmal annimmt und sich nicht mit aller Macht dagegen stemmt.
    Akzeptiere es als einen Teil von Dir, der im Moment nun mal präsent ist. Wenn Du es annimmst, kannst Du es besser bearbeiten und es verleiert automatisch etwas an Schrecken.
    Das Kiffen ist meiner Meinung nach nur indirekt Schuld. Als ich damals mit 18 meine ersten Joints rauchte, ging ich die Sache zunächst aus einer noch recht jugendlich-naiven Position an.
    Das Cannabis-High ist dann aber so eine einschneidende Erfahrung gewesen, die mich in eine Art Schockzustand versetzt hat. Ich glaube, es war vielmehr die ungewollte, plötzliche Erfahrung, das Sehen dieser neue Seite der Realität, auf die ich nicht vorbereitet war.
    Dazu kam die körperliche Erfahrung: Herzrasen, kalte Hände, Kreislaufveränderungen, trockener Mund, rote Augen, einhergehend mit Gedankenrasen und manchmal Paranoia.
    Es ist nicht so, als würde das Kiffen per se die Derealisation begünstigen, aber es sind die genannten Begleiterscheinungen, die ihr Übriges dazu tun.
    Das kann einen schon ganz schön aus der Bahn werfen, je nachdem wie vulnerabel man ist. Letztens habe ich noch einen Fachartikel gelesen, wonach Cannabis bei verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich wirken kann. Manche können kiffen ohne Ende und ihnen geht es blendend, andere bekommen psychische Störungen schon bei kleineren Mengen. Es scheint eine gewisse genetische Veranlagung zu geben.
    Hinzu kommt, dass Cannabis durch Kreuzungen und Genmanipulation heutzutage stärker ist, als noch zu meiner Zeit, in den 90er Jahren.
    Auf jeden Fall darf man nicht vergessen, dass dieser unschöne Zustand mit der Zeit vorbei geht. Mich erwischt die Scheibe nur noch selten und meistens komme ich gut damit klar. Also - wenn es Dir jetzt auch nicht gut geht, bleib cool, bleib rational, das Gefühl vergeht wieder, versprochen. :-)

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  33. Einfach mal ein RIESEN dankeschön an diese seite und die positiven posts! Dp ist heilbar, lenkt euch so gut es geht ab und macht keinen großen hehl draus - hilft echt :) lg

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  34. Hallo leidensgenossen!

    Ich habe seit 7 Monaten DR/DP die durch PTBS und Kiffen verursacht ist. Am Anfang war ich 24/7, also durchgehend in der Scheibe...es war sehr schlim. Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit,Muskelzucken...Ich dachte, ich werde durchdrehen...
    Alerdings, Heute (nach 7 Monate)habe ich das Gefhül nur noch im bestimmten Situationen (zb. menschenmassen im Einkaufszentrum) und es ist nicht mehr so intensiv. Ich denke an die Scheibe nicht mehr so offt und wenn, habe keine Angst mehr vor ihr.

    Was hat mir heholfen?
    Ich glaube genau das was schon viele hier berichtet haben,

    Zitat Waldemar:

    - Bewusste und gesunde Ernährung (Vegetarisch + Fisch)
    - Mehr Bewegung (leichter Sport)
    - Verhaltenstherapie
    - Immer wenn es schlimm war, habe ich in diesem Forum gelesen
    - Ich habe mich den engsten Famielienmitgliedern anvertraut.
    - Wenn es ganz schlimm war/ist habe ich eine halbe Tavor-Tablette genommen. (Als Notfallmedi!)
    - Und das wichtigste: Ich habe mich abgelenkt! Auch wenn es am Anfang schwer war, kann ich sagen, dass es sich lohnt. Je weniger man Zeit hat zum Grübeln und ständig über die DR/DP nachzudenken, desto besser wird es den Betroffenen gehen.



    Ich glaube Dieses Mix aus gesunder Ernärung und Sport ist entscheident.

    Danke noch mal für dieses Blog, es hat mir das Leben geretet. Ich werde mich noch melden...

    Lg Marijana

    P.S- sorry wegen grammatikalischen Fehler, deutsch ist nicht meine mutter sprache, bin noch am lehrnen ;)

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    1. Hallo Marijana
      ich bin im Ausland und kann leider meine Tel. nicht gebrauchen. Aber mailen Sie mir unter balz.ruch@gmx.ch, ev. kann ich die Fragen beantworten. Viele Grüsse
      Balz Ruch

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  35. Danke für das Feedback, Marijana
    Dein Deutsch ist schon sehr gut! Also, viel Elan weiterhin mit dem Deutschlernen und weiter so mit Sport und guter Ernährung!
    Alles Gute
    Balz

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  36. Auch ich bedanke mich sehr für diese Seite! in einer dieser dunklen phasen, wo ich zurzeit wieder drin stecke sucht man ja doch wieder im internet, nach gleichgesinnten. aber man findet fast nur negatives, was das ganze einfach noch schlimmer macht. es sollte mehr solcher seiten geben, die einem Mut und kraft in dieser schweren zeit geben! ich selbst leide schon seit anderthalb Jahren an einer DP ausgelöst durch eine Panikstörung. Ich bin auch in einer Therapie und kämpfe gegen diese Gefühle an, indem ich immer wieder versuche diesen keine Beachtung zu schenken. in wenigen, kleinen momenten schaffe ich es herauszukommen und das gibt mir hoffnung. genauso wie ich hoffnung bekomme, durch eure beträge.
    nur ist es dennoch an manchen tagen, wenn die DR wieder stärker wird einfach schwer zu akzeptieren und zu ertragen.

    Haltet durch, wir sind nicht alleine damit! :)

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  37. Hallo,

    ich bin erst heute auf diese Seite gestoßen und sehr glücklich darüber. Auch ich leide seit Jahren an DR/DP. Wann genau alles begann, weiß ich nicht. Es gab in meiner Vergangenheit einen schlimmen Vorfall, welchen ich allerdings vorerst nicht mit DR/DP in Verbindung gebracht hatte, weil ich diese erst viel später bemerkt habe. Ich litt nebenbei auch an Angststörungen und hatte schlimme Panikattacken. Die DR/DP war nie andauernd und das ist sie bis heute nicht. Mal habe ich sie nur für Stunden, dann wieder für eine komplette Woche.

    Seit ich mit meiner Ausbildung begonnen habe, hat sie sich verschlimmert. Ich habe ständig das Gefühl nicht wirklich da zu sein, zu träumen. Alles wirkt so unreal. Die Welt scheint grau und ich bin ihr so fern. Ich fühle mich gesteuert, wie ein Roboter, als wären meine Bewegungen reinste Routine. Ich tue etwa s und frage mich in der nächsten Minute, ob ich das gerade getan habe. Ich laufe von A nach B und frage mich hinterher, wie ich dort hingekommen bin. Ich bin so unkonzentriert und antriebslos, dass ich keine volle Leistung abliefern kann, das beeinträchtigt mich wirklich sehr.

    Ich habe mir die Diagnose DR/DP vor einem Jahr anhand von Internetseiten selbst gestellt. Die Krankheit schien ziemlich unbekannt. Nach langem hin und her begann ich eine Verhaltenstherapie. Bei mir wurde PTB diagnostiziert, außerdem nahm ich Antidepressiva. Mittlerweile habe ich die Therapie beendet und konnte im Rahmen dessen auch das Medikament absetzen. Die Angststörung ist komplett weg und auch die Vergangenheit macht mir nicht mehr zu schaffen, aber DR/DP ist nach wie vor da und momentan auch leider wieder echt schlimm.

    Über Tipps freue ich mich.

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  38. ist es normal das die derealisation 24/7 dauerhauft und immer gleichbleibend ist ?-.- also ohne schwankungen etc. einfach nur konstant gleichbleibend , will da endlich raus ich hab mich schon zu sehr drann gewöhnt und schenke dem kaum noch beachtung aber irgendwie will das einfach nicht weg von mir , über jeden tipp wie man das besiegt bin ich froh langsam ist meine hoffnung im keller

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  39. Hallo!
    Ich schrieb vor ein paar Wochen bereits. Ich bin 19 und leide seit ca. zwei Jahren an DR. Vorgestern war mein Freund bei mir. Er übernachtete. Bevor wir schlafen gingen, machten wir das Licht aus und knuddelten. Plötzlich... war alles anders. Ich erinnerte mich. Die Umgebung und mein Kopf. Alles fühlte sich an wie vor zwei Jahren. Die DR war weg. Einfach weg! Ohne ersichtlichen Grund. Ich fing vor lauter Erleichterung an zu weinen und sagte meinem Freund:,, Ich dachte, ich müsste für immer in diesem Albtraum leben!" Nach ca. 30 Minuten war das Gefühl der Realität wieder verschwunden. Ich war etwas enttäuscht, aber auch ermutigt. Ich erkannte, dass DR immer, zu jedem Zeitpunkt verschwinden kann und das macht Mut! An alle, die das hier lesen: Habt Mut! Dieser Zustand wird vergehen! Egal wie lange es dauert! Ihr werdet nie euer Leben lang damit leben müssen!

    Viel Erfolg! Ich melde mich wieder, wenn es etwas Neues gibt.

    PS: Vielen Dank, Herr Ruch! Ich glaube auch, nein! Ich bin mir sicher, dass Sie einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass dieser Moment vorgestern so schön war! Dank Ihrem Blog, wusste ich, dass DR verschwinden kann und das ist verdammt toll! Weiter so! :)

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    1. Ich bin es wieder. Ich habe etwas vergessen. Sollte ich mich wieder melden (mit Sicherheit werde ich das), dann unter dem Namen WeißeSchokolade.

      Grüße

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  40. Hallo lieber Herr Ruch, ich habe ihre Seite aufmerksam gelesen und hätte eine Frage, die sich mir beim Lesen gestellt hat.

    Sie beschreiben ja, dass sie auf dem Weg zur endgültigen Heilung auch Psychotherapie hatten. Wo hat diese denn angesetzt bzw inwiefern hat diese ( im Bezug auf Dp/Dr) funktioniert und gewirkt? Im Ratgeber von Dr. Michal wird die Arbeit mit einem Symptomtagebuch als günstig beschrieben. Haben Sie auch mit einem solchem Tagebuch gearbeitet?

    Viele liebe Grüße und vielen Dank fürs Erstellen dieses Blogs. Damit zeigen sie vielen Leuten mit Sicherheit ein Licht am Ende des Tunnels!

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  41. Hallo. Die Kombination von Gesprächstherapie , Arbeit am inneren Kind, Imaginationen und Achtsamkeitsübungen war für mich von Vorteil. Dazu kann ein Symptomtagebuch gehören, klar. Alles Gute
    Balz

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    1. Hallo (Herr?) Balz,

      vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.
      Eine Frage beschäftigt mich dann doch. Sie schreiben von " so etwas wie Heilung ist möglich". Worauf bezieht sich das " so etwas wie" hierbei denn. Ist es "einfach" damit gemeint, dass sie wissen, dass Sie und Ihr Köprer eine gewisse Neigung in Stressigen Momenten und Phasen mit DP/DR zu reagieren, oder verstehe ich das falsch?

      Eine wichtige Frage brennt mir zudem auch noch unter den Fingernägeln :)

      Ist es ihnen bewusst und gedanklich möglich, abzuklären und in sich hinein zu spüren und die Frage " habe ich gerade DP/DR" mit einem klaren " Nein, also ist so wie es sein sollte und normal ist" zu beantworten?

      Wäre sehr lieb, wenn sie mir noch einmal eine Antwort geben könnten!

      Beste Grüße aus dem Schwabenland!

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    2. Hallo...ich weil grad im Ausland.daher nur eine kurze Antwort. Beides kann ich mit ja beantworten. Ich kann jederzeit "nachschauen", ob die DR da ist...und sie ist es nicht. Ich kann aber bei grosser Uebermüdung auch heute das GefÜhl der Dr haben, nur geht es nach kurzer Zeit wieder weg. Alles Gute Balz

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  42. Hallo ...
    lange war ich schon nicht mehr hier... aus dem einfach Grund, mir geht es gut! :)

    Ich habe aber unter dem ersten Kommentar auf dieser Seite meine Email Adresse gepostet und darüber erreichen mich von Zeit zu Zeit Emails von Betroffenen. Oft verabreden wir uns für ein Telefonat. Es waren mittlerweile so ca. 15 Mails schätze ich und so kann ich mal eine kleine Bilanz ziehen:

    - Kaum eine/r hat mit Cannabis Erfahrungen gehabt. (Ich schon!)
    - Oft wurde es durch eine Panikattacke ausgelöst.
    - Auffallend viele Russlanddeutsche die sich bei mir melden. (ich bin ja auch einer... ;) )
    - Nach einem Telefonat geht es allen erstmal besser!


    Ich bin auch mittlerweile fest davon überzeugt, dass es sehr viele aus der DR/DP raus schaffen. Aber da geht es dann vielen Leuten wie mir...nach dem Motto: "uns geht es ja gut, warum sollten wir dann hier im BLOG vorbeischauen?"
    Das ist natürlich schade, denn vielen Betroffenen könnten wir wirklich nur durch ein Telefonat helfen ihre schlimmsten Zeiten zu überstehen! Ich hoffe also, dass sich hier bald mehr melden, die es aus der DR/DP geschafft haben. Versprochen haben es mir zumindest viele, dass sie anderen helfen werden, wenn sie es überwunden haben... :)

    Viele Grüße
    Waldemar



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    1. Hallo Waldermar,

      mir macht es etwas Mut :)

      Ich leider jetzt seit 2009 an DR/DP verursacht durch eine Panikattacke. Vorangegangen ist es vor der ersten Panikattacke mit einem Horror-Trip nach dem Kiffen.

      Können Sie mir evtl. Tips geben, wie ich wieder raus komme? Es gab eine Zeit von ca. 3 Jahren wo alles wieder ganz okay war, nur jetzt seit 5 Wochen habe ich das DR/DP gefühl wieder, und zwar ganz stark.

      mfg Ercan

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  43. Hallo,

    ich versuche meine derealisations/depersonalisations erfahrung kurz zu fassen um anderen betroffenen wie versprochen eine hilfe zu sein da mir in meiner schwersten zeit selber geholfen wurde. danke nochmal an dich waldemar und natürlich an herrn balz für diese hilfreiche seite wodurch überhaupt ein kontakt mit anderen betroffenen entstehen konnte!

    ich heiße andrej und bin 22 jahre alt. am 11. feb diesen jahres überkam mich nach cannabiskonsum eine heftige panikattake. davor hatte ich viel stress und bin selber schon immer ein sehr nachdenklich mensch gewesen. ich landete im krankenhaus da ich dachte ich werde jeden moment sterben. am nächsten morgen im krankenhaus aufgewacht ging es mir wieder einigermaßen gut bzw. ich schenkte den entfremdungsgefühlen die daraus folgten keine aufmerksamkeit. dadurch hatte ich auch keine angst und es verschwand nach paar tagen wieder.

    ich war fest überzeugt davon das es nur am cannabis liegen konnte. somit ging ich eine woche später als es mir wieder gut ging feiern und trank alkohol. dazu bekam ich von meiner tante lorazepam falls es erneut zu einer panikattake kommt. (ich unterschätzte diese kleinen höllen pillen total und nahm sie somit ca. 10 tage lang) am nächsten morgen aufgewacht ging es mir schlecht. ich dachte es ist einfach nur ein gewöhnlicher alk-kater bis mich eine zweite heftige panikattake überkam die ich niemals vergessen werde. erneut das gefühl gleich sterben zu müssen und ich nahm vor angst lorazepam und hatte noch rest alkohol im blut. (eine tödlicher mix)

    die nächste wochen war der teufel höchst persönlich in mir und ich hatte momente in denen ich einfach nur sterben wollte. (schweißausbrüche, atemnot, hyperventilation, atemdepressionen, extreme angstzustände) und das jeden morgen. es war nicht nur eine derealisation sondern ein verdammt harter BENZO-Entzug den ich ca. 3 monate quälend überleben musste. gewöhnlich ging es mir abends ein wenig besser. morgens war es die hölle und ich legte mich oft stundenlang unter eiskaltes wasser.

    ich kan jedem der nur an DR/DP leidet mut machen den es es gibt wirklich schlimmeres (z.b. ein benzo entzug) und DR/DP verschwindet. beachtet die hilfenreichen tipps auf dieser seite und ihr werdet schnell wieder raus kommen.

    ich habe nicht aufgegeben obwohl es momente gab bei denen ich mir das leben nehmen wollte. ich habe es so gut wie aus der hölle geschafft. und ich kämpfe weiter. das ganze hat mich verändert, stärker gemacht. ich habe keine angst mehr. DR/DP ist vergänglich. es wird jeder von euch schaffen aber nur wen ihr etwas dafür macht! ich helfe gerne. email: aromanenko91@gmail.com, mobil: 01717448371

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  44. Hallo ihr Lieben,
    auch ich möchte mich hier zu Wort melden. Erst einmal möchte ich mich sehr für diese Seite bedanken! Ich weiß ganz genau wie furchtbar dieses Gefühl der DP ist, ich hatte es fast 1,5 Jahre durchgehend und dachte jeden Tag, dass ich an meinem endgültigem Tiefpunkt angekommen bin! Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie oft ich das Gefühl hatte verrückt zu werden und einfach nur noch schreien wollte, weil ich das Gefühl hatte, nicht mehr zu wissen wer ich bin!

    Seit 2 Monaten hat sich dieser Zustand wesentlich gebessert und ich hätte es nie für möglich gehalten! Ich kann gar nicht genau sagen, was der Auslöser dafür war, aber wahrscheinlich habe ich einfach vollkommen resigniert und dadurch die DP ANGENOMMEN! Ich habe sie einfach akzeptiert und zwar vollkommen!

    In den 1,5 Jahren habe ich mir so oft vorgenommen "Nimm die DP doch einfach an, dann geht sie auch weg!" Ich habe es so oft versucht, aber unbewusst immer wieder daran gedacht, sodass ich den Zustand immer wieder am Laufen gehalten habe und aus diesem Teufelskreis nicht herauskam!

    Ich möchte euch wirklich Mut machen!
    Solange ihr versucht nicht an das gefühl zu denken, wird es meiner Meinung nach nicht funktionieren. Ihr müsst es annehmen und akzeptieren! Denn dadurch bekommt ihr die Gelassenheit und die Angstspirale braucht sich nicht weiter zu drehen! Jegliches krampfhaftes Ablenken kann zwar für diesen Moment sehr nützlich sein, hat mir allerdings keine langanhaltende Besserung gebracht!

    Versucht die Angst davor zu verlieren und es zu akzeptieren! Dann wird es auch weggehen!

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  45. Hey
    leide auch jetzt seit einem jahr an derealisation.
    sie trat 1 tag nach einem cannabiskonsum auf(war aber kein horrortrip!)
    mich wuerde vorallem intressieren welche medikamente balz bekommen hat.
    Bin naemlich beim psychodoc jedoch haben risperidon und abilify total ihr wirkung verfehlt.
    lg flo

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    1. Hallo, Flo
      jeder reagiert anders auf Medikamente. Bei mir hat sich das SSRI namens Paroxetin als sehr effizient erwiesen, allerdings braucht es einige Zeit, bis es die Wirkung voll entfaltet.
      Alles Gute
      Balz

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  46. Hallo Herr Ruch!
    Ich melde mich hier mit einem persönlichen Anliegen....nicht ich leide an DR, sondern mein Freund!-Es tut mir leid zu sehen, dass er sich davon das Leben vermiesen lässt und den Tag nicht mehr genießen kann....allerdings ist es sehr schwer als Außenstehende ihm dabei zu helfen, mir gehen die Ideen aus.
    Auslöser dafür war eine Panikattacke, seitdem fühlt er sich "neben der Spur".
    Er meint, was ihm helfen würde wäre, wenn er mal von jemanden hören würde, dass es VORBEI geht, denn das ist einer seiner größten Ängste,das er für immer dieses Gefühl mit sich trägt.
    Meine Bitte wäre: können sie ihm eine wirklich aufbauende Email schreiben?-er ließt sich nicht mehr durch Foren, nachdem er auch viel negatives gelesen hat....Bitte machen sie ihm Mut, dass es eine heilbare Krankheit der Seele ist, dass auch diese ein Ende hat und sie ein lebendes Beispiele dafür sind:) ich wäre Ihnen seeeehr dankbar.
    Ich würde sie ihm dann weiterleiten und hoffe damit helfen zu können! meine EmailAdresse ist: yvonnecsato@web.de
    ps. Er heißt Dominic :)
    Vielen Dank im Voraus

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  47. Hallo, Yvonne
    ich kann Ihnen gerne ein Mail schreiben. Eine Frage hab ich: hat Ihr Freund auch nie in DIESEM Blog gelesen? Ich weiss selber sehr gut, dass DR-Foren zwiespältig sind, da viele natürlich vor allem schreiben, dass es ihnen nicht gut geht etc. Aber dieses Forum ist ja extra dafür da, die Menschen zu ermutigen und zu zeigen, dass DR ein temporäres Phänomen ist.
    Viele Grüsse und alles Gute
    Balz Ruch

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    1. Hallo, danke für die Antwort :)
      Also zu Anfang schon....allerdings liest er leider bewusst die negativen Sachen raus zB. Wenn jemand schreibt, er hatte über Jahre DR und ist jetzt wieder "gesund" , dann stürzt er sich auf die Tatsache, dass derjenige es über Jahre hatte und nicht das es JETZT weg ist.
      Er hat es jetzt "erst"seit 3 Monaten und wird schon mal von einer Therapeutin betreut.
      Ich glaube eine persönliche Nachricht eines ehemaligen Leidensgenossen, würde ihm mehr kraft und mut geben, deshalb meine große Bitte.
      Man muss ihm die Angst nehmen, dass es nicht vorbei geht.
      Liebe Grüße, YvonnHallo, danke für die Antwort :)
      Also zu Anfang schon....allerdings liest er leider bewusst die negativen Sachen raus zB. Wenn jemand schreibt, er hatte über Jahre DR und ist jetzt wieder "gesund" , dann stürzt er sich auf die Tatsache, dass derjenige es über Jahre hatte und nicht das es JETZT weg ist.
      Er hat es jetzt "erst"seit 3 Monaten und wird schon mal von einer Therapeutin betreut.
      Ich glaube eine persönliche Nachricht eines ehemaligen Leidensgenossen, würde ihm mehr kraft und mut geben, deshalb meine große Bitte.
      Man muss ihm die Angst nehmen, dass es nicht vorbei geht.
      Liebe Grüße, Yvonne

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  48. Hallo zusammen!

    Meine Geschichte:

    Jetzt bin ich 29 und alles begann 2009. Sehr krasse Umstellungen in meinem Leben.
    Umzug im August, raus aus dem Elternhaus und auf mich alleine gestellt, im Oktober fing ich dann an eine Weiterbildung neben dem Job zu machen. 2 Tage die Woche Abends in die Schule. Doppelbelastung. 2010 im Juni lernte ich dann auch noch meinen neuen Freund kennen. Noch mehr Umstellung für mich, da ich lange alleine war. Man musste sich an wen neuen im Leben gewöhnen, all seine Launen und Macken kennenlernen. Nachdem ich bis jetzt nie Glück mit Beziehungen hatte herrschte auch ein wenig Angst mit und das Gefühl es allen Recht machen zu müssen.

    Nach dem ersten Jahr Schule die ersten Prüfungen. Stress!
    Der Abschluss nach 2 Jahren dieser Weiterbildung waren 6 Prüfungen an 2 Tagen. 4 Wochen Urlaub nur um zu lernen. Anspannung ohne Ende, da nichts anderes mehr in meinem Leben passierte als Lernen. Mein Immunsystem sowie meine Launen spielten in den 2 Jahren völlig verrückt. Dann bin ich noch durch eine von diesen 6 Prüfungen gefallen und das hieß dann wieder von vorne – zumindest diesmal nur für eine Prüfung lernen. Nachdem ich erfahren hatte, dass ich es diesmal geschafft hatte und all das nun ein Ende hatte gings los.

    Eines Morgens stand ich an einem Wochenende auf und hatte keinen Schimmer was das für ein Gefühl war. Meine Wohnung war mir völlig fremd und ich sah alles wie durch eine Wolke. Der Horrortrip begann.

    Das Fremdheitsgefühl war mir schon bekannt. Das kennen vielleicht viele, wenn man z. B. vom Urlaub wieder nach Hause kommt wirkt die Wohnung bzw. das Haus auch erst mal anders als man es sonst kennt, jedoch gibt sich das sehr schnell wieder. Diesmal war aber kein Urlaub oder ein anderes einschneidendes Erlebnis.
    Die Wolke allerdings war neu und das schlimmste Gefühl, dass ich je verspürt hatte.

    Ich hab mir das eine ganze Zeit angesehen und mit niemanden darüber gesprochen.

    Der Stress innerlich war unerträglich. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause fuhr und auch wusste ich hatte nichts zu tun, stresste ich mich trotzdem und der Knoten in meinem Magen schien immer größer zu werden. Dann war ich zu Hause und mir kam es so vor als ging ich auch schon ins Bett. Die vergangene Zeit bekam ich gar nicht mehr mit, weil diese mir mit riesen Schritten davon lief. Ich hatte nichts mehr vom Leben.
    Durch ständiges Googeln (was soll man nur eingeben) fand ich irgendwann einen Namen für meinen Zustand: Depersonalisation/Derealisation. Auch dass es vielleicht an der Schilddrüse liegen könne. Hoffnungsschimmer!

    Ich ging zu meinem Hausarzt und ließ mein Blut testen. Als ich heulend vor ihm saß und ihm diese beiden Begriffe an den Kopf schmiss, sagte er sofort: Nein das sind Depressionen. Na super!

    Lange Zeit tat ich wieder nichts gegen meinen Zustand. Zu geschockt von dem Wort Depressionen...

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  49. ....Nach längerer Zeit kam ich zu dem Entschluss: okay du hast Depressionen (von was auch immer) und musst dir helfen lassen. Termin bei einer Psychologin vereinbart. Nach der 4. Sitzung wusste sie sich nicht mehr zu helfen und wollte mich zum Neurologen überweisen, dass mir dieser Antidepressiva verschreiben konnte, denn es waren ja eindeutig Depressionen. Ich lehnte ab und unternahm wieder länger nichts mehr.
    Irgendwann, wieder nach langer Sucherei im Internet (was übrigens nicht gerade hilfreich in dem Zustand ist, sondern nur noch schlimmer macht), stieß ich auf den Begriff EFT - Klopftherapie und dass einigen Leuten mit diesen Symptomen geholfen wurde. Zufällig fand ich eine Therapeutin dafür in meinem Ort und kontaktierte sie. Sie kam zu der Diagnose Burn out. Jedes Mal wenn ich von einer Sitzung nach Hause kam fühlte ich mich besser, weil es endlich jemanden gab, der mich verstand und mir auch wirklich helfen wollte. Sie meinte ich solle den Begriff DP/DR vergessen. Gar nicht so einfach, wenn man es ständig spürt. Sie ging sehr tief mit mir in meine Gedanken, sodass ich oft einfach nur zu weinen anfangen musste. Es war wirklich gruselig ;-). Die Therapeutin empfahl mir auch noch mit meinem Freund zu sprechen, ich kann nicht alles alleine meistern. Jeder braucht jemanden der ihm hilft. Und so war es auch. Es kostete mich sehr viel Überwindung, aber er ist immer noch bei mir und hat es damals auch verstanden. Reden tat sehr gut.
    Meine Therapeutin bat dann auch Kurse über Autogenes Training an. Diese halfen mir ebenfalls sehr weiter, um einfach wieder zu lernen, wie man „runter kommt“.
    Der Kloß in meinem Magen taucht hin und wieder auf, aber nicht mehr so extrem. Allerdings, das Gefühl nichts zu fühlen ist immer noch da. Ich würde mein Leben wieder gerne noch bewusster Leben. Es ist zwar alles wieder um einiges klarer, als zur Anfangszeit, jedoch noch nicht 100%ig. Mein Zeitgefühl ist wieder in Ordnung. Mein Selbstbewusstsein ist auch sehr zurückgegangen (ich hatte früher einiges davon ;-) ) und sehr oft fühle ich mich unwohl, vor allem bei Menschen, die mir nicht so sehr vertraut sind.
    Ich liebte es früher wenn der Frühling kam und man ihn richtig fühlen konnte. Ich weiß wies geht zu fühlen und wie es sich früher angefühlt hat, aber es will einfach nicht durchkommen. Alles vergleiche ich mit der Vergangenheit. Wie hat sich der Sommer und die Sonne früher angefühlt und fühle ich es gerade? Usw usw.
    Wenn ich andere Menschen sehe, dann kann ich es nachvollziehen was und wie sie fühlen. Warum geht’s bei mir nicht?
    Das ist eigentlich noch das schlimmste, aber ich finde, das kann ich verkraften, wenn ich überlege, was sonst so los war die letzten Jahre. Hätte mir früher jemand gesagt: Du sitzt irgendwann beim Psychologen, dann hätte ich ihn ausgelacht. Hab bis jetzt alles in meinem Leben meistern können, auch wenn es noch so schwierig war, diesmal hats mich allerdings aus der Bahn geworfen. Aber ich weiß, so schnell wie ich da drin war komm ich jetzt aus dem letzten Stückchen auch noch raus.
    Bis jetzt habe ich immer nur in Foren nachgelesen und nichts gepostet, allerdings stelle ich beim Schreiben gerade fest, dass das auch helfen kann und darum entschuldige ich mich bei allen für den ewig langen Post über meine Leidensgeschichte, hoffe aber dass ihr das auch alle noch packen werdet. Viel Glück uns allen 
    C.

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  50. Sorry dass ich einfach so reinschneie.. Aber meiner Meinung nach sollten hier nur Erfolge drin stehen. Es ist verwirrend, wenn man Antworten sucht auf Fragen und dann nur noch mehr Fragen aufgeworfen werden.. Bzw. Ich fände es besser wenn dass hier nur wirklich ein positiver Post wäre, wo man Kraft tanken kann.

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  51. Hallo ihr Lieben,

    auch ich leide seit fast einem Jahr an DR/DP. Ständig mit der Angst begleitet, verrückt zu werden, den Verstand zu verlieren... ihr kennt das ja alle selbst. Bei mir wurde alles durch eine einzige Panikattacke ausgelöst. Ich hab es immer noch nicht realisiert, dass es mir so beschissen geht.

    Herr Ruch, eine Frage an Sie: Ist es möglich, ein persönliches Gespräch am Telefon mal zu führen?

    Liebe Grüße und auch euch viel Kraft und Energie

    Jenny

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    1. Hallo, Jenny

      leider übersteigt das meine Kapazität, da ich im Büro keine privaten Gespräche führen darf und auch sonst nur etwa alle ein zwei Tage am Computer sein kann. Wenn Sie wollen, geben Sie mir Ihre e-mail-Adresse (ich werde sie nicht veröffentlichen) und Sie können mir dann in einem e-mail alle Fragen stellen.
      Haben Sie jemanden zum Reden, z.B. einen professionelle Beratung, Therapie etc.?
      Alles Gute
      Balz Ruch

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  52. Hallo ihr Lieben,

    auch ich leide seit fast einem Jahr an DR/DP. Danke auch an Waldemar, der mir schon etwas Mut gemacht hat. Leider sehe ich trotzdem keinen Fortschritt. Bin echt am Verzweifeln. Denke ständig drüber nach, dass das doch alles nur ein Traum ist. Und zweifle langsam wirklich an der Realität. Weiß nicht mehr was ich machen soll. Ausgelöst durch viele Veränderungen und Stress. Nie hätte ich gedacht, dass eine solch verflixte Panikattacke mich so aus dem Leben wirft....

    wer mag, darf mir gerne auch eine persönliche Nachricht schreiben...

    lg Jenny

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  53. Hey liebe C., du sprichst mir echt aus dem Herzen :D ich hab hier schon mal was geschrieben, ist aber glaube nen gutes Jahr her. Ich hab "das" jetzt seit ungefähr 5 Jahren und hätte am anfang nicht gedacht, dass ich das aushalte. Mittlerweile komme ich echt gut zurecht. Es gibt mal Tage oder Wochen, da ist es besser, mal schlechter. Aber es gab auch Zeiten, da war ich wirklich richtig eingeschränkt, habe vor allem Probleme gehabt an fremde Orte zu "gehen", sprich länger von zu Hause weg zu sein, und das mit Anfang 20..Ich war sogar fast soweit meinen Thailand Urlaub abzusagen. Aber dieses Jahr war ich dann, und hätte mir das jemand kurz vor dem Thailand Urlaub gesagt, ich hätts nicht geglaubt, 3 Wochen Backpacking in Malaysia und es ging mir so gut! Ich erlebe die Momente leider, genau wie du, auch nicht mehr so wie früher. Ich beschreibe das immer damit, dass ich das Gefühl hab keine atmosphäre mehr zu spüren. Wenn man abends draußen sitzt, oder morgens früh die sonne aufgeht und man spazieren geht, dann ist da nix mehr..Ich bin auch ein sehr sehr nachdenklicher mensch und auch sehr selbstkritisch. aber mein vater meinte letztens zu mir, dass man das als segen oder geschenk betrachten sollte, dass man nicht einfach stumpf vor sich hinlebt, auch wenn das hier viele, und da schließe ich mich nicht aus;), manchmal lieber hätten. Ich denke es hilft wirklich, zu versuchen es zu akzeptieren, genau so wie andere akzeptieren müssen, wenn sie von einen auf den anderen Tag durch einen Unfall oder anderes mit einer körperlichen Einschränkung leben müssen, wobei ich das jetzt nicht gleich setzten möchte.
    Liebe Grüße, G.

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  54. Hallo ihr Lieben, hallo Herr Ruch.

    ja bin schon seit 7 Monaten in Therapie. Sie ist auch wirklich toll und ich vertrau ihr voll und ganz. Sie hatte schon mehrere Klienten mit DR/DP. Sie geht aber kaum darauf speziell ein. Vielleicht aus dem Grund, weil die Panikstörung dahinter steckt. Es gab auch schon wenige Tage an denen es mir gut ging. Ich merke schon, dass die DR/DP nicht 24 Stunden am Tag da ist. Wenn ich in etwas vertieft bin, ist es wie weg. Aber sobald ich nicht mehr vertieft bin, ist es umso schlimmer....

    bei mir ist alles durch massiven Stress entstanden. Ich habe noch NIE Drogen konsumiert...

    Das Forum hier ist spitze. Das baut echt total auf. Und zwecks dem Kommentar, hier nur positive Dinge zu schreiben: Das beste Beispiel ist Waldemar, der vor einiger Zeit auch geschrieben hat, dass es ihm schlecht geht... - jetzt kann man genau den Fortschritt sehen. Ihm geht es wieder sehr gut... ;-) wenn hier nur positive Dinge stehen würden, fände ich es unglaubwürdig.... außerdem entlastet das Schreiben die Seele und man fühlt sich danach viel besser!!! ;-)

    Zwecks der Mail-Adresse, Herr Ruch... wie kann ich ihnen die zukommen lassen?


    Wir schaffen das schon irgendwie. Meine Therapeutin sagt immer so schön: Nur Geduld und wenig Druck! :-)

    LG Jenny

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  55. Hallo, Jenny
    einfach als Kommentar mir die Mail-Adresse mitteilen, ich veröffentliche den Kommentar dann aber nicht.
    B. Ruch

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  56. glaubt ihr opiate machen den zustand besser ? häng seit nem Jahr drinnen fest
    dieser zustand macht kein spaß , man fühlt nichts , man ist nur noch abgeneigt von allen aktivitäten wobei ich meinem Leben nach geh aber würd gern tabletten in form von opiaten nehmen da ich gelesen hab , damit lässt sichs besser leben bzgl. der derealisation was sagt ihr ?
    ich hoff dieser zustand geht wieder weg... diese scheiß derealisation schränkt mich total ein , zu dem hab ich auch noch 10 kilo zu genommen :( echt kein bock mehr -.-
    B.A. RUCH wieso verschwindet es bei manchen nach ner bestimmten zeit und manche leben ein seit ettlichen jahren damit ? hast du darauf ne antwort
    bei mir wurde es ausgelöst durchs kiffen , seit dem war ich nicht mal in der nähe von drogen aber irgendwie will es seit 12 monaten nicht weg , jeden tag aufstehen und hoffen es ist vorbei ist vergeblich nichts da will einfach nicht weg und das jeden tag -.-

    zudem geht es mir spät abends im bereich von 24 uhr bis morgens 5 uhr relativ gut
    arbeit hab ich auch verloren wegen diesem zustand weil ich einfach nicht ausm bett kommen will da ich weiß dieser zustand zerstört mein leben

    naja das wars von mir
    mfg
    johnny

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  57. moin, johnny

    das mit den opiaten ist mir nicht bekannt. wenn man aber morgens nicht zum bett kommen kann, deutet das auf eine depression hin. und die ist im normalfall mit einer therapie und mit antidepressiva gut zu behandeln.
    haste schon einen therapeuten?
    lass den kopf nich hängen, es kommen auch wieder die guten zeiten!
    gruss,
    leon

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  58. Ja ich bin in behandlung aber nicht bei einem therapeuten sondern nem psychator ,
    das medikament was ich meine ist tramadol was ich gern probieren würde...
    ich nimm momentan antidepressive 100mg

    ja ich versuch mich auch selber zu motivieren aber ich hab so ein drang im internet zu suchen was mit mir los ist und wann es vorbei geht , und das wirft mich wieder 1 schritt zurück wenn ich lese es gibt leute die das seit etlichen jahren haben :(

    danke für die guten worte

    mfg johnny

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  59. Hallo Herr Ruch

    Ich hatte vor zirka einem Jahr aus dem nichts eine Panikattacke, wurde darauf hin sehr müde und legte mich schlafen. Als ich aufgewacht bin war alles anders...ständige Benommenheit im Kopf, Sprachprobleme begleitet mit extremer Angst. Nach zirka einer Woche habe ich es nicht mehr ausgehalten und ging in die Notaufnahme. Dort haben sie alles mögliche mit mir gemacht, MRI, EEG, Blutentnahme etc. ohne Erfolg. Sie haben dann entschieden eine Psychiaterin herbeizuziehen, die mir dann die Diagnose DP/DR gab. In der Folge wurde mir ein SSRI verschrieben und ich hatte regelmässige Termine bei ihr. Ich muss sagen, dass SSRI bei mir die Symptome noch verschlimmert haben und erst als ich sie nach drei Monaten wieder abgesetzt habe, ging es mir leicht besser. Ich verbrachte den ganzen Sommer 2013 im Haus weil ich mich trotz Medikamenten nicht aus dem Haus gewagt habe weil mir alles so unwirklich erschien. Mit der Zeit habe ich mich immer mehr gemacht, mit Freunden ins Kino, Fitness etc. jedoch mit DP als ständiger Begleiter. Ich hatte alle bekannten Symptome, kannte meine Eltern nicht mehr, mein Wohnort erschien mir Fremd, Scheibe vor den Augen und vorallem sah ich alles in 2D und konnte es nicht in mir aufnehmen. Dann habe ich mir gedacht wenn ich schon eine Scheibe vor den Augen habe, kann ich mir ja auch eine Brille kaufen und tatsächlich nehme ich seit dem die DP/DR mit der Brille nicht mehr war, da es mein Organismus extrem beruhigt. (Wenn ich die Scheibe sehe, kann ich mir sagen "Ja, du hast auch eine Brille auf.") Bis jetzt sind eigentlich ohne Brille alle Symptome verschwunden bis auf das 2D sehen und das ich Gegenstände fern sind und ich sie nicht aufnehmen kann. Dies fällt mir vor allem auf wenn ich Dinge in den Händen habe und wenn ich auf meine Hände schaue erscheint es mir komisch und nicht zugehörig. Was kann ich gegen diese Symptome machen? Weil die Angst etwas zu Unternehmen ist verschwunden, da ich für jede Situation meine Brille anziehen kann...aber mein Ziel ist es ohne Brille schlussendlich keine Symptome mehr zu haben.

    Vielen Dank für Ihre Tipps!

    Gruss Pastor

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  60. Hallo, Pastor

    Sie sind auf einem guten Weg! Der Trick mit der Brille ist super. Ich machte ähnliches mit Sonnenbrillen oder -als Brillenträger- indem ich die Brille abnahm und nur noch verschwommen sah.
    Der Mechanismus ist ja so: egal, was einen beruhigt (z.B. die Aussage: Ich hab ja ne Brille an..) , es passiert im Körper folgendes: es wird weniger Adrenalis ausgeschüttet, der Sauerstoffgehalt im Blut geht auf ein normales Mass zurück und dadurch beruhigt sich auch der Geist. Dies wiederum führt zu weniger Adrenalin etc. also es ist eine positive Spirale.
    Diese positive Spirale von Beruhigung gilt es einfach immer weiter zu ziehen.
    Wenn Sie die Brille abnehmen, kann es sein, dass Ihr erster Gedanke (bewusst oder sogar unbewusst) ist: "Jetzt hab ich die Brille nicht an...hat sich jetzt etwas verändert? Ist die DR weg?" etc. Wenn ja -was völlig logisch wäre, schliesslich haben Sie sich diese Selbstbeobachtung in den letzten Monaten antrainiert- dann
    versuchen Sie in Zukunft diesen Gedanken abzufangen. "Aha...ich frag mich schon wieder,"...
    Es ist alles eine Frage der Übung. Meine Scheibe hatte ich auch noch ein Weilchen, als der Stress und die Angst schon verflogen waren. Warum? Einfach aus Gewohnheit. Ich stellte dann fest: "Ok, ich hab noch den 2D-Blick...aber immerhin macht er mir keine Angst".... mit der Zeit war er mir egal. Und mit dem Egal sein bemerkte ich ihn immer weniger. Irgendwann stellte ich fest: "He...ich hab ja heute den ganzen Tag nicht an die DR gedacht! Ist sie jetzt weg? Egal..."
    Irgendwann wurde aus einem Tag eine Woche etc.

    Wünsche Ihnen alles Gute!
    Balz Ruch

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  61. Hallo Herr Ruch

    Vielen Dank für ihre Antwort!

    Ich bin schon sehr froh das es diesen Blog überhaupt noch gibt, da ich dachte, dass der letzte Post aus dem Dezember der bisher Letzte war. Ja sie haben vollkommen recht, sobald ich die Brille abnehme, beginnen die negativen Gedanken und zum Teil auch die Ernüchterung weil es immer noch nicht gut ist. Mein Unterbewusstsein schaltet diese Kontrollfrage sofort ein sobald ich die Brille abnehme. Immer wieder kommt die Frage "Ist die DR weg?" und dann finde ich etwas das noch nicht gut ist und schon verfalle ich in eine negativ Spirale. Ich habe schon verschiedene Sachen ausprobiert wie Hypnosetherapie, war beim Psychologen und seit neustem versuche ich es mit Neurofeedback und mache zum ersten Mal positivere Erfahrungen als bei den zwei Anderen. Aber sie haben Recht meine Selbstbeobachtung ist sehr ausgeprägt, aber ich werde probieren diese Gedanken abzufangen und das ganze einfach nicht mehr zu beachten.

    Vielen Dank für ihre Rückmeldung und schöne Pfingsttage
    Pas

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  62. Hallo lieber Blog ich möchte nur mal loswerden das ich den blog sehr sehr gut finde :)
    Jetzt zu meiner story allss fing an als ich angefangen hab zu kiffen mit 14 jahren noch sehr früh habe ich angefangen regelmässig zu kiffen.Es wurd richtig krass und ich rauchte so 2-3 gramm am tag.Aufjedenfall war ich mit nen kumpel draussen und wollt wieder einen Joint rauchen also rauchten wir und auf einmal wurd mir so was von komisch meine freunde das kann man sich nicht vortstellen.Es hatt sich angefühlt als ob ich alles 1000 mal laute höre richtig schlimm.Als der horro trip vorbei war habe ich mir geschworen ich kiff nie wieder.Ich hab es leider nicht gepackt und die scheiss sucht war stärker.Aufjedenfall kiffte ich halt es war dan wie immer nur ich hatte jetzt bemerk das ich wenn ich alleine Nachhause gehe oder sonstiges immer panickattacken bekam als mir das zu viel wurde hörte ich dan komplett auf.So ich dachte mir jetzt puuh jetzt haste die ****** hinter dir.Aber irgendwie hörten diese panick attacken nicht auf.Ich hatte sie immer wieder mal heftiger mal nicht so heftig.Ich habe c.a 10 monate gebraucht bis ich es jemendem erzählt habe ind zwar meinem bestem freund.Ich liebe ihn einfach dafür das er so Erwachsen an die sache gegagen ist und das ist nicht verständlich meine freunde ;).Er sagte mir das seine Mutter das gleiche hatte und ohne lang zu warten rufte er sie an,fragte sie nach allen details und allea traff auf mich zu ich war so erleichtert das ich nicht alleine damit bin das ich meiner muttee bescheid gesagz habe und sie war direkt mit mir beim artzt der meinte das ich mich an einen Psychologen wenden soll das werde ich jetzt machen rufe morgen da an und versuche so schnnel wie möglich da einen termin zu bekommen.Mal gucken was die sagen aber bei so guten Resonanzen geh ich mit einem gutem gefühl an die sache.Es ist bei mir halt schon soweit das ich nicht mehr raus gehe weil draussen die panik attacken 100 mal schlimmer als zuhause sind.Also meine freunde ich meld mich aufjedenfall nochmal wenn ich zum Psychologen gegangen bin und mal so 2 wochen Diese Terhapie mache.Also meine freund Wer Kämpft kann verlieren,wer nicht kämpft hat schon verloren bleibt kämpfer…!!

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  63. Hallo, Leute! Ich bin es wieder, WeißeSchokolade.

    In letzter Zeit geht es mir immer schlechter. Für mich wird die Scheibe immer und immer dicker. Es ist ein schreckliches Gefühl! Ich fange sogar teilweise an meine Existenz in Frage zu stellen. Ich habe mir eine schwierige Aufgabe vorgenommen zu erfüllen. Ich werde eine Computersimulation erstellen, damit Außenstehende das Gefühl der ,,Scheibe" ein wenig mehr nachvollziehen können. Ich weiß, es ist schwierig und für einige hier mag es unwahrscheinlich klingen, dass es möglich ist dieses Gefühl auf einen Bildschirm zu bringen. Aber ich möchte es schaffen! Zusammen mit ein paar Studentenfreunden, habe ich mich zusammengesetzt und wir arbeiten an einer guten Simulation! Ich hoffe doch, dass ihr mich nicht für bekloppt haltet, aber ich glaube es ist ein Versuch wert sich die Arbeit zu machen! Ich halte euch auf dem Laufenden!

    Liebe Grüße

    WeißeSchokolade

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    1. Finde ich super! Viel Erfolg dabei!!!
      Silke

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    2. Find ich auch gut, hat es denn geklappt? Oder arbeitest du noch dran?

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  64. Hallo ,

    ich hab derealisation seit knapp einem Jahr und es will nicht vorbei gehen.
    es ist nicht mehr im vordergrund es ist so das ich mich schon drann gewöhnt hab, nur leider macht es mich immer noch ein bisschen fertig aber es ist erträglicher geworden. ich versuch mich so gut wie möglich ab zu lenken dh. Fitness , Fahhrad fahren etc. als wenn das alles nicht schlimm genug ist , habe ich noch Filmrisse dh. ich steh morgens auf " und geh zb. zum Kühlschrank hol mir was zu Essen" und leg mich wieder schlafen und kann mich nach dem Aufstehen nicht mehr drann erinnern ? und mein Zeitgefühl ist total daneben ich kann alles was heute passiert ist auch auf die letzten 2-3 Tage zuordnen. Ich nehm momentan ein AD das die Stimmung etwas steigern soll aber ich merk da kaum was :( Kann garnicht mehr lachen und sachen die mir damals spaß gemacht haben machen mir kein spaß mehr :( ich leb teilweise wie ein zombie ich muss mich verstellen damit die leute nicht merken das ich innerlich so tot bin , ich lach nur noch künstlich und tuh so asl würde mich das interessieren was geredet wird , es ist einfach verdammt schwer so zu leben... dazu kommt noch das ich bei einigen lese das die damit seit jahren rumlaufen , und genau das macht mich noch mehr fertig ich will einfach nicht weiter so leben... ich weiß schon nicht mehr wie es damals war als das noch nicht da war ... ich hab ein joint geraucht und seitdem ist dieser zustand 24/7 da...
    jetzt ist ja die WM und ich will nicht raus weil ich die menschen menge nicht leiden kann mit diesem zustand , was damals noch kein problem war...
    es ist einfach so quälend einfach nicht auszuhalten

    ich komme aus münchen vll hat ja jemand Sie / Er lust sich mal zu treffen auf ein kaffe , ich bin 22 jahre alt

    mfg Johnny

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  65. Hallo Balz, hallo liebe Blog-Leser,
    vielen lieben Dank auch von mir für diesen sehr hilfreichen Blog! Ich weiß nicht, wo ich stünde, wenn ich vor ein paar Wochen nicht zufällig darauf gestoßen wäre. Und weil ich weiß, wie es mir selbst geholfen hat, positive Geschichten zu lesen, möchte ich auch meine Geschichte erzählen. Denn ich wage zu glauben, auf einem guten Weg zu sein.
    Ich bin 28 (w) und befinde mich schon seit längerem in einer privaten Tiefphase, die ich mithilfe von Johanniskrautkapseln bestmöglich zu verdrängen versucht habe.
    Das klappte auch ganz gut, bis ich vor etwa zwei Monaten nach einer sehr stressigen Phase im Job zwei Wochen Erholungsurlaub hatte. In dieser Zeit war ich sehr viel unterwegs, trank viel Alkohol, schlief wenig bzw. nur tagsüber und hatte insgesamt keinerlei Rhythmus. Das gefiel meinem Körper nicht und ich erkrankte an einer leichten Angina, nahm ein Antibiotikum und gönnte mir drei Tage Ruhe. Danach fühlte ich mich wieder fit und ging wieder auf die Piste. Und trank Alkohol - trotz Antibiotikum.
    Am nächsten Tag wachte ich dann mit Herzrasen und extrem hohen Puls auf und erlitt die erste Panikattacke in meinem Leben, ohne zu wissen was mit mir passiert. Und das war erst der Anfang, die Panikattacken häuften sich in den darauffolgenden Wochen und wurden auch in ihrer Intensität immer schlimmer. Bei der dritten Attacke war ich dann soweit, dass ich mich in die Psychiatrie einweisen lassen wollte. Ich landete in der Rettungsstelle im Krankenhaus, wo man mich allerdings mit einem Beruhigungsmittel – vor dem ich Angst hatte, es zu nehmen - am selben Abend wieder entließ. Meine Panik konzentrierte sich von Anfang an auf den Kopf. Ich hatte unglaubliche Angst, verrückt zu werden, Schizophren zu sein oder an einer Psychose zu leiden.
    Viel schlimmer als die akuten Panikattacken war jedoch der Zustand, der sich in den Phasen zwischen den einzelnen Attacken festigte und den Angstkreislauf aufrecht erhielt: benebelter Blick, das Gefühl, unter einer Käseglocke zu stecken oder dass das Gehirn in Watte gepackt ist, Tunnelblick, extreme Konzentrationsschwierigkeiten, gedämpfte Wahrnehmung, das Gefühl keine richtige Verbindung zur Außenwelt zu haben, Antriebs- und Gefühlslosigkeit…..ihr kennt das….Dieser Zustand machte mir unglaubliche Angst. Vor allem der Gedanke daran, womöglich nie wieder „normal“ zu werden.
    Ich hatte das große Glück im Bekanntenkreis eine Psychiaterin zu haben, an die ich mich in einer weiteren Panikattacke wandte. Diese hörte sich meine Symptome dann quasi in Echtzeit an und äußerte die Verdachtsdiagnose „Panikstörung“. Ich wurde dann zwei Tage ins Krankenhaus eingewiesen um körperliche Ursachen auszuschließen. Erfolgreich. Es gibt keinerlei Hinweise auf körperliche Ursachen. Nachdem ich diese Sicherheit hatte bekam ich die Panik in den Griff. Panikattacken hatte ich schon seit Wochen nicht mehr. Die Derealisation aber blieb.
    Ich las in diversen Internetforen für Angststörungen und kam so letztlich auch auf den Begriff Derealisation und im nächsten Schritt auf diesen Blog.

    Bitte im nächsten Kommentar weiterlesen...

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  66. Wie schon bei den Panikattacken merkte ich auch hinsichtlich der DR, dass es mir enorm gut tut, zu verstehen, was mit mir los ist. Dank dieses Blogs und den positiven Berichten konnte ich die Angst vor der DR weitestgehend ablegen.
    Ich versuche nun seit einigen Wochen gezielt mein Leben in andere Bahnen zu lenken. Ich habe angefangen, morgens und abends zu meditieren/ Achtsamkeitsübungen zu machen und gehe mehrmals die Woche joggen. Auch koche ich jetzt regelmäßig, was mir vorher für mich allein immer zu aufwendig erschienen war. Ich versuche regelmäßig und ausreichend zu schlafen, trinke vorerst gar keinen Alkohol mehr und verbringe viel Quality-Zeit mit guten Freunden (Parkspaziergänge, Restaurantbesuche, Freiluftkino usw.). Außerdem beginne ich gerade eine Verhaltenstherapie.
    Das alles gelang mir Anfangs nur mit erheblichem Kraftsaufwand, da ich sehr antriebslos und irgendwie gefühlstaub war. Ich wäre am liebsten den ganzen Tag zuhause geblieben und hätte mich im Internet mit anderen Betroffenen ausgetauscht. Aber ich muss sagen, nach nunmehr bald drei Wochen trägt die „Disziplin“ Früchte.
    Es fing an einem Sonntagnachmittag im Park an, wo ich mitten im Gespräch mit meinen Freundinnen plötzlich sagte: „Krass, ich bin gerade total normal!“. Die beiden waren ziemlich irritiert über diese Aussage, weil ich auf sie ja die ganze Zeit über normal gewirkt hatte…aber ihr versteht sicher was ich meine :-)
    Danach kamen dann sogar vereinzelnd ganze Tage, an denen ich komplett symptomfrei war. Das führte jedoch zu einer fatalen Euphorie. Ich dachte, ich hätte es überstanden und habe mich dann sogar ernsthaft gefragt, ob ich diese Therapie überhaupt noch anfangen muss….und prompt wachte ich am nächsten Tag wieder mit einer dicken Scheibe auf, die mich unkonzentrierter denn je machte. Ich fing deshalb sogar an, mir selbst nicht mehr zu trauen und konnte nicht so richtig glauben, dass es mir am Vortag wirklich gut gegangen war.
    Mittlerweile weiß ich, dass ich geduldiger mit mir sein muss. Es gibt immer häufiger gute Tage, aber Verlass ist darauf nicht. Ich bin auf einem guten Weg, stehe aber noch am Anfang.
    Im Endeffekt versuche ich das alles positiv zu sehen:
    Dieser Tag, an dem meine Seele anfing freizudrehen, hat mir auf lange Sicht vielleicht das Leben gerettet. Denn mein Körper hat mir an diesem Tag ein Stoppschild vorgehalten. Er hat mir auf unsanfte Art gezeigt, dass es so nicht weiter geht. Anders hätte ich es nicht begriffen. Das weiß ich. Denn dass meine Gewohnheiten und mein Lebensstil nicht gesund waren, war mir schon lange vorher klar. Dass auf meiner Seele ein Schmerz lastet, wusste ich auch (deshalb ja das Johanniskraut). Mit der Ignoranz meiner eigenen Bedürfnisse war ich auf dem besten Weg mein Leben immer mehr ins Chaos zu stürzen. Und auch wenn ich auf diese schreckliche Erfahrung sicher lieber verzichtet hätte, glaube ich, dass ich mich nur dank der Panikattacken und der DR jetzt auf dem Weg in ein bewussteres und glücklicheres Leben befinde.
    Diesen Gedanken möchte ich gerne vor allem all jenen mit auf den Weg geben, bei denen die DR erstmalig in Verbindung mit Alkohol- oder Drogenmissbrauch aufgetreten ist. Seht die DR als Weckruf und als Chance, euer Leben in die richtige Bahn zu lenken. Habt keine Angst vor den Symptomen, sondern nehmt diese ganz bewusst an. Sie sind nix anderes als ein Hinweis eures Körpers darauf, dass sich was ändern muss. Anders kann der Körper nicht sprechen. Nehmt euch Zeit, in euch reinzuhören, welche Bedürfnisse und Ängste ihr bisher vernachlässigt und/oder mit Drogen verdrängt habt und lernt, eurer Seele besser zuzuhören. Ich glaube fest daran, dass das der Weg zurück ins „normale“ Leben ist. Und vielleicht ja sogar in ein viel besseres…
    Alles Gute
    Dunja

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  67. Hallo,

    erst einmal ein Lob an den Macher dieser Seite. Sie baut wirklich auf, wenn man mal wieder denkt, man sei mit dem Problem allein auf der Welt! Weil oben ja von Erfolgsgeschichten die Rede war, wollte ich etwas loswerden, was anderen vielleicht Mut macht.

    Ich hatte meine erste DR-Phase im Jahr 2002. Damals habe ich studiert. Im Rückblick weiß ich, dass es vor allem die Einsamkeit und das Losgelöstsein von Freund, Freunden und Familie waren, die mich in die Phase haben eintreten lassen. Ich war schon immer ängstlich, vor allem, was Krankheiten angeht. Da hatte die DR natürlich leichtes Spiel mit mir ;)
    Hinzu kam ein Grübelzwang, in dem ich erst an der Liebe zu meinem Freund zweifelte, dann über die Größe der Welt nachdachte und die Unendlichkeit des Universums, was alles Panik in mir aufsteigen ließ. Das Blöde daran: Man weiß, dass es total bescheuert ist, so darauf zu reagieren, aber im Moment der DR geht es leider nicht anders. Meine Theorie bis heute ist, dass durch die DR auch das wohlige Gefühl verloren geht, in dieser Welt/in diesem Universum geborgen zu sein.
    Nachdem ich ein Vierteljahr nicht wusste, was mit mir los war, habe ich eine Therapie begonnen. Es reichte eine Kurzzeittherapie mit 25 Sitzungen und ich war raus aus dem Dilemma. Was wirklich geholfen hat: Weitermachen! Es ist wie so oft beschrieben, wenn man ein erfülltes Leben führt, bleibt für die DR irgendwann kein Platz mehr. Dann kann man alles wieder vollkommen genießen.

    Die zweite Phase erwischte mich 2005, wieder in einer Umbruchphase. Mein Therapeut meinte damals zu mir: "Sie stehen mitten im Leben, sind wertvoll für andere Menschen. Das ist nun mal eben der kleine Makel, mit dem sie leben müssen." Das zu akzeptieren, ist bis heute schwer. Ich bin jemand, der das Leben liebt, die DR überdeckt dieses Gefühl mit einem Schleier, das kann man ja nicht mögen. Aber nach einigen Wochen war auch diese Phase wieder vorbei.

    Nun befinde ich mich in Phase drei. Ausgerechnet am Ende meiner Schwangerschaft. Diesmal war es wohl eine Überlastung. Zumindest hat sich mein Gehirn in einer durchwachten Nacht an die DR erinnert, als ich das Gefühl hatte, die Aufgaben der anstehenden Wochen nicht mehr auf die Reihe zu kriegen. Ich habe mich letztlich also selbst hineinmanövriert. Jetzt hänge ich also drin, habe mir aber gleich wieder einen Therapeuten gesucht, der mich begleitet. Ist mir für die kommenden Wochen, die so viel Neues für mich bringen, einfach wichtig.
    Was ich festhalten kann: Vom Grübeln über die Frage, warum es wieder da ist, über Ängste, ich könnte mein Kind nicht genug lieben, ist es nun nach fünf Wochen schon in die Endphase eingetreten. Das war bisher immer mein "Welt- und Universumsgedanke", den ich selbst als soooo sinnlos empfinde und den ich echt hasse. Ich hoffe einfach, das ist ein Zeichen, dass die DR bald wieder verschwindet. Zumindest ist das der letzte Angstgedanke, an den ich mich aus den letzten Phasen erinnern kann.

    Auch wenn wir in der Phase meist anderes vermuten: Wir kommen wieder raus! Wir werden das Leben, die Welt und das Universum wieder spüren können! Bis dahin einfach weitermachen, auch wenn es in manchen Situationen echt schwer ist und Ablenkung nur schwer möglich ist.

    Seid alle lieb gegrüßt,
    die Optimistin

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  68. Hallo Ihr Lieben,

    ich habe eine Frage... viele reden hier im Forum von einer Scheibe. Ich empfinde DR/DP irgendwie anders. Es ist ein so taubes Gefühl, einfach alles ist taub. Oft fühle ich mich nicht als wäre ich in meinem Körper drin. Manchmal fühlt es sich an, als würde ich nur aus einem Kopf bestehen. Es klingt komisch aber ich versuche zu verstehen, ist das auch DP/DR? Gefühle empfinde ich nur dann wenn sie wahnsinnig stark sind. Habe vor ein paar Wochen mit Meditation angefangen und spüre kein Gefühl in mir. Es ist einfach taub.. alles an und in mir...Un die Welt ist komisch. Alles sieht komisch aus und ich fühle mich, als wäre ich nicht wirklich da. Kennt das auch jemand von Euch? Ich wäre dankbar für jeden Hinweis, dass auch das DP/DR ist. Dann wüsste ich dass ich nicht verrückt bin, nicht schizophren, nicht eine "Erfindung" und eigentlich garnicht da... Auch sehen kann ich nicht gut. Es ist eine Art Tunnelblick (kann das so schlecht erklären). Dann das Gefühl, als gleite alles an mir vorbei. Oft weiß ich nicht mehr was gestern war oder letzte Woche. Es ist einfach, als wenn alles an mir einfach vorbeischwebt und ich nichts davon mitbekomme, weil ich nicht da bin. Dann habe ich Angst, dass mein Leben bald zuende ist und ich immer nur wie in einem Film gelebt habe, nie richtig da war. ich bin jetzt 32 Jahre alt und hab das Gefühl es ist einfach alles weg. Die Zeit ist vergangen und ich kann mich an so vieles scheinbar nicht erinnern. Bitte antwortet mir.. Und sagt mir ist es DP/DR? Geht es anderen so wie es mir geht? Oder ist das bei Euch allen so wie mit einer Scheibe? Danke für Eure Rückmeldungen. Liebe Grüße S.

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  69. hallo S.
    das gibt es sehr wohl! das nennt man depersonalisation = entfremdungsgefühl dem eigenen körper gegenüber. sprich mal mit deinem arzt. es gibt körperübungen, aber ich kenn mich da nicht aus, da ich nur derealisation habe.
    lieber gruss
    stan

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  70. Hi! Habe leider nicht so viel Zeit mehr zu schreiben. Schaut bitte das Video an, kann vielleicht helfen. Ich bin so gespannt auf sein neues Buch!

    http://youtu.be/lVhFhR_lSdw

    LG, Marijana

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  71. Huhu meine lieben,
    Wollte euch mal n bisschen aufmuntern :)
    Also.. alles fing vor genau einem Jahr an, durch ein missglücktes Experiment diverser Drogen erlebte ich einen Absturz , ich bekam ne heftige Panikattacke und starke Angstzustände, ich legte mich schlafen und ging davon aus dass ich nach ner Erholsamen nacht wieder fit bin.
    Natürlich war dem nicht so , diese Tür die ich in jener nacht öffnetet konnte ich nicht mehr so einfach schließen.
    Jetzt zu erklären wir ich mich fühlte ist hier fehlt am platz, jeder der nach so einem Thread sucht weiss es.
    Die ersten 4 wochen nach Beginn diese Angstzustände mit einhergehender DR waren die Hölle, ich wusste nich was es ist und googlete mir die Finger wund , zu lesen dass manche diese Derealisation schon seit jahren hatten machte mich verrückt , zu denken ich sei den Rest meines Lebens an diesen Zustand gefesselt. Doch nach wochenlangen suchen fand ich immer mehr Beiträge in denen andere Betroffene erzählten dass dieser Zustand nich dauerhaft sein wird. Diejenigen die es schafften diesem Zustand zu entfliehen schreiben natürlich auch nicht mehr in diesen Foren, sie haben diesen Lebensabschnitt hinter sich gelassen und nehmen wieder am aktiven Leben Teil. Jetzt kommen paar knackige Zahlen die euch Mut machen sollen , 4 Monate hat es gedauert meine Angstzustände in den Griff zu bekommen welches die Grundlage ist die DR zu bekämpfen , 8 Monte nach der Erkrankung konnte ich feststellen das diese "Supertrance" zustände weggingen und ich nur noch eine mittlere Standart DR hatte, jetzt 12 Monate danach fühle ich mich i.O , nicht wie vor der Erkrankung aber um einiges besser, würde sagen dass die DR zu ca. 65% verschwunden ist. Jeder regiert anders darauf, manche brauchen 4 Wochen, andere 3 Jahre.
    Es ist egal wie lange es dauert, mit der zeit wird es einfacher und immer immer weniger.
    Also kopf hoch, jeder von uns wird wieder sein altes Leben aufnehmen können :))

    Hat jemand einen ähnlichen "Genesungsweg" gehabt?
    Bei Fragen einfach ne PM schicken.
    Gruß Barracuda
    PS: Habe keine Medikamente genommen, war zwar beim Psychiater aber der wollte mich nur mit AD'S und Pregabalin zuballern. Beginne Mitte Dezember ne ambulante Therapie, ich halt euch auf dem laufenden.

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  72. Hallo meine lieben! Ich habe auch gute Neuigkeiten, nach einem Jahr DP/DR bin seit zwei Wochen voll wieder da! Was hat mir geholfen? Genau das was hier schon so oft erwähnt ist!

    1. Leichter Sport- 4 bis 5x in der Woche Joggen gehen, Pilates, später auch WT und Box Training habe ich eingeführt.
    2. Gesunde Ernährung- Vollkorn Produkte, frisches Obst und Gemüse, vor allem, Avokado, Bananen, Bierne, Nüssen, Fisch und Karotten enthalten wichtige Nährstoffe fürs Gehirn- sollten täglich im Ernährungsplan stehen. Welche einfluss Ernährung auf unseres Körper und Geist hat ist sehr ausführlich im Buch von Hr.Dr. Urlich Warnke die geheime Macht der Psyche geshrieben. Zitat: " Hohe Dosen von Vitamin C verhindern, zusammen mit dringenden erforderlichen Flavonoiden, die für Membrankanelän Cortisolausschüttung (abbauende, katabole Wirkung, Auslösung von Kapilarblutungen). Außerdem löst Vitamin C Blei aus dem Körper. Blei wirkt psychogen ( Angstauslöser). Psychishe Belastung verlangt eine etwa 20-fache Erhöhung der Zufuhr von Vitamin C." Das Buch ist empfehlenswert.
    3. Ahtsamkeitsübungen- Wichtig ist im Moment zu leben, jetzt und nur jetzt!
    Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit von Jon Kabat-Zinn kann ich als HörCD empfehlen. Die Meditation am besten täglich gleich Morgens oder Abends vor schlafen gehen ausführen.
    4. Glaube- Hoffnung nicht verlieren und Selbstwertgefühl steigen. Geduldig bleiben, die DR/DP kann leider nicht von Heute auf Morgen verschiedenen, sondern, Graduell verändert sich.

    Dieses Blog ist für mich die beste Adresse gewesen und bin für bekommen Hilfe dankbar.

    LG, Marijana

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  73. Hallo zusammen, hier habt ihr eine Erfolgsgeschichte!

    Mich erwischte es im November 2013. Eines Morgens wachte ich auf und fühlte mich völlig neben den Schuhen. Irgendwie war ich nicht da, aber auch nicht weg, ein Erlebnis, dass ich nicht einmal meinen ärgsten Feinden wünschen würde. Ich fühlte mich verloren und hatte keine Ahnung, wie ich damit umzugehen hatte. Ich beschloss abzuwarten und darauf zu hoffen, dass das Gefühl endlich verschwindet. Fehlanzeige... es blieb und stürzte mich immer stärker in ein Loch. Ich fühlte mich nicht mehr in der Lage weiter zu studieren und brach mein Studium ab. Ich muss vielleicht noch anfügen, dass ich vor dem Schicksals Tag enorme Schlafstörungen hatte und es Nächte gab, wo ich kein Auge zubrachte. Wochen zuvor hatte ich einen - ausgelöst durch Space-Cakes, wobei ich anmerken muss, ansonsten nie Kontakt mit Drogen hatte - Angstattacken. Ich hatte während dem Trip Angst zu Sterben und sah mich sogar sterben, ganz übel sag ich euch und lasst die Finger davon ;). Irgendwie wühlte mich dieses Erlebnis völlig auf und plötzlich verfolgten mich Ängste, die mir bis anhin in den schlimmsten Träumen nicht begegneten.

    MJK

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  74. Nun zurück zu diesem einen Morgen, als ich mit der Scheibe aufwachte. Wochen, ja sogar Monate vergingen und die Situation verbesserte sich nicht wirklich. Am Anfang hatte ich Angst durchzudrehen, dann folgten Tumore und und und. Ich bildete mir in dieser Zeit so ziemlich alle Krankheiten ein, die es gibt. Es folgten Arztbesuche und MRI. Kerngesund. Irgendwie wusste ich das, doch die Ängste holten mich immer wieder ein. Irgendwann stiess ich auf diesen Blog, was mir in einer ersten Phase enorm half. Ich sass vor dem Computer und sagte mir: "Genau das ist es! Das habe ich!" Nun begann der Weg zur Heilung.

    Ich liste hier mal auf, was ich gemacht habe, um wieder in Form zu kommen. Das wichtigste war, dass ich einfach mal 5 Gänge herunterschaltete. Ich brach das Studium ab, zog aus meiner damaligen WG zurück zu meinen Eltern, die über meine Lage Bescheid wussten. Ich behielt meinen 40% Job, um nicht Gefahr zu laufen in eine Depression zu verfallen, denn wenn man nichts tut, fängt man schnell an sich selber an zu zweifeln. Was ich übrigens ständig tat. In meiner Freizeit versuchte ich so viel wie möglich zu unternehmen. Obwohl die DR draussen am stärksten war, ging ich raus. Ging joggen, spielte Tennis, schwimmen etc. In der Anfangsphase hatte ich mühe mich mit Kollegen abzugeben, zu unwohl fühlte ich mich. Ich ordnete alles dem Ziel unter, wieder fit zu werden. Ich stellte um auf Glutenfreie Ernährung, viel Gemüse, viel Fette, Omega3 Kapseln, Johanniskrautkapseln. Ich lernte zu kämpfen! Plötzlich war ich so weit, dass ich mir sagte, ich sch***ss auf diese DR und lebe trotzdem. Ich weiss wie schwierig es ist, doch es ist möglich. Wenn man es wirklich will, erreicht man es! Eine grosse Hilfe waren für mich auch Motivations-Youtube-Videos, da gibt es unzählige super Videos. Wichtig ist noch, dass ihr die DR nicht frontal bekämpfen dürft. Das Ziel muss sein, auf DR zu sch**ssen und einfach weiterzuleben. Und mit leben meine ich leben. Geniesst euer Leben in vollen Zügen! Ich hörte mir Hörbücher über Selbstheilung, Selbstvertrauen und Ängste an. Ich begann einen Job zu suchen und fand einen. Setzt euch in den Kopf was ihr wollt und blendet jegliche Zweifel aus. Ich weiss es klingt spirituell, aber es ist nun mal so. Kämpft für eure Ziele.

    Nun seit ca. 3 Monaten lebe ich wieder zu 100% und es wäre mir so egal wenn DR wieder zurückkommt, denn was kann ich mit DR nicht machen was ich ohne DR machen kann? Genau, nichts! Eigentlich ist diese Sache für mich abgeschlossen, heute dachte ich per Zufall an diesen Blog, der mich erst auf die richtige Bahn brachte. Und ich bin es dem Blog schuldig, meine Erfolgsgeschichte hier festzuhalten. Gebt niemals auf! Niemals! Ach ja, klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich bin froh, ob diesem Erlebnis. Ich setzte mich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich mit MIR auseinander, was mich enorm weiterbrachte. Viel Glück euch und frohe Festtage!

    Gruss
    MJK

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  75. Hallo zusammen,
    ich habe vor ein paar Tagen bemerkt, dass ich mich so leer fühle und erst mich und später meine Umwelt nicht mehr richtig wahrnehme. Habe dann das Internet durchsucht und bin auf DR/DP gestoßen und bin mir sicher, dass es das ist, weil vieles auf mich zutrifft von dem, was ich hier lese. Das Gefühl, meinen Körper nicht richtig zu spüren, hatte ich nur so zwei Tage, jetzt fühle ich den wieder, aber eben meine Umwelt phasenweise nicht mehr richtig.
    Ich habe im Moment viel Stress, da ich bald Prüfungen habe und nächsten Sommer meine Bachelorarbeit schreiben muss. Beim Thema bin ich ratlos und auch ängstlich, dass ich danach keinen Job bekomme. Hinzu kommt, dass ich meinen Freund betrogen habe mit einem anderen, mit dem habe ich auch gekifft, was ich lange Zeit nicht mehr gemacht habe. Wir hatten auch einmal Sex auf Gras, danach hab ich mich gefühlt wie gerädert und war einfach kaputt. Meinem Freund habe ich alles gebeichtet, er hat mir verziehen und wir sind immer noch zusammen, was mir hilft, aber trotzdem stresst mich das ganze immer noch sehr, vor allem weil der Kerl, mit dem ich meinen Freund betrogen hab, sich seit dem letzten Mal nicht mehr gemeldet hat und ich mich jetzt so benutzt fühle.
    Ich muss dazu sagen, dass ich keine Panikattacken oä habe und die DR erst seit ner Woche, aber es macht mir trotzdem Angst. Ich lese hier, wie schlimm es andere erwischt und fühle mich schlecht, weil es mir nicht so schlecht geht, ich aber trotzdem leide. Gestern war es auch so, dass ich das nicht nur in Schüben hatte, sondern es ging los direkt nach dem Aufwachen und hielt an bis etwa 17 Uhr, als dann mein Freund nach Hause kam. Mit ihm zu reden und ihn dazuhaben, hilft mir sehr, dann geht es mir besser. Ich habe auch guten Freunden und meiner Familie mitgeteilt, wie es mir im Moment geht, sie versichern mir, dass sie mich lieben und hinter mir stehen, das berührt mich innerlich und ich bin dankbar dafür, trotzdem bin nunmal ich die, die das hat und nicht sie.

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  76. Wie viele andere auch will ich, dass es sofort vorbei ist und ich habe Angst, dass es nicht mehr weg geht. Ich habe auch durch die DR so blöde Stimmungsschwankungen, die mich einfach nerven und gerade jetzt vor Weihnachten und den Feiertagen gäbe es ja keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, trotzdem tu ichs, und das ärgert mich. Ich habe eine Wohnung, einen Freund, Freunde, Familie, gesundheitlich geht es mir nicht schlecht (im Gegenteil, habe dieses Jahr knapp 50kg abgenommen, eigentlich geht es mir körperlich sehr gut), also eigentlich fehlt es mir an nichts. Aber der Stress, den ich mir selbst mache, fehlender Schlaf (mein Freund hat mich die letzte Zeit wegen der Fremdgehsache oft aufgeweckt nachts und früh morgens, deswegen hab ich ein Schlafdefizit) und der plötzliche Cannabiskonsum sind meiner Meinung nach die Auslöser für die DR, genau wissen tu ich's natürlich nicht.
    Jetzt noch eine Frage: Ich habe hier noch keinen Bericht gelesen von Betroffenen, die NICHT bei einem Doktor waren. Ist das unausweichlich der nächste Schritt? Ich muss sagen, dass es mir davor graut, für mich waren Menschen, die einen Therapeuten besuchen, immer irgendwie irre im Kopf (ich will hier wirklich niemandem zu nahe treten!). Muss ich dahin, allein schon um die Diagnose DR zu bekommen? Muss ich dafür zum Hausarzt, der überweist mich oder geh ich direkt hin? Muss ich das bezahlen? Denn das Geld hab ich bestimmt nicht, ich bin Studentin. Weswegen ich aber vor allem zögere: Ich lese so oft, dass die Ärzte das nicht richtig diagnostizieren und davor hab ich Angst. Ich will nicht jahrelang zu zig Ärzten rennen und Mittel nehmen, die mir nicht helfen oder im Gegenteil das Ganze noch verschlimmern.
    Wie ihr merkt, bin ich da echt ratlos und wäre wirklich sehr dankbar um Antworten. Ich will was gegen die DR tun, ich weiß nur nicht, welcher Weg der beste ist. Zu lesen, manche leben damit seit 2 Jahren oder mehr, ich glaube, das könnte ich gar nicht, ich bin ja jetzt schon kraftlos von den letzten Wochen, in denen ich so Stress hatte.
    Viele Grüße an euch alle und auf dass es uns bald besser geht.
    Freddy

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  77. Hallo, Freddy
    Du MUSST gar nichts. Und es gibt auch Leute, die ganz ohne Arzt oder Therapeuten wieder aus der DR-Phase raus kamen. Ich zum Beispiel... bei der ersten DR-Episode mit Anfang/Mitte zwanzig. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der ganze Prozess beschleuningt werden kann, wenn man sich mal mit den Gründen der DR auseinandersetzt, und wenn man sich Stressbewältigungs-Strategien aneignet. Bei Dir scheint im Moment einiges los zu sein innerlich. Das ist natürlich stressig. Ein Therapeut (wohl noch mehr als ein Arzt) erarbeitet mit Dir dann solche Sachen. Wegen der Bezahlung: Du sagt, Du studierst. Gibt es an Deiner Uni oder am Institut eine kostenlose Beratungsstelle, Seelsorge oder ähnliches? Die können zumindest für eine erste kurze Abklärung hilfreich sein. Und aprops Irre: ich kann Deine Einwände verstehen... ;-) aber irr sind nicht die Leute, die sich professionelle Hilfe holen (so wie sie zum Zahnarzt gehen wenn es die Zähne betrifft, gehen sie zum Therapeuten wenn es etwas Seelisches betrifft). Wenn schon sind ganz viele Macht-Menschen, Politiker oder Konzernmanager irr, die unseren Planeten verwüsten und NIE zu einem Therapeuten gehen... ;-)
    Alles Gute!
    Balz

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  78. Vielen Dank all denen, die ihre Erfolgsgeschichten mit uns teilen.
    Ich leide jetzt seit einem halben Jahr an durchgehender DR. Ich bin in ambulanter Psychotherapie und meine Ängste haben sich schon verringert. Auch schaffe ich, besser auf meine Wünsche und Bedürfnisse zu hören. Dennoch bleibt die DR und ist fast immer konstant stark. inzwischen weiß ich oft nicht mehr, warum sie noch da ist, da ich glaube, dass es mir eigentlich besser geht als zu der Zeit, wo sie auftrat. Die DR ist nun das einzige, was mich noch wirklich belastet und meiner Meinung nach erfüllt sie keine Schutzfunktion mehr, da ich keine mehr brauche...
    Geht es jemandem ähnlich?

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    1. Ich sollte mich auf jeden Fall stärker in meiner Beziehung durchsetzen und nach gut zwei Jahren endlich wieder ein Wort mit dem Sohn meiner Freundin wechseln (Nach der Schlägerei haben wir uns zwei Jahre wie Luft behandelt), denn das bewirkt bei mir aufgestaute Wut und das Gefühl übergangen zu werden, mich nicht durchsetzen zu können, dass meine Meinung und mein Empfinden weniger wert ist als das anderer.

      Ich habe etliche Anläufe mit meiner Freundin versucht, ihren Sohn ansprechen oder gar kritisieren zu können, alles vergeblich, da meine Freundin so große Angst hat, die Situation könne wieder eskalieren. Meine Freundin beschäftigt sich jedoch in letzter Zeit zunehmend mit DR/DP, liest in Foren und hat Youtube Videos von Psychologen dazu angesehen, was ich sehr gut finde, da sie vorher oft nicht verstand oder nicht verstehen wollte, was ich da überhaupt habe.

      Ich kann mit ihr offen über meinen Gesundheitszustand reden, dennoch bleibt die DR und zuletzt auch starke DP in ihrem Beisammensein, besonders aber in ihrer Wohnung, und ich fühle mich nur halbwegs normal und entspannt, wenn ich abends bei mir zuhause in meiner eigenen Wohnung bin. Ich habe in letzter Zeit viele Aktivitäten, wie ins Kino gehen oder Freunde treffen, abgesagt, weil ich diese paar Stunden alleine am Abend so dringend brauche und herbei sehne. Meine Therapeutin meint, das wäre nicht gut sich so abzukapseln, aber ich empfinde es als meine letzte Möglichkeit herunter zu fahren. Ich stehe jeden Morgen früh auf, kümmere mich bis abends gegen 19 Uhr um unser Kind, zwischendurch besuche ich den Kurs vom Arbeitsamt, ich erledige Einkäufe und Koche für Kind und Partnerin, lebe quasi den Großteil des Tages in ihrem Haushalt, nur abends von ca. 19:30 bis zur Bettzeit habe ich für mich und dann komme ich von der DR zu 90% immer gut runter.

      Ich habe im Laufe der Jahre erkannt, dass DR häufig bei Leuten auftaucht, die in ihrer Kindheit unter Vernachlässigung durch die Eltern zu leiden hatten, Leute, die ein geringes Selbstwertgefühl besitzen, sich nicht trauen ihre Meinung zu äußern, aus Angst andere zu enttäuschen und zu verletzen, Leute die das Gefühl haben, weniger wert oder wichtig zu sein als andere. Daher der emotionale Schutz durch eine Blockade, die das zerrissene Ich von der bedrohlichen Außenwelt abkapselt.

      Wahrscheinlich bleibt die DR nun wieder bei mir bestehen, weil ich mich durch die Therapie mit meiner Lebenssituation auseinander setzen muss, die ich von Ende 2012 bis 2014 wohl gut unterdrückt habe. Dennoch bezweifle ich, dass meine DR verschwinden würde, würde ich mich, ungeachtet der Einwände meiner Freundin, bei ihrem Sohn durchsetzen und quasi mein Revier markieren. Es ist tiefgreifender, in meiner Seele verwurzelt. Solange ich nicht von mir heraus das Gefühl und die Überzeugung habe, stark und selbstbewusst zu sein und Situationen unter Kontrolle zu haben, selbst wenn andere gegen mich arbeiten, solange wird die DR sicherlich bleiben.

      Daher denke ich auch, dass bei dir noch einiges vergraben liegt, was du entweder übersiehst oder unterdrückst, was dich in der DR gefangen hält, auch wenn deine oberflächliche Lebenssituation jetzt besser aussieht.

      Ich wünsche uns allen alles Gute!

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    2. Die Aussage, dass du von dir heraus aus das Gefühl und die Überzeugung haben musst, stark und selbstbewusst zu sein und Situationen unter Kontrolle zu haben, gefällt mir. Daran mangelt es mir oft auch stark. Ich fühle mich oft sehr gehemmt und mir fallen Situationen, die anderen keinerlei Gedanken machen, wie manche Telefonate, schwer.

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  79. Hallo, Laura
    mir geht es genau gleich, aber ich mache mir keine grossen Sorgen mehr wegen der DR/DP. Meine Aengste sind so viel besser, fast verschwunden und ich lebe endlich meine Leben. Da mir die DR mittlerweile Schnuppe ist, gibt es sogar immer mehr momente, wo ich sie gar nicht bemerke und dann ist ja sie weg, oder?
    Ich folge dem Rat in diesem Blog und habe einfach Geduld.
    Also heisst das: Kopf nicht hängen lassen, einfach weiterleben!!
    Mfg
    Jens

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    1. Hallo Jens,

      mir geht es ähnlich wie vielen anderen hier. Habe seit 2012 zwei längere DR Phasen hinter mir, eine über fast 8 Monate, die andere ca. 2 Monate anfangs 2014, dann startete ich eine Verhaltenstherapie und die DR normalisierte sich zusehends, ich führte gut ein halbes Jahr wieder ein alltägliches Leben, konnte sogar große Stressfaktoren wie Arbeitsplatzverlust, neue Arbeit, Schichtarbeit, Familienstreite etc. weg stecken, bis ich Mitte Oktober 2014 urplötzlich wieder (erst psychosomatisch) dann mit voller DR wieder einen Rückschlag erlebte.

      Ich denke, die Stressfaktoren und die unsichere Arbeitssituation/Familiensituation haben es ausgelöst, dazu noch emotionale Arbeit bei der Therapie. Anfang Januar 2015 ging es mir dann plötzlich wieder stark besser, ich beachtete die DR weniger und hatte fast keine Ängste mehr davor, das hielt jetzt ca. 2 Wochen an, dann bekam ich eine starke Erkältung, bei der man sich als "normaler" Mensch ja schon wie benebelt und schwach fühlt. Seit einigen Tagen (die Erkältung geht zwar langsam zurück, ich fühle mich aber immer noch nicht gut) verstärkt sich die DR wieder, doch was am schlimmsten ist, ist nicht die DR an sich, die nur manchmal extrem stark ist und dann meist nur für Minuten, bei Rückzug und Ruhe wieder abschwächt, sondern die Angst davor, dass es immer schlimmer wird bis zum endgültigen Wahnsinn.

      Diese Ängste wahnsinnig zu werden, habe ich seit dem ersten Mega-Ausbruch 2012 jedes Mal, wenn eine DR Phase wieder stark wird. Es ist nie passiert, alle Ärzte und auch das Forum hier sagen, man kann nicht verrückt werden, aber diese Angst davor, dass es doch passieren kann, ist in den letzten Tagen wieder dauernd da. Die DR ist gar nicht allzu stark, aber die furcht davor und das quasi Abwarten, dass es endlich stärker wird, ist da - ich hasse mich selbst dafür, da ich diese Empfindungen schon dutzendfach hatte in den letzten Jahren und dennoch zwischendurch längere Phasen, in denen ich normal leben konnte, ohne solche Ängste. Nur wenn es konkret wird mit der DR, kommen die Ängste zurück.

      Wie schaffst du es, dir darüber keine Ängste mehr zu machen, bzw. was hast du in deinem Leben geändert?

      Gerne kannst Du mir auch privat schreiben unter:

      nicooelrichs@gmx.de

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  80. Hallo Herr Ruch,

    Ich bin 20 Jahre alt und leistungsportler, und habe meiner Meinung nach ziemlich heftige dp.

    Angefangen hat es als ärzte mich verunsicherten weil ich mit einer Pilzinfektion in der leiste zu kämpfen hatte. Habe ziemlich viele Untersuchungen hinter mich ergehen lassen (eeg,blut,darmspiegelung,urinuntersuchung etc.) musste weil ureaplasmen im urin gefunden worden sind doxycyclin nehmen, und ich hatte ziemlich große Angst und da fing die dp an(wurde auch noch auf andere Sachen kontrolliert) und ich hatte einfach nur Angst das ich meine neue Freundin schon angesteckt haben könnte. Ich bin ziemlich blendempfindlich, habe floaters und vs (vs hat sich schon gut minimiert durch pures ignorieren. Ich hatte in meinen Augen die dp und die restlichen symtome bekämpft als ich im Ausland war für 1 Monat, aber immer wenn ich nach Deutschland zurück komme fängt die dp wieder an. Ich beschreibe meine dp immer so als wenn ich manchmal viel zu viel sehe, alles ist so scharf und Farben sind viel intensiver, wenn ich mich bewege kommt mir das auch fremd vor oder wenn Personen sich bewegen. Auch wenn ich in den Himmel gucke ooder weit entfernte Dinge, als total fremd :( manchmal habe ich auch das Gefühl das ich manche Sachen nicht richtig erkennen kann, obwohl ich sie scharf und klar sehe. Dazu fühle ich mich erschöpft, habe einen unangenehmen Kopfdruck. Und meine Größte angst ist das ouch an neuroborreliose leide.

    Hatten sie auch Solche Erlebnisse? Bin momentan in Behandlung und nehme keine Medikamente.

    Hoffe das sie noch aktiv in diesem forum sind :)

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  81. Hallo,
    ja, solche und ähnliche Erlebnisse kennt jeder, der mit DR konfrontiert ist. Wichtig ist zu wissen, dass -so seltsam sich all diese Farben, Gegenstände etc. auch anfühlen- das Ganze NICHT gefährlich ist. Jetzt geht es darum, den gesamten Stresspegel herunter zu fahren, das wird langfristig am besten helfen. Dazu kann eine Behandlung sehr beitragen, manchmal auch Medikamente.
    Alles Gute!
    Balz

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  82. Kleines Update, bin meine DR fast vollständig los, 1,5 Jahre hats gedauert.
    In paar Monaten bin ich vermutlich wieder der alte :))
    Grüße aus Hamburg

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  83. Erstmal, der Blog hat mir schon ziemlich viel mut gemacht.
    Doch nun zu meinem Fall:
    Ich bin 15 Jahre alt und weiblich. Alles fing vor 2 1/2 Monaten an, es war einmal abends und ich hatte seit langem wieder gekifft (kann euch versichern ich fand es nur wirklich toll oder angenehm und werde dieses Zeug NIEWIEDER anfassen!) nunja es kam dann so, dass ich viel zu viel auf einmal geraucht hätte da ich eben für die Menge und die Wirkung kein Gefühl mehr hatte. Folglich erlitt ich einen kreislaufkollaps bzw. eine Erschöpfungsohnmacht und danach eben den dadurch zu erwartenden horrortrip. Ab da fing es an mit der Unwirklichkeit. Klar das würde jedem passieren nachdem er eine THC Überdosis zu sich genommen hat, jedoch sollten diese durch eine vorübergehende toxische Psychose ( nunja ob es eine Psychose war fand ich im Endeffekt nicht hatte keine Halluzinationen etc) nach wenigen Tagen wegsein. Doch schon nach 3 Tagen nach dem Vorfall erlitt ich meine erste Panikattacke an einer Kasse im Laden. Allgemein war ich danach ziemlich ängstlich da ich dieses Gefühl sich nicht ganz da zu fühlen nicht kannte. Meine Hauptangst besteht davor wieder in Ohnmacht zu fallen was diese ständig andauernde Unwirklichkeit eben ein bisschen schwieriger macht. Zufälligerweise und darüber bin ich dankbar, befinde ich mich seit Januar in einer psyhchotherapie jedoch vor dem Vorfall 'nur' wegen selbstbewusstseinsproblemen. Habe meiner Therapeutin nach dem Vorfall alles erzählt und habe jetzt häufiger Termine. Blicke schon positiv in die Zukunft,habe jetzt zusätzlich zum Tanzen noch mit joggen angefangen um meinen Kreislauf zu stärken, was mich indirekt sicherer Macht durch meinen niedrigen Blutdruck nicht in Ohnmacht fallen zu können obwohl ich es deswegen ja sowieso noch nie bin. In der August Mitte ist bereits ein Urlaub auf Lanzarote gebucht und bis dahin ist auch grade meine Therapie fertig ich hoffe bin dahin habe ich alles rum ich hatte ja von Anfang an schon Hilfe. Gibt es sonst irgendwelche Tipps für mich?
    Liebe Grüße, Slavica

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  84. Nucht das "warum" ist das was zählt, sondern die "erkenntnis das".. Falls ihr versteht was ich meine.
    Wir haben nur ein Leben, es ist zu kurz um uns immer über alles gedanken zu machen und zu hinterfragen warum etwas so ist, die erkenntnis dass es eben so ist und man das so akzeptieren muss und kann, das ist das was zählt.

    Ich bin überzeugt dass es wieder komplett weggeht. Und ich bin sogsr überzeugt, dass man daran wächst. Ich fühle mich trotzallem aufeinmal viel selbstbewusster als vorher. Auch wenn es immernoch ab und zu so ist.

    Ich weiß, dass ich nicht alleine bin und dass es menschen gibt die mir helfen und das tut mir gut.

    Lediglich das Augenflimmern und mein Tinnitus sind noch die einzigen wirklich störenden dinge die hoffentlich bald verschwinden..

    Achja und mir hat auch geholfen, dass ich einen kleinen Kater bei mir aufgenommen habe. Der kleine macht mich sehr Glücklich.

    Tut dinge die euch Glücklich machen, auch wenn es euch schwerfällt und auch wenn ihr denkt ihr fühlt kein Glück..

    Liebe Grüße

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  85. Zwar keine erfolgsgeschichte aber zum mal zeigen wie allgegenwärtig DR/DP ist hier ein paar lieder in welchen DR/DP symptome vorkommen..

    21 pilots - car radio
    Linkin park - crawling
    Linkin park - numb
    Green Day - basket case
    Gebt euch mal die lyrics :)

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  86. Hallo Zusammen,

    mittleweile wollte ich mich doch mal austauschen, bisher habe ich immer etwas von Foren etc. abgesegen

    Vorab sorry für den langen text, aber ich würde mich freuen wenn sich jemand die Zeit nimmt. :)

    Ich kann leider überhaupt nicht zuordnen was mit mir ist...

    Alles hat ziemlich genau vor einem dreiviertel Jahr begonnen.
    Ich muss sagen ich habe früher des öfteren Cannabis konsumiert, immer in moderaten Mängen aber oftmals auch regelmäßig (3-4x die Woche)
    Angefangen mit 16, damals aber wirklich sehr selten (alle 2 Monate). Mit 18 dann monatlich und ab und an auch 3-4x die Woche.
    Dann gab es aber auch wieder Zeiten an denen ich Monate nichts konsumiert habe, von einer abhängigkeit würde ich daher auf keine Fall sprechen.
    War in der Regel so, hatte ich etwas zu Hause wurde ab und an einmal etwas geraucht, hatte ich nichts dann wurde erste wieder geraucht wenn ich mehr oder weniger durch "Zufall" an etwas ran kam...
    Rauche auch keine Zigaretten und habe auch keine anderen Substanzen eingenommen.
    Ich war auch immer der, der gesagt hat Cannabis sollte legalisiert werden, diesbezüglich hat sich meine Ansicht aber um 100% geändert.

    Jetzt zu dem eigentlichen Thema. An dem Abend vor gut einem halben Jahr habe ich etwas Cannabis geraucht, wirklich sehr wenig, wenn überhaupt 0,2g.
    Fande es immer sehr entspannt abends nach der Arbeit vor dem schlafengehen eine solche kleine Menge zu rauchen.

    Ich guckte noch etwas TV und machte dann das licht aus, was dann passierte kann ich leider nicht mehr komplett wiedergeben.
    Zumindest wachte ich auf, oder war noch wach und bekam kalte Füße. Dann auf einmal Herzrasen, viel Spucke im Mund und einfach totale Panik.
    Irgendwie war ich in diesem Moment der festen Überzeugung das ich sterbe und hatte mich damit auch schon fast abgefunden.
    Wie lange das ganze gedauert hat kann ich leider nicht sagen. Ich satnd zumindest einmal auf uns stellte mich vor den Spiegel und sagte zu mir selber, bist du doof, es ist doch alles gut. Dann ging es auch wieder etwas, aber Herzrasen blieb und das Einschlafen hat gefühlt lange gedauert.

    Am nächsten Morgen war alles wieder gut, der erste Gedanke ging auch gar nicht um das was gestern passiert ist.
    Im Laufe der nächsten Tage, eventuell auch gleich noch am ersten Tag, weiß ich leider nicht mehr. Zumindest bemerkte ich da des öfteren einen merkwürdigen "Schwindel" und irgendwie war etwas leicht anders. Zumindest knapp zwei Wochen später eventuell auch drei kamen andere Symptome hinzu, die ich leider bis heute überhaupt nicht beschreiben kann. Es fing auf der Arbeit an, keine Ahnung was es ist und war, aber es war da und hat mir totale Angst gemacht. Allerdings habe ich dadurch nie eine Panikattacke bekommen. Ich weiß nicht was in mir vor ging und geht, aber irgendetwas ist dann grundlegend nicht in Ordnung. Zumindest bin ich dann nach Hause und hatte das Gefühl ich muss einfach schlafen. Ging nicht wirklich, daher bin ich zum Sport und schließlich dann ins Bett. Den nächsten Morgen war es erstmal wieder besser, kam auf der Arbeit allerdings wieder. Wieder zu Hause konnte ich es nicht mehr ertragen und musste alles meinen Eltern erzählen. Ich heulte wie ein kleines Kind und meinte einfach nur, irgendetwas ist mir mir nicht mehr in Ordnung.

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  87. Wir unterhielten uns über alles, auch über den Horrortrip. Kamen aber letzendlich zu dem Entschluss, dass ich eventuell etwas viel Stress immoment hatte und das wir das eventuell gar nicht so auf den Cannabiskonsum zurückführen sollten. Anschließend ging es mir wieder "gut". Ich weiß leider nicht, ob es seitdem wieder ganz wie früher war, aber zumindest ging es mir viel besser.

    Eine Sache kam allerdings öfter wieder, eine merkwürdige Art von "Schwindel" und irgendwie war doch alles nicht so ganz wie früher, oder eventuell doch? Ich weiß es leider nicht. Zumindest viel es mir in viele Situationen auf, die Umwelt sah in diesem Momenten auch öft leicht verändert aus, irgendwie etwas merkwürdig. Hinzu kam das ich ziemlich oft müde war.

    Zu Weihnachten (knapp 2 Monate später) ging das ganze leider wieder von vorne los und war wieder komplett da. Hinzu kam (bzw. weiß ich leider nicht mehr ganu ob das davor auch schon war), dass ich den gesamten Tag über herzpochen hatte, und innerlich etwas "gelähmt war". Ich konnte mich schlecht unterhalten, hatte auch gar keine Themen über die ich reden wollte, bis auf das Thema das es mir schlecht geht. Ich konnte nichts mit mir anfangen, konnte kein TV gucken, kein Buch lesen, alles drehte sich um das eine Thema bzw. um das eine Gefühl was ich leider echt nicht beschreiben kann. Zumindest ging es dieses mal nicht so schnell weg und ich musste mich nach den Feiertagen krankmelden. Die Zeit habe ich eigentlich nicht viel gemacht, habe versucht mich zum Sport zu schleppen, aber alles war extrem schwer, egal was ich mir vorgenommen habe. Meine Freundin war die ganze Zeit für mich da, aber wirklich helfen konnt mir keiner. Nach gut 3 Wochen ging es dann wieder, zumindest so weit, dass ich wieder zur Arbeit konnte. Diese Art von Schwindel begleitete mich aber weiterhin. War auch immer so eine Sache bei der ich mir selber die Frage stellte "Ist der Schwindel nur da wenn ich dran denke oder ist er auch da wenn ich nicht dran denke, aber ich bin dann nur abgelenkt?" Naja zumindest suchten wir dann auch einen Psychotherapeuten auf und machten eine Termin beim Psychater.

    Glücklicherweise bekam ich bereits nach zwei Wochen einen freien Terminplatz bei der Psychotherapeutin, der Termin zum Psychater war allerdings noch 2 Monate hin. Der Besuch bei der Psychotherapeutin war und ist bis jetzt allerdings keine "Wunderwaffe" es geht mir oftmals nach den Sitzungen etwas besser, aber viel mehr auch nicht.

    Zuminest ging es mir dann längere Zeit wieder "gut", ab und an wieder schlechter nach zwei Tagen wieder besser, immer ein hin und her. Dann kam endlich der Termin beim Psychater. Diagnose: "Derealisation nach Cannabismissbrauch" Medikamente: Keine, das soll mir der Zeit vergehen. Habe nur eine Art Notfall Medikament bekommen, was ich nehmen kann wenn ich es gar nicht aushalte. Damit meinte er wohl wenn ich Panikattacken haben? Würde aber nicht sagen das, dass Panikattacken sind, oder?

    Naja zu dem Zeitpunkt ging es mir auch echt ganz gut und ich haben das versucht hinzunehmen, geht schon wieder weg.

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  88. In der Zeit gab es viele Hochs und Tiefs. War dann mit Family im Urlaub, da gings es mir leider wieder durchgängig beschissen. Leider auch wieder mit etwas anderen Symptomen, allerdings immer begleitet mit diesem unbeshreiblichen Gefühl. Auch finde ich habe ich komische Gedankengänge entwickelt die für mich aber auch schwer zu erklären sind. Früher ging es mir wenigstens morgens immer noch einigeermaßen jetzt aber auch schon morgens alles komisch. Aber keine Ahnung kann auch sein das, dass schon die ganze Zeit so ist. :-D

    Sorry aber mir fällt es unglaublich schwer das alles zu beschrieben und dabei nichts zu vergessen etc.
    Jetzt hat sich das alles allerdings irgendwie festgesetzt, mal geht es mir besser mal nicht, aber ich kann einfach nicht sagen was los ist.
    Wenn ich drüber nachdenke, weiß ich das eigentlich nichts ist, aber irgendwie ja schon.

    Zumindest um zu verstehen wie stark mich das ganze belastet, ich sage immer zu meinen Eltern lieber hätte ich immoment keine Arme und Beine und mein Leben ist immoment einfach nicht lebenswert. (Bloß nicht falsch verstehen, das sollen KEINE Andeutungen auf doofe Gedanken von mir sein, es beschreibt einfach nur meinen momentanen Zustand.) Das Problem ist natürlich immer der Gedanke an das es nie wieder weg gehen könnte und ich versuchen müsste damit zu leben.

    Meine Therapeutin sagt immer Akzeptieren, dann wird es besser. Ich versuche das, allerdings kommt es mir nich so vor als wenn es klappt.
    Ich finde auch gar keine Gründe warum es mir mal besser geht und warum nicht.
    Ich weiß leider auch nicht so richtig, wenn es mir mal gut ging, ob es mir dann wirklich gut wie früher ging oder nur besser.

    Ganz kurz noch ein paar Infos zu mir:

    Bin 22 Jahre alt, habe eine klasse Familie, hatte eine normale Kindheit, habe mein Abi gemacht und mache grade meine Ausbildung.
    Nichts auffälliges gewesen in meinem Leben. Meine Eltern sind sehr Pflichtbewusst, aber haben gegen meinen Cannabiskonsum nichts gesagt. Konnte mich ganz offen und ehrlich mit ihnen über alles unterhalten. Mein Dad sagte immer, lieber mal einen Rauchen, als jeden Tag eine Schachtel Zigaretten oder sich jedes Wochenende die Birne wegsaufen. Genau so war es auch bei mir, ich hatte Cannabis genossen. Nie der "coole Kiffer" gewesen, der das gemacht hat und andere zu begeistern. Fast nie auf Partys, eigentich nur im engen Freundeskreis oder alleine.

    Einmal meine Symptome die in dem Zeitraum vorkamen oder noch bestehen.

    - dieses komische Gefühl, irgendetwas ist einfach nicht okay, irgendetwas ist grundlegen anders als früher
    - Herzrasen (nur als es ganz aktu war, mittlerweile komplett weg)
    - Müdigkeit
    - gefühl Fieber zu bekomme (verschwunden)
    - Angst das es nie wieder verschwindet
    - Fokussierprobleme z.B. am PC, ein gewisses schielen. Ich denke ihr kennt das man ist z.B. extrem Müde in der Schule - muss aber die Augen aufhalten. Das ähnelt ganz stark meinem "schielen"
    - komische Gedankengänge über den Tod, über unsere existenz etc.
    - komme schwer aus dem Bett
    - Konzentrationsprobleme
    - eine Art Schwindel (wenn es sehr akut ist, ist dieser komischer Weise nicht da, sondern eher wenn es mir "gut" geht)
    - daraus resultiert natürlich eine geringe bis gar keine Lebensfreude

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  89. Momentan geht es mir länger schlecht als "gut". Zumidest gibt es nicht mehr so lange Phasen der Besserung.
    Mein Psychater geht jetzt eher von einer Depression aus und hat mir Escitalopram verschrieben.
    Habe es bisher nicht genommen und weiß auch nicht ob es das richtige ist.
    Ich finde nicht das ich eine Depression habe. Gut eventuell ist aus allem eine Art Depression entstanden aber das Grundproblem ist etwas anderes.
    Ich fühle mich leider total unverstanden und fühle mich unglaublich alleine. Mir kommt es so vor, als wenn das einfach niemand hat, bzw. niemand so richtig weiß was man machen kann. Mein Psychater sagt zwar das ein AD auch helfen kann, den Serotoninhaushalt wieder auszugleichen und dadurch alles besser werden kann...

    So das sollte es gewesen sein. In meinem Text fehlt bestimmt noch einiges, aber es soll ja auch jemand lesen und ich bekomme da auch nicht wirklich eine Struktur rein.
    Meine ganze Familie ist immer für mich da, aber trotzdem fühlt man sich so alleine mit der "Krankheit". Jeder ist zwar bereit mich in den Arme zu nehmen und zu trösten aber wirklich helfen kann einem keiner....

    Entschuldigt für komische Formulierungen und die Rechtschreibung, aber mir fehlt momentan leider echt die Konzentration.

    Ich freue mich über Erfahrungen, Tipps und Meinungen!
    Leider ließt man soo selten, das jemand aus so komischen Erkrankungen geheilt wurde und alles ist wie früher...
    Mir wird immer wieder gesagt ich habe keine Psychose, weil Leute mit Psychosen das selbst oft nicht wissen. Bringt mir allerdings keine wirkliche Erleichterung ob ich jetzt nun eine Psychose habe oder was auch immer, scheiße ist es auf jeden fall. Oftmals hätte ich lieber einen Knall und wüsste davon aber nichts, als das was ich jetzt habe, weil jetzt weiß ich das etwas nicht stimmt.

    Ich kann es auch einfach nicht beschreiben, ich weiß nur das irgendetwas anders ist als früher. Es muss ansich gar keine große Veränderung sein aber sie hat eine extreme Auswirkung auf mich. Ich fühle mich leider so hilflos, Termine beim Arzt brauchen Monate und dann ist keine Zeit meine ganze Geschichte zu erzählen. Ich hatte noch nie eine Depression oder eine Derealisation / Depersonrealisation aber mir kommt es nicht vor wie eine der beiden genannten Krankheiten. Irgendetwas ist einfach komisch in meinem Kopf...
    Dazu muss ich auch noch sagen das ich mir nicht sicher bin ob es mir in den "guten" Phasen wirklich wieder so ging wie früher oder ob doch etwas anders ist.
    Ich denke oft an Situationen vor dieser "Erkrankung" und versuche das mit den "guten" Situationen abzugleichen, irgendwie kommt mir dann aber trotzdem alles anders vor. Ich weiß nicht es ist so merkwürdig und es ist wie ein Albtraum für mich... :(

    Würde mich freuen wenn mir hier jemand zumindest eine Einschätzung geben kann oder irgendwelche Erfahrungen hat...

    Ich danke euch und teu teu teu an alle! :)

    Beste Grüße
    Tom

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    1. Hallo Tom, wenn du magst, kannst du mir eine Email schreiben, dann kann ich dir ein bisschen erzählen was mir geholfen hat :)
      Mir geht es besser und ich hatte auch depressionen aufgrund der DRDP...
      Annabreuer54@gmail.com

      Und an alle anderen:
      Ich habe ein sehr Gutes Buch geschenkt bekommen, was mir sehr geholfen hat..
      Von Safi Nidiaye
      "wieder fühlen lernen"

      Kann ich nur empfehlen.. :)
      Hat zwar direkt nichts mit DR oder DP zu tun, allerdings hilft es einem sehr, seinen Körper und auch seine Gefühle wieder wahrzunehmen. Es sind viele Meditative übungen darin, was mir persönlich sehr Gut tat. :)
      Lg

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  90. Liebe Leute,

    tolle Idee - auch mal von den Erfolgen zu berichten. Bei mir dauerte der Zustand der DP/DR ca. 2 Jahre, aber so genau kann es nicht mehr sagen. Die Verbesserung meines Zustandes kam schleichend, wie bereits von mehreren Leuten da berichtet.
    Im Nachhinein, es möge ein wenig pervers klingen, aber dass ich eine Panikattacke mit einer anschließenden DP/DR hatte, sehe ich heute als positiv, weil sich dadurch mein Leben verbessert hat und ich noch immer glaube, dass solche Dinge im Leben ganz bewusst passieren, damit man sich entwickelt, der Körper und deine Seele, der du lange keine Aufmerksamkeit geschenkt hast, meldet sich irgendwann zu Wort.


    So nun zu den Dingen, die mir meines Erachtens auf lange Sicht geholfen haben:

    1) Sich vom Arzt durchchecken lassen - es kann ja auch was anderes sein. Mein Tipp: Sobald man Befunde erhält, wo alles passt, dann Ruhe geben.

    2) Im Internet informieren, viele vertreten die Meinung, dass man auf keine Fall googeln sollte usw. Es war für mich wichtig, zu wissen, dass ich nicht alleine bin und dass es eine DR oder DP gibt, dass wusste ich davor gar nicht. Ich habe auch sehr viele Bücher zu den Themen Angst, Achtsamkeit, Panikattacken... gelesen.

    3) Wenn man beim Arzt abgeklärt hat, dass keine organisches Ursachen vorliegen und man davon ausgehen kann, dass dies eine Panikattacke war und man sich einer DR/DP befindet, dann kommt die eigentliche harte Arbeite auf einem zu, nämlich die Frage für sich zu beantworten, "Warum hatte ich eine Panikattacke?".

    4) Seinen aktuellen Zustand akzeptieren

    5) Ich habe mir nach einer Zeit einen Psychotherapeuten gesucht. Geht zu einem Psychotherapeuten, der kennt euch nicht, der hat eine ganz andere Sichtweise, wenn ihr etwas erzählt, er ist neutral. Bei Freunden usw ist das nicht so leicht. Also mir haben die Termine, ich hatte ca. alle zwei Wochen 1h bei ihm, richtig gut getan.

    6) Sport treiben. Ich würde auch keinen Sport machen, der sehr anstrengend ist. Ab in den Wald, einfach in die Natur, auch wenn man am Anfang sich denkt, was macht das für einen Sinn, es hilft, auch wenn es euch nicht gleich bewusst ist.

    7) Ich habe mich auf die Suche gemacht nach den Ursachen. Kurz zusammengefasst:


    Wenig geschlafen, unregelmäßig, weil ich neben dem Studium im Eventbereich gearbeitet habe. Nebenbei hatte ich einen zweiten Job. Druck auf der Uni, keine Erfolgserlebnisse, mehrere 5er hintereinander geschrieben, weil ich zu wenig Zeit zum Lernen hat. Hatte viele "Freunde", die wieder viel Zeit kosteten usw.
    8) Reflektieren - Auch ich konnte es nicht. Ich musste ständig was tun und mich beschäftigen. Setzt euch hin und denkt mal über euer Leben nach, was wollt ihr erreichen, was sind eure Ziele, Was ist für euch der Lebenssinn - Ich muss ehrlich sagen, auch wenn ich die DP/DR nicht mehr habe, Antworten auf diese Fragen zu finden, ist unheimlich schwer, aber wenn man sich damit beschäftigt, beweist man, dass man sein Leben in der Hand hat, man selbst, nicht ein anderer. Aber setzt auch nicht unter Druck mit dem Finden der Antworten

    9) Umstellung der Ernährung - Ich esse jetzt viel gesünder als früher.

    Generell kann ich sagen, dass die DP/DR weg ist, ich muss aber auch sagen, dass ich seit dem ganzen nicht mehr so, ich möchte nicht sagen, belastbar, aber ich merke einfach sehr schnell, wenn es genug ist und dann gebe ich meinen Körper auch die nötige Ruhe, sofern es möglich ist.

    Ich wünsch euch alles Gute und für die Leute, die noch einer DR/DP stecken, habt Vertrauen in euch selbst, gebt euch die notwendige Zeit. Ich weiß, wenn es wem beschissen geht, will man da nur noch raus. Aber ich kann euch versprechen, man kommt da auch wieder raus. So wie man auch reingekommen ist!!!




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  91. Hallo Herr Ruch und liebe DP/DR Gemeinde,

    Aufgrund einer verschleppten Muskelverspannung am Hals mit großen Schmerzen bekam ich eine mittelgradige Depression. Am schlimmsten Punkt bekam ich eine dp/dr. Dieses Gefühl sich fremd zu sein und das alles nicht real ist, ist das gruseligste Gefühl, dass man durchleben kann. Auch ich habe mir die Finger blutig gegoogelt und diese Seite gefunden. Diese Seite hat mir sehr geholfen. Ich weiß nicht wie oft ich sie durchgelesen habe. Schon allein um mich abzulenken. Auch wenn einem dieses Gefühl irre macht. Lasst euch nicht unterkriegen. Alle hier haben es selbst durch oder stecken noch drin. Wir wissen wir es euch geht! Mit dem Ende der Depression verschwand dieses quälende Gefühl, aber ganz langsam von Tag zu Tag. Wie grausam. Aber es ging vorbei. Danke für alle Kommentare hier im Blog und danke Herr Ruch für Ihre plausiblen Erklärungen.

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  92. Liebe Betroffene,

    ich bekam meine Derealisation/Depersonalisation als ich eine Panikattacke auf Cannabis hatte. Das ist nun mehr als 2 Jahre her und es ging auf und ab. Erst kürzlich konnte ich behaupten das sie komplett verschwunden war. Geholfen hatte mir Zeit und Philosophie, besonders die Werke Nietzsches hatten es mir angetan. Da ich doch erst kürzlich wieder Drogen konsumierte (MDMA aka. Ecstacy) und ich wieder Panik bekam, scheint sie wieder da zu sein. Schade! Doch ich kenne diesen Zustand genau und so schlimm ist es nicht mehr. Meine Geschichte, und auch die der anderen, beweist, das die DP oder die DR nicht von Dauer ist. Daher lasst euch nicht unterkriegen.

    Alles Gute!

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  93. Hey Leute,
    Ich bin 17 und habe vor paar Wochen dp/dr Erfahrung gemacht. Zum Glück bin ich auf einigen (unnötigen und schaurigen) Umwegen auf diese Seite gestoßen und danke dafür Gott. Es ist wirklich schön zu sehen wie sich unterschiedlichste Menschen sich gegenseitig ermutigen!!
    Viele Schüler wie ich,die diese Erfahrung gemacht haben und bald im Abi-stress sein werden befürchten dass dp/dr wieder ausbrechen kann (zur falschen Zeit am falschen Ort) auch wenn sie es bis dahin geschafft haben es zu überwinden. Hoffe auf Ermutigung und evtl. Leute die ihre Prüfungen dennoch erfolgreich bestanden haben

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  94. Ist der Blog nun Tot ? :/ Hab es seit 2 Monaten, habe Cannabis geraucht aber keine Panikatacke oder so gehabt. Gehts hier einem auch noch so ?

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  95. Hallo Zusammen :)
    Ich bin geheilt!
    Ich will mich kurz fassen, da ich mich nicht mehr gern mit diesem Thema befasse.
    Ich bin 23 Jahre alt und hatte meine erste PA im März. Die Ursachen waren Prüfungsstress und Drogenmissbrauch während der Studienzeit.
    Von da an begann meine DP/DR, deren Symptome ich hier ja niemandem mehr schildern muss.
    Seit 2 Wochen ist die DP/DR verschwunden und ich sage euch nun kurz und knapp, wie es dazu kam.
    Kognitive Verhaltenstherapie, Johanniskraut 900mg (Laif900), geregelter Schlafrhythmus, mindestens eine Aktivität im Freien pro Tag (am besten nicht allein) und jetzt die für mich wirksamste Maßnahme -> KEIN ALKOHOL.
    Ja richtig, keinen Alkohol.
    Ich bin seit 7 Wochen in Therapie und schon seit Sommer auf Johanniskraut eibgestellt. Die Depression und die Agoraphobie wurden schnell besser, die DP/DR blieb jedoch konstant bestehen. Ich bin/war kein Alkoholiker, jedoch trank ich täglich ein Bier als Feierabendritual. Am Wochenende trank ich moderat. Doch die Tage bzw. die Zeit nach dem Trinken waren die Hölle. Da war meine DP/DR immer am stärksten.
    Mein Therapeut sagte mir, ich soll doch einfach mal gar nicht trinken.
    Gesagt, getan. Und siehe da, nach einer Woche war ich klar und aktiv wie nie, die DP/DR trat vielleicht noch zu einem Viertel auf.
    Nun - zwei Wochen später - ist die DP/DR verschwunden.
    Da wurde mir klar, dass bei mir der Alkohol die DP/DR am Leben erhielt. Lustig, dass ich erst durch eine Therapie diese Möglichkeit in Betracht gezogen habe.
    Also lautet meine Message an euch da draußen: Wenn ihr regelmäßig Alkohol trinkt und an DP/DR leidet, verzichtet mal einen Monat darauf. Ihr werdet nicht glauben, was das bewirken kann :)

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  96. Hallo, liebe Leute da draußen. Gibt es noch jemanden der hier aktiv ist bzw. Sich mit der ganzen Thematik auseinandersetzt?

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  97. Hi Leute. Ich habe mal ein bisschen gegoogelt und bin auf diesen Blog gestoßen. Ich litt mehrere Jahre unter einer schweren Depression, die auch begleitet war von Panikattacken und Derealisation. Das Problem war, es war 24 Stunden und ging nicht weg. Behandelt habe ich es mit Medikamenten (SSRI) und einer Psychotherapie. Dieses Gefühl ist echt schrecklich einfach.

    Liebe Grüße

    Sebastian Schmersträter

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  98. Vor etwa einem Monat hat es bei mir angefangen. Plötzliches Unwirklichkeitsgefühl, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen. Dann kamen die Panikattacken. Zu meiner Geschichte, war schon immer eher ein Einzelgänger, habe mich in der Schule oft Auschgeschlossen und Einsam gefühlt. Darauf folgten Depressionen. Habe irgendwann angefangen ziemlich viel zu Kiffen. Das hat mir immer gut geholfen aus meinem dunklen Loch zu kommen und mal eine andere Perspektive zu haben in der nicht alles Scheiße ist. Habe es dann aber übertrieben und die letzten 2 Jahre fast jeden Tag gekifft. Habe früher ab und an LSD und andere Substanzen genommen. Nicht allzu Häufig. Schließlich war ich dieses Jahr nochmal auf einem Festival wo ich zwei Trips hatte die beide eher Mittel waren. Das ist etwa 2 Monate her. Das hat das ganze wohl ziemlich verstärkt bis ich halt an dem einen Abend die erste Panikattacke hatte. vorher war alles noch relativ normal (wenn man lange kifft hat man zb eine "andauernde" Verschwommenheit in der Sicht - nicht weiter schlimm aber darum das relativ) Aber seit dem einen Abend ist alles anders. Es hat mich total aus meinem Leben gerissen. Habe Probleme raus zu gehen, der offene Himmel macht mir nicht per se Angst, eher der Gedanke das sich dahinter das endlose Weltall befindet. Wenn ich auf den Boden gucke muss ich immer daran denken das ich auf einem Planeten mit Schwerkraft bin und das unter meinen Füßen noch Kilometer an Stein liegt, Wasser finde ich momentan auch sehr komisch weile es quasi am Boden klebt. Meine Wahrnehmung ist einfach am durchdrehen. War heute bei einer Therapeutin, die wollte mir aber direkt leichte Antidepressiva geben und hatte auch keinen guten Draht zu ihr. Naja nächste Woche habe ich wieder einen Termin, vlt muss ich mich einfach daran gewöhnen. Ich mache viel Leistungsport seit etwa 3 Monate, dass hilft mir momentan sehr mich zu fokussieren. Es ist in dem Monat seit der ersten Panikattacke schon besser geworden und ich habe auch keine Panikattacken mehr. Aber es beschränkt mich schon ziemlich. Bin oft kurz vorm heulen weil ich es nicht mehr aushalte und konzentriere mich dann auf etwas anderes was meistens hilft (oh wunder...). Ich fange in zwei Monaten mein Studium an und ziehe in eine andere Stadt. Freue mich darauf und glaube das das Studium mir helfen kann mich auf etwas anderes als auf meine Angst und das Unwirklichkeitsgefühl zu konzentrieren aber fürchte mich trotzdem das ich aufgrund der DR mein Studium vlt nicht auf die Reihe bekomme. Aber das eher am Rande. Bin übrigens männlich und 20 Jahre alt. Ich trage viel Kummer und Schmerz mit mir rum, denke das das der Ursprung der ganzen Geschichte ist und das die Drogen quasi der Türöffner waren. Überlege ob ich Johanneskraut nehme. Mag keine Antidepressiva nehmen, glaube das es kein Sinn macht da diese Medis alles nur unterdrücken und man so gar nicht richtig daran arbeiten kann. Das hier ist das erste Forum das mir den Mut gibt meine Geschichte zu erzählen. Manche Tage sind besser, manche schlechter aber heute bin ich wieder mal am Ende. Naja alles ist ein Prozess und das hier wird wohl noch ne Weile andauern. Vlt liest sich das hier ja doch noch wer durch und kann mir ein paar Tipps geben oder so. Denke das wird schon alles werden, aber anstrengend ist es allemal...

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  99. Vor etwa einem Monat hat es bei mir angefangen. Plötzliches Unwirklichkeitsgefühl, Benommenheit, Schwindel, Kopfschmerzen. Dann kamen die Panikattacken. Zu meiner Geschichte, war schon immer eher ein Einzelgänger, habe mich in der Schule oft Auschgeschlossen und Einsam gefühlt. Darauf folgten Depressionen. Habe irgendwann angefangen ziemlich viel zu Kiffen. Das hat mir immer gut geholfen aus meinem dunklen Loch zu kommen und mal eine andere Perspektive zu haben in der nicht alles Scheiße ist. Habe es dann aber übertrieben und die letzten 2 Jahre fast jeden Tag gekifft. Habe früher ab und an LSD und andere Substanzen genommen. Nicht allzu Häufig. Schließlich war ich dieses Jahr nochmal auf einem Festival wo ich zwei Trips hatte die beide eher Mittel waren. Das ist etwa 2 Monate her. Das hat das ganze wohl ziemlich verstärkt bis ich halt an dem einen Abend die erste Panikattacke hatte. vorher war alles noch relativ normal (wenn man lange kifft hat man zb eine "andauernde" Verschwommenheit in der Sicht - nicht weiter schlimm aber darum das relativ) Aber seit dem einen Abend ist alles anders. Es hat mich total aus meinem Leben gerissen. Habe Probleme raus zu gehen, der offene Himmel macht mir nicht per se Angst, eher der Gedanke das sich dahinter das endlose Weltall befindet. Wenn ich auf den Boden gucke muss ich immer daran denken das ich auf einem Planeten mit Schwerkraft bin und das unter meinen Füßen noch Kilometer an Stein liegt, Wasser finde ich momentan auch sehr komisch weile es quasi am Boden klebt. Meine Wahrnehmung ist einfach am durchdrehen. War heute bei einer Therapeutin, die wollte mir aber direkt leichte Antidepressiva geben und hatte auch keinen guten Draht zu ihr. Naja nächste Woche habe ich wieder einen Termin, vlt muss ich mich einfach daran gewöhnen. Ich mache viel Leistungsport seit etwa 3 Monate, dass hilft mir momentan sehr mich zu fokussieren. Es ist in dem Monat seit der ersten Panikattacke schon besser geworden und ich habe auch keine Panikattacken mehr. Aber es beschränkt mich schon ziemlich. Bin oft kurz vorm heulen weil ich es nicht mehr aushalte und konzentriere mich dann auf etwas anderes was meistens hilft (oh wunder...). Ich fange in zwei Monaten mein Studium an und ziehe in eine andere Stadt. Freue mich darauf und glaube das das Studium mir helfen kann mich auf etwas anderes als auf meine Angst und das Unwirklichkeitsgefühl zu konzentrieren aber fürchte mich trotzdem das ich aufgrund der DR mein Studium vlt nicht auf die Reihe bekomme. Aber das eher am Rande. Bin übrigens männlich und 20 Jahre alt. Ich trage viel Kummer und Schmerz mit mir rum, denke das das der Ursprung der ganzen Geschichte ist und das die Drogen quasi der Türöffner waren. Überlege ob ich Johanneskraut nehme. Mag keine Antidepressiva nehmen, glaube das es kein Sinn macht da diese Medis alles nur unterdrücken und man so gar nicht richtig daran arbeiten kann. Das hier ist das erste Forum das mir den Mut gibt meine Geschichte zu erzählen. Manche Tage sind besser, manche schlechter aber heute bin ich wieder mal am Ende. Naja alles ist ein Prozess und das hier wird wohl noch ne Weile andauern. Vlt liest sich das hier ja doch noch wer durch und kann mir ein paar Tipps geben oder so. Denke das wird schon alles werden, aber anstrengend ist es allemal...

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  100. Hallo ihr lieben,

    im august 2016 litt ich plötzlich unter extremen panikattacken die mich ziemlich aus Bahn geworfen hatten. Ich hatte ständig Angst und könnte nicht mehr schlafen. 3 Tage hatte ich kein Auge zugedrückt und ließ mich im kh untersuchen da mich die Schlaflosigkeit in den Wahnsinn trieb. Im kh hieß es ich leide vermutlich unter Depressionen was auch stimmte da ich hoffnungslos und verzweifelt war weil ich mich selbst und vorallem meine Angst nicht mehr unter Kontrolle hatte. Meine Ärztin verschrieb mir opipramol und gab mir etliche Überweisungen ( Neurologie, Psychotherapie, etc. ) ich tat alles Hauptsache ich würde wieder gesund werden. Ich muss ehrlich sagen die Tabletten halfen gegen meine Ängste oder unterdrückten sie besser gesagt worüber ich froh war. Aber die derealisation die ich hatte war die Hölle ! Ständig hatte ich den gedanken mein Leben zu beenden, da es der einzige Ausweg wäre frei zu sein. Doch als Gläubige brachte ich es nicht fertig das zu tun. Ich las ständig im internet auf den wenigen Seiten die es gibt darüber wie es einige aus der dr/dp geschafft hatten und das gab mir immer wieder etwas mit weiterzumachen. Schließlich lernte ich meinen Freund kennen, durch den ich ständig Ablenkung hatte. Ich dachte zwar immernoch oft über die dr/dp nach aber durch die Ablenkung und die Gespräche mit meinem Freund hatte ich eine große hilfe. Mittlerweile würde ich sagen ist von der dr/dp von einst 100% vllt 25% übrig geblieben, die ich sicherlich in der nächsten Zeit auch loswerde.
    Lange Rede kurzer Sinn, traut euch guten Freunden oder der Familie an das ist sehr wichtig und der erste Schritt nach vorne !
    Recherchiert ruhig aber übertreibt es nicht und filtert die positiven Geschichten und macht euch selbst mut !
    Lenkt euch ab das ist das wichtigste und versucht erstmal damit zu leben ! Passt euch an wehrt euch nicht dagegen je mehr ihr euch wehrt desto schlimmer wird es daher sagt euch es ist jetzt nun mal so und nur eine Phase die wieder vergehen wird und das wird sie das versprech ich euch !
    Gott weiß warum wir Menschen panikattacken/ angstattacken/ dr/dp bekommen aber bei mir hat es definitiv damit angefangen das ich zu oft im Internet nach Symptomen recherchiert habe und mich selbst diagnostiziert habe. Wenn ihr euch nicht gut fühlt dann geht einfach zum Arzt aber nimmt es nicht zu oft selbst in die Hand indem ihr Arzt spielt das tut euerer Seele nicht gut ! Früher hat es google nicht gegeben und die Menschen haben trotzdem überlebt.
    Ich wünsche euch alles das beste und bete für euch !

    Liebe Grüße
    M.

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  101. Hallo,
    Möchte mich gerne anschließen an die Diskussion. Ich bin nicht ganz sicher ob meine Symptome tatsächlich auf Derealisation zutreffen, dam möchte ich euch gerne Fragen. Dazu gesagt, Cannabis habe ich bis zum Tag als es aufgetreten ist ca. 1,5 Jahre täglich konsumiert. Plötzlich überkam mich aus heiterem Himmerl, auf der Arbeit eine Art Unwirklichkeitsgefühl ( ähnlich dem High sein, nur ohne die Euphorie). Dies steigerte sich in den folgenden Tagen so stark dass ich total in mich hineingefallen bin, alles war extrem surreal und unwirklich, dazu kamen starke Kopfschmerzen und gefühlseinbrüche. Es folgte das Ärzte hopping, doch niemand konnte etwas finden. Hatte extreme Panikattacken, starke innere Unruhe und dazu das Gefühl von hilflosigkeit ( Eins der ekelhaftesten Gefühle, meiner Meinung nach) war lange Krankgeschrieben und blieb daheim. Schlussendlich ging ich zum Psychologen (Uniklinik) welcher eine generaliesierte Angststörung diagnostizierte, hervorgerufen durch Cannabis. Ich sehe dies jedoch skeptisch, da Angst und Panik Gefühle erst NACH dem auftreteten der Unwirklichkeit eingetreten sind. Eine 2. Psychologin meinte ich hätte mich vergiftet mit Cannabis.

    Etwas zu der DR. Sie ist in einem Moment aufgetretetn in der meine Lebenssituation durch einige unschöne Dinge plötzlich zusammen gebrochen ist, u.a. der Umzug in eine Wohnung welche sich im nachhinein als unwohnbar entpuppte (Lärm, Müll etc). Mein Leben lief bis dahin weitgehenst reibungsfrei, alles hat immer irgendwie geklappt. Und nun kam diese DR. Mal ist es mehr, mal weniger spürbar, selbes gilt für die Unruhegefühle und den Panikattacken, z.b. lief es 1-2 Wochen ganz okay, dann kurz vor dem ersten Psychologentermin, kam es wieder, brennen im kopf, das gefühl die Kontrolle zu verlieren, begleitet von starken DR-Gefühlen. Motivationslosigkeit tritt auch immer wieder auf, man geht nach der Arbeit nach Hause und fragt sich vorauf man sich nun eigentl. freue, was man machen möchte und findet nichts, das steigert dann wieder die innere Unruhe.

    Nun meine Fragen, denkt ihr es handelt sich eher um eine DR, eine Angststötung oder eine Cannabis Vergiftung? wie gesagt, die Unwirklichkeitsgefühle waren als erstes da.

    Was macht Ihr um euch zu Motivieren weiter zu machen?
    auch wenn man sich ablenkt, ist es nach der Ablenkung ja wieder da -.-


    Mache regelmäßig Meditationen, die ganz gut helfen und Ich nehme LAIF 900 Johanniskraut 1xMal täglich. Hilft es wenn man es öfter nimmt 2Mal am Tag?

    Daheim zu bleiben war im nachhinein betrachtet nicht das richtige, den als ich wieder arbeiten gegangen bin, trotz der Gefühle, merkte ich dass ich ganz okay klar kam und während man beschäftigt ist, merkt man es nicht so stark.

    Man sehnt sich so, nach dem befreiten, lockeren Leben das man vorher lebte und hat angst dass dies nie wieder so sein wird. Wie geht ihr damit um?

    Muss sagen, dass ich über diese ganze Zeit kaum Schlafprobleme hatte. Ich bin m, 30.

    Interessant ist auch, das man alles schafft, was das Leben so verlangt, kreativ arbeiten, auto fahren, einkaufen, sich eine neue Wohung suchen, die alte wohnung nachmietern zeigen und übergeben, sogar Dates. Wobei bei die Dates etwas merkwürdig waren (innere Unruhe kam 1Mal stark hoch, zum Glück hat Sie mich dann abgelenkt).

    Am Ende möchte ich mich sehr bei euren Beiträgen bedanken, die mir zeigen DU BIST NICHT ALLEINE! Und es geht wieder weg.

    Freue mich über Antworten meiner Fragen und Tipps.
    Vielen Dank

    M

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