Donnerstag, 2. Dezember 2010

Online Buch "wie durch eine Scheibe"


B.A. Ruch
„…wie durch eine Scheibe“

Ein Selbsthilfebuch bei Derealisation und Unwirklichkeitsgefühlen.
1 Vorwort
2 Einleitung
3 Was ist Derealisation/DP?
4 Phänomene
5 Selbsthilfe:  Rollen wir das Feld von hinten auf.
1. Nicht noch reinstigern – Angst und Panikattacken, loslassen. Weitermachen im Leben,
2. Aktives: Lesen, Hören, Spielen, Sport etc.  
3. Proaktives: den Trigger identifizieren, Intervenieren, den Hügel erklimmen und entspannen.  Achtsamkeitsübung,  Ernährung, Medikation und Therapie.


1. Vorwort
Diese Webseite ist kein Ersatz für eine solide Therapie. Sie ist aus der Sicht eines Betroffenen geschrieben, der diese unangenehme bis zuweilen angsteinflössende Erfahrung gemacht und überwunden hat. Es sei darauf hingewiesen, dass das Lesen von Berichten über Derealisation und Depersonalisation diesen Zustand triggern kann. Ich werde mich bemühen, negative Konnotationen möglichst zu vermeiden. Trotzdem will ich realistisch beschreiben, was ich über diesen Zustand heraus gefunden habe und wie ich ihn schliesslich besiegen konnte.

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen davon berichten, dass sie sich selbst gelegentlich, häufig oder manche sogar chronisch in einem Zustand der Unwirklichkeit erleben. Manche klagen über einen benebelten Kopf, andere beschreiben sich selbst als „in Watte gepackt“, erleben alles wie durch einen Filter oder haben den Eindruck, sie seien in einem Film oder in einem Traum. All den Beschreibungen liegt eine verschobene Wahrnehmung der Umgebung und der eigenen Person zugrunde. In der Psychologie ist dieses Phänomen als „Derealisation“ (unwirkliche Wahrnehmung der Umgebung) und als „Depersonalisation“ (unwirkliche Wahrnehmung des eigenen Körpers) seit Jahrzehnten bekannt. Trotzdem sind die Ursachen  nicht sehr weit erforscht. Vor allem hinsichtlich der neurologischen Aspekte und der therapeutischen Möglichkeiten scheint die Forschung noch in den Anfängen zu stecken.
Daher wird jemand, der unter DP/DR leidet, sehr häufig die Erfahrung machen, dass sein Umfeld nicht begreift, wovon er spricht, wenn er seine Symptome zu beschreiben versucht.
Sogar unter Hausärzten ist das Wissen über DP/DR nicht sehr verbreitet. So dass jemand, der zum ersten Mal mit diesem Zustand zum Arzt geht, auf Unverständnis stosst und mit wenig hilfreichen Diagnosen konfrontiert wird.
Die Folge ist, dass er weiterhin nicht weiss, was ihm eigentlich widerfährt und erfolglos nach allen möglichen Ursachen und Diagnosen sucht, was seinen Zustand nur noch schlimmer erscheinen lässt. Das Internet ist in dieser Hinsicht ein zweischneidiges Schwert. Manch einer findet endlich heraus, dass sein Zustand einen Namen hat. Vorher aber hat er womöglich sich die schlimmsten Diagnosen eingeredet, von Morbus Crohn bis zum Hirntumor.
Im Internet  finden sich viele Foren, in denen sich Betroffene austauschen. Leider vermischen sich darin hilfreiche Tipps mit völlig falschen Informationen und negativen Berichten, die den betroffenen Leser eher erschrecken als ermutigen. Positive Berichte scheinen Mangelware zu sein, so dass der falsche Eindruck entstehen kann, man habe es bei DP/DR mit einer fast unüberwindbaren Erkrankung zu tun. Was aber nicht stimmt. Es gibt einen einfachen Grund, weshalb so wenig Erfolgs- und Heilungsgeschichten im DP/DR-Foren zu finden sind: wer diesen Zustand überwunden hat, kehrt ins normale Leben zurück und begibt sich nicht mehr auf diese Webseiten.
Das ist mehr als verständlich und dennoch schade, denn gerade solche, die aus diesem unsäglichen Zustand heraus gefunden haben, könnten anderen ihren „Ausweg“ aufzeigen oder zumindest wertvolle Tipps auf dem Weg zur Heilung geben.
Mit dieser Website will ich genau dies tun. Aus der Sicht eines geheilten Betroffenen all jenen mein Wissen und meine Erfahrung zur Verfügung stellen und sie auf ihrem Weg zur Heilung zu ermutigen. Denn eines ist sicher: DP/DR kann überwunden und geheilt werden und der Betroffene kann sehr viel selbst dazu beitragen.

2. Einleutung
Meine Scheibe
Das erste Mal, das ich eine Derealisation erlebte, war ich ungefähr zwölf. Wir waren im Klassenlager in den Schweizer Bergen und die erste Nacht im Bubenschlag war nicht an Schlafen zu denken. Kissenschlachten, Gespräche und heimlich reingeschmuggelte Radios verunmöglichten jede Ruhe. bis um vier Uhr morgens der entnervte Lehrer ins Zimmer stürmte und schrie: „Alle sofort anziehen!“  Für unseren Lärm wurden wir mit einer Nachtwanderung bestraft. Das Erlebnis hatte etwas Abenteuerliches an sich und als wir um sieben direkt zum Frühstückstisch uns begaben, sättigten wir unsere knurrenden Magen mit Unmengen belegter Brote.  Ich spürte an jenem Morgen, dass etwas sich verändert hatte. Ich erlebte alles wie im Traum. Klar, ich hatte nicht geschlafen. Daher nahm ich an, dass ich nach der nächsten Nacht meinen Schlafmangel nachgeholt haben und ich mich ausgeschlafen und wach fühlen würde. Doch dies war nicht der Fall. Trotz  viel Schlaf (alle gingen freiwillig früh ins Bett) war das seltsame Gefühl am nächsten Tag noch da. Und auch für den Rest des einwöchigen Klassenlagers. Erst am Abschlussabend, wir hatten Musik und durften mit den Mädchen tanzen, vergass ich meinen traumähnlichen Zustand und war wieder „da“.
Als Kind macht man sich noch keine grossen Gedanken über gewisse Erlebnisse und ich nahm an, dass dies mit dem Schlafmangel nach unserer ersten Übernachtung zusammen hing. So also fühlte sich eine „Freinacht“ an. 
Spätere DP/DR-Erfahrungen hingen ebenso mit Schlafmangel oder unterbrochenem Schlafrhythmus zusammen. Als Teenager reiste ich gerne in Europa herum. Nachtzüge, in welchen man kein Auge zudrückt oder Übernachtungen im Auto (um das Hotel zu sparen) hatten hatten meist kürzere Episoden von DP/DR zur Folge.  Einmal im normalen Schlaf- und Lebensrhythmus zurück, verschwanden diese Unwirklichkeitsgefühle wieder.
Dann aber ereilte mich die DP/DR mit einer Wucht, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ich war Anfang zwanzig, hatte im Leben ein paar wichtige Änderungen vorgenommen, steckte in einer Beziehungs- und sonstigen Krise und wurde nach einer „durchgemachten“ Nacht einfach nicht mehr wach. Und zwar über Monate hinweg. Und diesmal wusste ich, es war nicht nur ein Schlafproblem, sondern da hatte sich irgendetwas in meinem Kopf verschoben. Ich kriegte schreckliche Angst. Meine Wohnung (ich lebte in einer WG) war plötzlich fremd. Ich war mir nie sicher, ob ich mich in der Realität befand oder in einem Traum. Oder eher in einem Albtraum. Die abstrusesten Gedanken kamen hoch. War ich unheilbar krank? Stimmte etwas mit meinem Gehirn nicht? War ich dabei, geisteskrank zu werden?
Waren meine Familienmitglieder echt oder nur erdacht? Steckte ich in einem Traum fest und konnte ich nicht aufwachen? Oder wollte nicht aufwachen, da ich nicht wusste, wo ich mich dann befinden würde?
War ich eventuell gestorben und hatte es nur noch nicht bemerkt? Dies zog sich, wie gesagt, über Monate hinweg. Eigenartigerweise funktionierte ich nach aussen hin völlig normal. Ich arbeitete auf dem Büro, ich spielte in Bands und ich hatte eine Freundin. Nur, ich war mit meinem Problem völlig allein, da niemand verstand, was mit mir los war. Vor allem konnte sich niemand irgendetwas darunter vorstellen, wenn ich meinen Zustand als „Scheibe“ beschrieb. Ich sah alles wie durch eine dicke Scheibe, die mich von der Realität trennte. Ich wusste, ich war da, aber sicher war ich mir doch nicht ganz, denn das dazu gehörende Gefühl war nicht vorhanden. Ich hatte keine Halluzinationen und keine irrealen Erlebnisse, alles sah aus wie normal. Aber es war es nicht.
Einige meiner Musikerfreunde hatten Drogenerfahrung. Sie konnten meinen Zustand noch am ehesten nachvollziehen. Allerdings verstanden sie meine Beunruhigung nicht. Einer meinte einmal: „Mann, andere geben Unsummen Geld dafür aus, diesen Zustand mit Drogen herbeizuführen und du hast ihn gratis und beschwerst dich?“  Ich erkannte das Humorvolle an der Situation, wenn man sie aus seiner Warte betrachtete. Ich aber wollte diesen rauschähnlichen belämmerten Zustand nur loswerden.
Das Internet gab es damals noch nicht. Den Begriff „Derealisation“ hatte ich noch nie gehört und offenbar war er auch meinen Ärzten nicht bekannt.
Es begann eine kleine Odyssee. Der Optiker schickte mich zum Arzt, der zum Augenarzt, der zum Neurologen, der Neurologe in die MRI-Röhre. Allein, mit meinen Augen und meinem Gehirn war organisch gesehen alles in Ordnung. Danach konsultierte ich einen jungschen Psychologen, der mir riet, meine Träume aufzuschreiben (was eine tolle Übung war, aber meine DP/DR nicht linderte) und dann einen Verhaltenstherapeuten, der mir zu einem  regelmässigeren Lebenswandel riet. Tatsächlich setzte etwa eineinhalb Jahre nach dem Einsetzen der  DP/DR allmählich eine Besserung ein. Und dies ganz ohne Medikamente  dank eines regelmässigeren Schlaf-/Wachrhythmus.
Ein Jahr später stellte ich ganz neue berufliche Weichen, holte das Abitur nach und begann mein Studium. Die „Scheibe“ war verschwunden.
In all den Monaten, die mich die DR/DP geplagt und ich alles als unwirklich erlebt hatte, hielt mich ein Gedanke etwas über Wasser.  Wenn nichts real ist, sagte ich mir, dann ist mein Gefühl von Unwirklichkeit auch nicht real. Ich erlebe diese Unwirklichkeit aber wirklich, also bin ich wirklich. Folglich ist alles real, nur –aus irgendeinem Grund- erlebe ich es nicht so.
Dieser Gedankengang brachte immer wieder einige Entlastung. So konnte ich immerhin annehmen, dass mit mir etwas nicht stimmt. Das ist immer noch besser, als wenn die ganze Realität nicht stimmt.
Viele Jahre später, als ich andere Betroffene kennen gelernt hatte, merkte ich, wie verbreitet solche Gedanken und Gefühle sind. Sie sind der Versuch, auf einer rationalen Ebene mit etwas fertig zu werden, das man nicht versteht. Und man versteht es deshalb nicht, weil es zwischen Wissen und Gefühlen eine Diskrepanz entsteht. Man fühlt nicht, das, was man sieht und weiss.
Allerdings machte ich schon früh die Erfahrung, dass die „Scheibe“ nicht immer gleich stark war.
In stressigen Situationen empfand ich es viel stärker, von der Realität abgekoppelt zu sein. In geselliger Runde mit Freunden bei einem Glas Wein konnte die Scheibe hingegen sogar verschwinden. Sich ins Schreiben oder Musizieren zu vertiefen brachte immer eine gewisse Linderung der Symptome. Offensichtlich war die „Scheibe“ innerlich oder äusserlich beeinflussbar. Wie gesagt, sie verschwand nach etwa zwei Jahren ganz.
Aber sie kam wieder. Da war ich bereits im Beruf, unterrichtete und hatte zwei Kinder. Was genau der Auslöser war, kann ich bis heute nicht sagen. Die Scheibe kam schleichend. Die Monate davor waren von Berufs- und Wohnortswechsel geprägt gewesen und ein Todesfall in der Familie hatte mich tief getroffen. Zunächst traten Einschlafstörungen auf, die immer schlimmer wurden. Nach einer Infektion mit Borrelioseverdacht geriet mein Schlaf-Wachrhythmus dann gänzlich durcheinander. Die DR/DP machte sich zunächst nur morgens bemerkbar. Nach einem kräftigen Mittagessen taute ich wieder auf. Die „Scheibe“ weitete sich aber immer stärker aus, bis sie schliesslich chronisch wurde. Ich konnte nur noch wie im Traum funktionieren und da ich diesen Zustand schon von früher gut kannte, überkam mich die Panik: musste ich wieder monate- oder jahrelang in belämmerten Zustand verbringen, nicht sicher, ob ich alles nur träumte?  Diesmal war ich entschlossen, etwas dagegen zu unternehmen und mich diesem Zustand nicht einfach auszuliefern.
Das Paradoxe an der DR/DP ist allerdings, dass sie stärker wird, wenn man sie mit Gewalt loswerden will. Man kann sie nicht frontal bekämpfen, es braucht dafür eine andere Strategie.
Man muss der DR/DP auf mehreren Ebenen begegnen. Dann kann sich erstaunlich schnell eine Linderung der Symptome einstellen und nach einiger Zeit sogar so etwas wie Heilung.
Zunächst dachte, wie wohl jeder, der mit Unwirklichkeitsgefühlen konfrontiert wird, an eine organische Ursache. Das Internet ist für eigene Recherchen immer mit grosser Vorsicht zu geniessen. Wenn man auf Suchmaschinen die Symptome eingibt, kann dabei alles Mögliche heraus kommen. Leicht steigert man sich in etwas hinein und es ist nicht verwunderlich, dass man in den USA den Begriff „Cyberchondrie“ eingeführt hat. So findet man vielleicht einige der eigenen Symptome auf Seiten, die Tumore, Reizmagen, Morbus Sowieso, Hashi-Syndrom, Nebennierenunterfunktion, Pilzerkrankungen, Amalgam- und Schwermetallvergiftungen, Schilddrüsendysfunktion und vieles mehr beschreiben. Ganz zu schweigen von esoterischen Webseiten, die den Betroffenen gänzlich verunsichern.
Meine Krankheitssurferei gipfelte darin, dass ich ohne es zu merken auf einer Veterinär-Seite landete, die das Krankheitsbild gewisser Maultierarten erklärte. Spätestens da wusste ich, dass ich mich besser in die Hände eines Arztes begeben sollte. Dieser konnte zwar mit meinen Unwirklichkeitsgefühlen nicht viel anfangen, ordnete aber eine saubere Abklärung ab. Erst als organisch tatsächlich nichts Auffälliges vorlag, konnte ich davon ausgehen, dass es sich um eine psychische Sache handelte. Ich kam –ja, im Internet- endlich auf die richtige Fährte:
Meine Unwirklichkeitsgefühle hatten einen Namen: Derealisation.

Ich fing an, alles über DR/DP zu lesen, was ich in die Finger bekam. Dabei fiel mir auf, wie wenig im deutschsprachigen Raum über DR/DP publiziert wird. Ausser Lukas Berit und Viktor Frankl fand sich wenig Ergiebiges. Der Mangel an Wissen und brauchbaren Informationen auf Deutsch spiegelt sich auch in deutschsprachigen Internetforen wider. Im Vergleich dazu scheinen Betroffene, die des Englischen mächtig sind, einen besseren Zugang zu Therapieformen, Medikamentenberichten und allgemeiner Information zu haben. In England (Depersonalisation Research Unit, Maudsley Hospital, London) und den USA (Mount Sinai Hospital, New York) sind seit Jahren Studien im Gange, deren Ergebnisse in Buchform heraus gegeben wurden. Unabhängige Autoren wie Shaun O Connor (dp manual), Dr. Ronnie Freedman und andere, haben selbst als Betroffene ihr Wissen und ihre Erfahrungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Strategie, die ich mir zurecht legte, umfasste:
 - Aufklärung
- Entspannungsübungen
- Kognitive und verhaltenstherapeutische Massnahmen
- Lebenswandel und Ernährung
- Gesprächstherapie und Medikation
 Organische Ursachen?
Zunächst sind organische Ursachen auszuschliessen. Wenngleich die Wahrscheinlichkeit, dass DR/DP, zumal wenn sie lang anhält, auf körperliche Ursachen zurückzuführen ist, kleiner ist, als Betroffene fürchten, kann eine Abklärung nicht schaden. Im Gegenteil kann es etwas entlasten zu wissen, dass nichts Ernstes vorliegt. DR/DP ähnliche Zustände können in der Tat auch durch
Vitaminmangel (vor allem B12)
Schilddrüsenunterfunktion
Migräne
Tumoren (Achtung, keine Panik: Tumore äussern sich normalerweise noch ganz anders)
Viren
Vergiftungen oder falsche Ernährung
Genuss bestimmter Substanzen (Alkohol, Cannabis)
Einnahme gewisser Medikamente (Schlafmittel und Psychopharmaka)
hervorgerufen werden. Viktor Frankl etwa hat Menschen, die aufgrund einer Nebennierenrindeunterfunktion an DR/DP litten, mit Hormonspritzen erfolgreich behandelt.
DR/DP wird nur in ganz seltenen Fällen als eigenständige Störung angesehen. Sie ist fast immer Teil einer andern Problematik, etwa einer Angsterkrankung, einer Depression oder ganz einfach einer konfliktgeladenen Phase. Da diese primären Störungen auch körperliche Beschwerden erzeugen (Herzrasen, Schwitzen, Nervosität, Nackenschmerzen, Erschöpfung, Magen/Darmbeschwerden etc.), ist die organische Abklärung für den Betroffenen ein erster Schritt, seine Beschwerden richtig einzuordnen. Liegt also keine Organstörung vor, gilt es, sich mit der DR/DP selbst auseinander zu setzen.

Kommentare:

  1. Hallo...
    habe fast den ganzen Ablauf wie im Text beschrieben miterlebt.Bin 34 Jahre alt und angfangen hat es bei mir mit 12-13!!Durch eine lange NAcht zu wenig schlaf.Dachte auch nach ein wenig Schlaf nachholen wäre das Problem gehoben.Wurde eines besseren belehrt!Zu der Zeit gab es das Internet noch nicht und anfangs dachte ich wäre verrückt.Habe mit der Zeit gelernt damit zuleben, was anfangs echt hart war.Die Aussagen von Freunden den ich von dem Problem erzählt habe waren die gleichen wie oben beschrieben "Dauerstoned oder betrunken ist doch ne super sache und auch preiswert".
    Warum ich damit nicht zum Artzt gegangen bin...ka vielleicht Angst vor unverständniß und ablehnung.
    Extrem wird es wenn übermüdung und/oder Alkohol im Spiel ist,das wird dann so dermaßen verstärkt das man denkt man tritt gleich ganz weg oder man "steht" im warsten Sinne des Wortes "neben sich".Bin erleichtert zu lesen das Ich nicht die einzigste Person bin auf diesen Planeten die damit zu kämpfen hat.
    Gruß Torsten

    AntwortenLöschen
  2. Hallo,

    ich sitze auch mit euch im Boot. Seit über 20 Jahren. Wie alt ich genau war, weiß ich nicht mehr, aber an den Moment kann ich mich noch gut erinnern.
    Heute bin ich 36 Jahre alt. Alle durchschrittenen Täler in der Vergangenheit habe ihre Wurzel in diesem einem Moment als die Welt verschwand. Das weiß ich heute nach 4 Jahren Gesprächstherapie. Ich habe 3 Ausbildungen hinter mir und bin jetzt an nem Studium dran. Wusste aber nie, was ich wirklich will. Konnte nie ein Bedürfnis in der Richtung spüren. Meine Jobs habe ich genauso wie meine Freundinnen mit voraussagbarer Regelmäßigkeit gewechselt.
    Aus der Unzufriedenheit in den Jobs ergaben sich immer wieder depressive Episoden und Burnouts.
    Am schlimmsten finde ich momentan die absolute Gleichgültigkeit und Ignoranz meines familiären Umfelds. Von Seiten des Hausarztes werde ich als Hypochonder abgestempelt (auch wenn er es freundlicher umschreibt), von anderen als Sozialschmarotzer. Obwohl meine Biografie deutlich zeigt, dass ich immer Vollgas gegeben habe.
    Alles der DR zuzuschreiben.

    Wollte hier mal einen Link reinstellen, der vielleicht die richtige Adresse enthält:

    http://www.unimedizin-mainz.de/psychosomatik/patienten/krankheitsbilder/depersonalisation-derealisation.html

    Die haben auch eine Spezialsprechstunde dafür mit bestimmten Psychotherapieansätzen.

    Zwei andere Ansätze sind:

    Medikamentös: Lamotrigin (ein Antiepileptikum) in Kombination mit Antidepressiva;

    und

    Transkranielle Magnetstimulation TMS (das wurde in New York erfolgreich angewendet. Der Link davon ist:

    http://www.brainstimulation.columbia.edu/staff/bio_mantovani.html

    Beides kommt für mich persönlich aber nicht in Frage. In manchen Unikliniken wird TMS zur Behandlung von Depression eingesetzt, aber bei DP/DR wohl eher nicht.
    Und nach NY komme ich aus finanziellen Gründen nicht so schnell.

    Und die Medikamente sind mir echt zu heftig, teilweise mit derben Nebenwirkungen.

    Bleibt also Psychotherapie, die auf DR maßgeschneidert ist.

    Wollte euch nur wissen lassen, dass ihr nicht allein damit seid. Wünsche allen eine erfolgreiche Rückkehr in die lebendige Welt.

    LG Indigo

    AntwortenLöschen
  3. Wirklich der beste Beitrag über DR/DP,den man im ganzen Internet finden kann! Klasse!

    Da geht's einem schon direkt viel besser,wenn man sich das komplett durchgelesen hat :)

    Danke!

    AntwortenLöschen
  4. Wirklich sehr hilfreich diese Seite.
    Mit 14 Jahren passierte die DR ohne erkennbaren
    Grund beim Aufwachen. Die DR ist seitdem immer
    konstant und wie zementiert. Odyssee bei diversen Ärzten und Krankenhäusern.
    1985 nochmals stationäre Untersuchung im BWK
    Hamburg ohne Befund. Danach gab ich auf und lebe
    damit bis heute.Den Begriff Derealisation kenne
    ich erst seit kurzem und möchte jetzt beim
    Facharzt erstmals eine Therapie beginnen.
    Bei Erfolgserlebnissen werde ich mich hier
    wieder melden. Alle Betroffenen möchte ich
    Mut zusprechen.
    LG Nebeltaucher 1978

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Leidensgenossen.
    Seit über 20 Jahren habe ich nun das dereale Empfinden. Es tut gut zu lesen, dass man nicht damit alleine ist. Mitte des Jahres hatte ich viel Stress. Dann Tinnitus. Dann Depressionen. Ich ging zu meiner Ärztin. Es gab wie immer, es kam schon mehrfach vor, Citalopram. Nach ca. 4 Wochen waren die Depressionen so gut wie weg und ich konnte wieder arbeiten. Doch nun ist meiner Meinung nach das dereale Empfinden intensiver geworden. Manchmal denke ich, Mensch wach auf, das bist nicht du, du träumst. Wie im Film bewege ich mich. Trance oder Schockzustand sind dann immer meine Formulierungen.Ich habe Angst, komplett den Zugang zur Realität zu verlieren.
    Wie geht Ihr damit um ?
    Gruß, Eddy aus Bielefeld
    eddyschneider@freenet.de

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Leidensgenossen.
    Ich stecke auch im Derealisationssymtom fest.
    Wer hat Lust einen intensiven Erfahrungsaustausch mit mir zu beginnen ?
    eddyschneider@freenet.de

    AntwortenLöschen
  7. Wirklich der beste Beitrag den man über DR/DP im Netz finden kann. Der Blog ist einfach spitze, weil man sich beim Lesen unfassbar gut wiederfindet in seinem Leiden und Lösungsansätze zur Bekämpfung der Derealisation erhält. Ich hab mir das ganze vor 2 monaten auch noch SELBER eingebrockt :-( , weil ich gelegentlich (einmal im monat oder seltener)cannabis geraucht habe,wenn ich mit leuten aus dieser Warte unterwegs war. Man kann den dp/dr-zustand wirklich damit vergleichen, deswegen wußte ich, dass ich nicht träume, sondern der mist mich so belämmert gemacht hat. mein psychiater spricht von einer drogenpsychose, allerdings finde ich mich perfekt in die dr/dp-beschreibungen von diesem blog wieder und weiger mich deshalb neuroleptika zu nehmen, die für schizophrene psychosen sind. ich bin einfach total verwirrt+depressiv und steh kurz davor mein abi, dass ich jetzt mit 22 nachholen wollte, zu schmeißen u. mich nur noch in mein zimmer zu verbarrikadieren, bis ich wieder klar bin, weil ich merk, dass ich nicht mehr so leistungsfähig(bzw. ich mich so gut wie garnicht mehr konzentrieren kann) bin, aber sich zurückziehn soll man ja grade nicht und das kann ja jahre so gehn. ich versuchs jetzt mal mit einer gesünderen ernährung u. den fischölkapseln von burgerstein.

    AntwortenLöschen
  8. @anonym:
    ich bin kein moralapostel, was drogen anbelangt. meine beobachtung ist einfach, dass gewisse leute cannabis offenbar besser verkraften und andere gar nicht (ich hab das mal in jungen jahren ausprobiert, es war scheusslich... ich dachte doch tatsächlich, ich sei gestorben ... übel :-) daher hab ich davon sofort die finger gelassen.
    ich finde es gut, dass du mit neuroleptika zögerst. das ist heavy. in amerikanischen blogs gibt es zwar einige, die gute erfahrungen damit gemacht haben, aber die nebenwirkungen sind stärker als etwas SSRI-antidepressiva.
    ich hoffe, du findest trotz allem die kraft, den abiabschluss wenigstens zu probieren. kann ja höchstens schiefgehen und du trabst später nochmals an.
    wünsche dir wirklich alles gute!
    viele grüsse
    balz

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Interessanterweise sind "weiche" Drogen wie Cannabis für die Psyche mindestens genauso gefährlich, wie härte Sachen wie z.B. LSD.
      Gerade bei Cannabis erhärtet sich der Verdacht immer mehr, dass es z.B. für den Ausbruch von Schizophrenie und Angsterkrankungen (bei entsprechender Anlage) verantwortlich sein kann. Auch scheint es Leute zu geben, die THC allgemein schlechter vertragen als andere. Genaue Quellen kann ich jetzt leider spontan nicht nennen, aber genau diese Thematik wird momentan in entsprechenden Fachkreisen diskutiert.
      Mit Neuroleptika habe ich auch keine allzu guten Erfahrungen gemacht. Quetiapin (Seroquel) kenne ich aus eigener Erfahrung und muss sagen, dass es schon ziemlich dämpfend wirkt und einen sehr lethargisch und "stumpf" macht.
      Ich könnte mir nicht vorstellen, dieses Medi dauerhaft zu nehmen. Mit Lithium hingegen habe ich bessere Erfahrungen gemacht. Es wirkt eher subtil, nur leider musste ich es absetzen, weil ich extreme Hautausschläge und Pickel davon bekam.

      Löschen
    2. Mit Psychopharmaka muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen, da man unmöglich einschätzen kann, wer wie reagiert, ganz egal um welches es sich handelt. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass sie nicht heilen, nur bedingt Symptomatik aufheben und viele Nebenwirkungen haben, die oft auch einer Therapie und einem sich mit dem Problem auseinander setzen im Wege stehen. Man sollte sie also nur in dem Maß nehmen, in dem sie einem auf dem Weg helfen, an dessem Ende man die Medikamente nicht mehr braucht.


      Es gibt keine Studien, die belegen, dass Cannabis Schizophrenie auslösst, mal davon abgesehen, das Schizophrenie eine 100 Jahre alte Idee ist, die aktuell auf einem 50 Jahren alten Model basiert und das im grunde genommen kaum bis gar nicht verstanden wird und von dem man unmöglich wissen kann, in wie fern es genetisch bedingt ist. Und dieser ''Verdacht'' härtete sich schon vor Jahrzehnten.

      Löschen
  9. WOW, ich bin auch mit euch in einem Boot. Ich bin durch starke Panikattacken darein gekommen und durch meine depression. Ich hoffe ich hab es bald durch gestanden und komme da irgendwie reaus. Es ist scheußlich ! Aber schön zu wissen das ich nicht allein bin. Der Beitrag hier ist super der beste im internet das stimmt. hab ihn direkt aus gedruckt ! :D Ich bin 16 und leide seit April unter der DR.

    AntwortenLöschen
  10. Seit nunmehr 17 Jahren leide ich unter "Derealisation". Ich habe erst kürzlich im Internet erstmals erfahren, dass es auch andere Menschen mit denselben Symptomen gibt und welchen Namen man dem Phänomen gegeben hat.
    Nachdem es vor 17 Jahren von jetzt auf gleich auftrat, habe ich bei etliche Neurologen, Psychiater und Psychotherapeuten um Rat gesucht. Ich habe versucht mit Worten zu beschreiben, wie und was ich wahrnehme. Wie Ihr wisst, ist das kaum möglich.
    Niemand konnte mir sagen, was das ist, ob das für immer bleibt oder reversibel ist, was man dagegen tun kann. Ich hatte den Eindruck, ich sei allein damit auf der Welt, irgendwie in die Verdammnis ausgestoßen.
    Wenig tröstete mich die Vorstellung, die mit eine ganzheitliche Medizinerin an die Hand gab: 'in eine andere Welt schauen zu können.' Ich wollte nicht in eine andere Welt schauen. Ich wollte einfach nur "normal" sein und so wie alle anderen leben dürfen.
    Ich glaube, selbst wenn die DR eines Tages wieder verschwinden sollte, werde ich die Welt nie mehr auf die Art wahrnehmen können, wie vor der DR. Die Dinge haben für alle Zeiten ihre Selbstverständlichkeit verloren. Ich hinterfrage alles und jedes. Durch die DR habe ich erfahren, dass es nicht nur eine Art der Wahrnehmung gibt.
    Es war schöner, zu glauben, dass die Dinge so sind, wie ich sie wahrnahm, wie ich sie kennengelernt hatte.
    Anfangs war es der reinste Horrortrip und ich konnte mir nicht vorstellen, damit weiterzuleben. Ich glaubte zunächst, es wäre angenehmer aus dem Leben zu scheiden, als mit dieser Art Wahrnehmung zu leben.
    In der Hoffnung 'es' würde wieder verschwinden, versuchte ich weiter zu leben. Und ich lernte tatsächlich damit zu leben. Ich habe gelernt, es gewissermaßen ein wenig auszublenden, und mich auf die 'alltägliche Wirklichkeit' zu konzentrieren. Ach, es ist so schwer, das alles in Sprache zu übersetzen......
    Ich habe aber immer noch Angst, ich könnte irgendwann einmal endgültig in eine andere Welt verschwinden.
    Ich habe die Hoffnung verloren, den Ausgang zur alten Welt jemals wieder zu finden.
    Ich hoffe, dass es in Zukunft irgendwann einmal für "Neuerkrankte" die Möglichkeit geben wird, wenigstens im Neurologen oder Psychiater einen kompetenten Ansprechpartner zu finden, was dieses spezielle Leiden angeht. Offenbar haben die meisten Ärzte noch nie etwas davon gehört.
    Durchs Internet habe ich jetzt erfahren, dass es in Mainz eine Sprechstunde für Derealisation/Depersonalisation geben soll.
    Wäre enorm hilfreich für alle Betroffenen, wenn es in jeder Stadt einen Spezialisten gäbe. Besonders Leute, die ja völlig unvorbereitet von der DR überfallen werden, sind möglicherweise suizidgefährdet, so wie ich es war.
    Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie den "Ausgang" finden oder den Weg dahin zu finden, trotz der veränderten Wahrnehmung , mit Freude zu leben.

    AntwortenLöschen
  11. Danke für Ihren ausführlichen und sehr bewegenden Bericht! Wie geht das "Ausblenden" bei Ihnen? Können Sie sich konzentrieren, das Leben auch geniessen etc.? Ist die DR immer gleich stark oder "vergessen" Sie sie auch mal?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie geht das mit dem 'Ausblenden'? Schwer in Worte zu fassen.
      Ich versuche mich in meiner Wahrnehmung auf die 'alltägliche Wirklichkeit' zu konzentrieren.
      Ich habe es von Anbeginn der DR so empfunden, als hätte ich zwei verschiedene Arten der Wahrnehmung gleichzeitig. Da ist einmal das Erkennen der Dinge und Menschen, aber gleichzeitig ist es so, als würde ich alles zum ersten Mal sehen.
      Anfangs habe ich die DR meinen engsten Vertrauten so beschrieben: Es ist, als ob eine Wesenheit mich besetzt hätte, die durch meine Sinne unsere Welt studiert. Dieses Wesen nimmt natürlich alles anders, für mich auf völlig neue Art wahr. Weil ich selbst aber gleichzeitig wahrnehme, ist alles für mich vertraut und gleichzeitig fremd.
      Ich versuche mich nun an meine alte Wahrnehmung zu klammern. Es ist nicht so, dass ich die neue abstellen kann. Sie ist seit 17 Jahren ununterbrochen da.
      Vielleicht kann ich es auch so erklären: Es ist, als ob ich auf einer Schwelle stehe. Auf einer Seite ist die Welt, wie ich sie kennengelernt hatte, auf der anderen Seite die hinzugetretene Wahrnehmung. Ich habe Angst, ganz in die andere neue Wahrnehmung hineingezogen zu werden und versuche mich auf der alten Seite festzuklammern.
      Ja, das hört sich alles irre an. Ich kann es aber nur mit Bildern beschreiben, weil es für das was in der DR passiert, glaube ich, keine Worte gibt.
      Zuweilen schaffe ich es sogar, Leben gewissermaßen zu genießen. Es ist nicht dasselbe, wie zu Zeiten vor der DR. Es sind starke Einschränkung da. Ich kann nicht mehr so ausgelassen sein und mich meinen Gefühlen hingeben. Manchmal bin ich auch verwundert über meine Gefühlsleere und bedaure meine Gefühlsverarmung.
      Angst empfinde ich noch sehr deutlich, manchmal auch Wut. Angenehme Gefühle sind seit der DR gedämpft. Ich kann mich nicht mehr ausgelassen freuen. Ich leide immer wieder unter Depressionen und psychosomatischen Beschwerden, die wohl auch durch die ständige Angst bedingt sind.
      Was mir besonders auffällt, ist, dass ich oft erschreckend gefühlsarm im Zwischenmenschlichen bin.
      Ob die DR immer gleich stark ist, weiß ich nicht. Wenn ich mich ihr hingebe, empfinde ich soetwas wie
      einen Sog, dem ich mich dann aus Angst, nicht mehr zurück zu können,dann doch widersetze.
      Ich kann sagen, dass ich die DR nicht immer gleich empfinde. Mal habe ich mehr Angst, mal weniger.

      Löschen
  12. Hallo mein Name ist Julian und ich bin 19 Jahre alt.
    Ich leide seit ziemlich genau seit zwei Jahren an permanente DP/DR. Auslöser war ein Joint den ich geraucht habe und dadurch einen Horrortrip bekommen hatte. Deswegen wollte ich dich fragen ob du mir deinen Plan den du angewendet hast aufschreiben könntest und mir per e-mail schicken könntest das wäre echt verdammt nett. Danke.

    e-mail:julian-kunert@web.de

    AntwortenLöschen
  13. Hallo leidensgenossen,
    Ich habe eine Angststörung und damit hat sich auch eine DR entwickelt...
    In dem Text stand ja das man sich dann damit auseinandersetzen muss, aber muss ich nicht die angsstorung behandeln lassen ,weil wenn die ja weg ist ,doch eigentlich auch die DR.?
    Eine Frage: Ich habe angststörung und dadurch DR nehme ich jetzt Medis gegen die Angststörung, weil ich es alleine nicht schaffe ist die DR dann nicht auch weg ??
    Wenn ja ,warum haben dann einige die DR 20jahre ,wenn sie doch nur das grundproblem lösen müssen. ???Habe nämlich starke Angst das ich das nicht mehr loswerde:((

    AntwortenLöschen
  14. Hallo zusammen, leider nun auch schon seit 6 Wochen an der DR. Die ersten leichten Wahrnehmungsstörungen hatte ich letzen Sommer beim Autofahren auf der Autobahn. Habe dann so richtig Panik bekommen und wusste nicht was ich machen sollte. Kurz anhalten oder weiterfahren ? Bin dann kurz rausgefahren und habe versucht mich zu beruhigen um dann schließlich die Fahrt fortzusetzen. Zu Hause angekommen war alles wieder vergessen. Erst dieses Jahr soweit ich mich erinnern kann, hat sich dann meine Wahrnehmung leicht verändert. Hab mich zwar gewundert aber mich auch damit nicht weiter auseinandergesetzt. Zudem kam es dann schon des Öfteren vor, dass mich die Panikattacke dann immer mal wieder beim Autofahren und im Supermakt bei der Kasse erwischte. Ich muss sagen dass ich bis vor 6 Wochen ein 100 % selbständiger Mensch war bis die Panikattacke zusammen mit der Wahrnehmungsstörung dann vollkommen Überhand nahm :( Bin 22 Jahre alt und mache meine Ausbildung. Habe noch 1 Jahr vor mir. Bin bisher immer mit dem Auto dorthin gefahren. Heute war mein 1. Arbeitstag allerdings bin ich da mit der Bahn hin. Mit dem Auto scheint es mir momentan kaum vorstellbar, da die Wahrnehmungsstörungen dies sehr erschweren würde -.- und ich dann wieder meine Panikattacke bekommen würde. Ist es bei euch auch so, dass ihr die Wahrnehmungsstörungen abends wenn es dunkel wird extrem bemerkt ? Also ich meine wenn ihr in einem hellen Raum sitzt und es draussen dunkel ist? Das finde ich momentan am schrecklichsten. Das Arbeiten viel mir auch sehr schwer, da die gewohnte Umgebung und die Kollegen sehr entfremdet vorkamen... Wie komme ich aus dieser Höllle wieder raus ? Möchte sehr gerne mein altes Leben zurück :( Bin bereit sehr viel dafür zu tun. Würde meinen Nebenjob auch wenns sehr schmerzt dafür auch aufgeben. Was meint ihr ? Bitte um Tipps und Eure Hilfe. Danke im Vorraus :)

    AntwortenLöschen
  15. Diese Texte über DR zu lesen, hat mich wirklich nahezu zufrieden gestellt.
    Wie oft war ich schon beim Arzt? Nie konnte mir jemand helfen, keiner konnte mich verstehen.
    Heute habe ich mich dann doch noch mal dazu aufgerafft das Internet zu Rate zu ziehen (was man ja eigentlich nicht sollte). Doch endlich fand ich mal einen Namen für meinen Zustand. Noch nie habe ich einen Text gefunden, der so sehr 1 zu 1 auf meine Situation zutrifft.
    Hat meine erste DR vor 6 Jahren mit 13 Jahren nach einer durchgemachten Nacht mit viel Cola ;).

    Und ich muss sagen, jetzt, nachdem ich das gelsen habe, geht es mir schon viel besser, einfach weil ich weiß, dass es nichts schlimmes ist.
    Vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns geteilt hast! (:

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Mona,
    du bist tatsächlich nicht alleine. Das geht vielen so, und viele Äerzte sind immer noch nicht im Bilde. Offenbar hattest du das schon einmal und -wenn ich das richtig verstehe- ging es auch wieder weg. Das heisst, du kannst aus der DR auch wieder hinaus. Ich wünsche dir alles Gute!
    Balz A. Ruch

    AntwortenLöschen
  17. Hallo

    Alles was Sie hier schreiben ist so wahr! Ich hatte mit 12 nach einer durchzächten Nacht mit Freunden eine solche DR/DP... danach ging ich schlafen und sie war wider weg... Als ich 15 war hatte ich eine Phase in welcher ich viel Stress hatte... hatte angst Krebs zu haben. Dann kam plötzlich diese DR/DP seit dem ging sie nicht mehr weg. (also ich bin schon auch oft "klar" aber wenn ich zum Beispiel in der Schule bin oder wenn ich viel gegessen habe oder in ähnlichen Situationen und halt vorallem wenn ich dran denke dann kommt sie sofort) Dazu hab ich vor etwa 3 Monaten noch Panikattacken bekommen. (als die DR/DP sehr stark war und ich ein Vortrag halten musste) ich bin jetzt 18 und leide seit über 2 Jahren daran und es wird im Moment immer wie schlimmer. Bin zwar in Behandlung, aber das bringt momentan nichts. Ich weis wie ich die DR/DP wegbekommen könnte, aber ich habe zu viel Stress wegen den Panikattacken. Die DR/DP könnte ich einfach ignorieren, und halt mit (unter anderem deinen) Taktiken auch wegbekommen, aber die Panikattacken kann ich nicht einfach ignorieren. Was kann ich tun? im Moment sollte ich für eine Prüfung lernen, hab aber viel grössere Probleme welche ich gelöst haben möchte. Bist du aus der Schweiz?

    Und zum Schluss noch ein gaaaaaanz Herzliches DANKESCHÖN für diese Seite. Ich hatte Tränen in den Augen als ich zum ersten mal auf diese Seite kam und "verstanden" wurde =D

    AntwortenLöschen
  18. Lieber Anonym
    Panikattacken sind natürlich noch ein anderer Fall. Meine Vermutung ist ja, dass die DR uns genau gegen zu viel Angst, bzw. gegen Angstattacken genau "schützt", indem sie alles irreal erscheinen lässt. Interessanterweise wissen aber mittlerweile viel mehr Ärzte, Psychologen etc. mit Angststörungen und Panikproblematiken umzugehen als mit DR. Ich hab bei Panikattacken einfach mal beobachtet, was passiert. Und zwar körperlich. Ich hab mir z.T. laut gesagt: "Jetzt schwitzen meine Hànde, jetzt geht der Puls hoch, ich fühle eine Hitze" etc. und indem ich das beschrieb, war ich schneller wieder draussen. Warum? Weil das Beschreiben eines Zustandes bedingt, dass du nicht mehr ganz DRIN bis im Zustand. Ich hab auch festgestellt, dass eine Panikattacke so und so lang andauern kann, aber IMMER auch wieder vorbei geht. Das heisst, sie ist etwas vergängliches und dadurch nicht irgendwie allmächtig oder so. Trotzdem kannst du diese Problematik sicher auch mit dem Arzt besprechen. Es gibt Medikamente, die in akuten Fällen helfen. Ich hatte in meinen schlimmsten Zeiten immer welche dabei...habe aber gar NIE eins genommen! Es war einfach meine Art Hintertüre, für den Fall, dass ich dachte, es höre nicht mehr auf. (Was natürlich nie der Fall ist).
    Alles Gute und viel Kraft!
    Balz Ruch

    AntwortenLöschen
  19. Sie schrieben oben das es zu DR führen kann wenn man ungesund ist ?
    Könnten sie mir das erklären ?
    Danke!

    AntwortenLöschen
  20. Lieber Anonym
    Da bin ich jetzt überfragt. Wenn man ungesund ist oder ungesund isst? Könnten Sie die Stelle genauer angeben?
    Vielen Dank
    B.A. Ruch

    AntwortenLöschen
  21. Hallo ihr Lieben,

    Bei mir fing das alles vor ca 2,5 Jahren an. Gemerkt habe ich es als erstes beim Autofahren. Hab irgendwann ne Panikattacke bekommen weil ich nicht mehr wusste wo ich bin. Ab da war die DP da und ich hab das alles bis heute noch nicht im Griff. Ich geh arbeiten und es scheint auch keiner was zu merken aber das kostet viel Energie. Es fühlt sich so an wie ein Fisch in Aquarium. Man steht zwar mitten im Raum ist aber doch nicht wirklich dabei. Es passiert auch sehr oft das ich zb mit Freunden rede, die mir was erzählen ich am Ende Zuhause aber nicht mehr weiß was. Wo ich überlege ob ich wirklich weg war oder nicht... Es sind soooo viele Dinge die ich hier noch aufzählen könnte. Hoffe das mir bald irgendwie geholfen wird.

    AntwortenLöschen
  22. Leide auch an dieser Krankheit, keiner kann mich verstehen wie sich das anfühlt,
    wie ein komplett anderer Blick auf die ganze Welt,
    dazu kommt auch noch eine sehr heftige Depression dazu,
    ständig denke ich dran wer wir überhaupt sind usw,
    dann drifte ich komplett ab, bekomme starke Panikattacken,
    ich habe das Gefühl verrückt geworden zu sein,
    immer wenn ich was sage denke ich dannach ob es ok war was ich sagte,
    wenn ich schlafe habe ich immer wieder dieselben Gedanken irgendwie,
    wie eine Schleife, immer und immer wieder das gleiche,
    wenn ich aufwache denke ich daran immer noch, später ist es weg.

    Ich glaube kaum das jemand wieder in der Lage sein wird ein normales Leben zu führen nachdem man sowas erlebt hat,
    dass ist mit Abstand das schlimmste was man sich so vorstellen kann.

    Ich hab auch noch den Fehler gemacht und Alkohol getrunken, weil ich einfach nicht mehr weiterwusste, dass hat alles nur noch schlimmer gemacht. Wünsche euch allen viel Kraft.

    AntwortenLöschen
  23. Danke, Anonym für Ihre Beitrag und Ihre guten Wünsche!
    So schlimm sich das alles im Moment auch anfühlt (und ich weiss, wovon Sie sprechen), so sehr ist es doch möglich später ein "normales" Leben zu führen. "Normal" heisst nicht, dass man immer glücklich-strahlend durchs Leben geht, aber dass man mit den Hochs und Tiefs umzugehen lernt.

    Was Sie beschreiben, ist allerdings nicht einfach nur DR. Darunter liegen depressive Zustände und Angstattacken. Frage: haben Sie einen Therapeuten? Das wäre in Ihrem Fall sicher eine riesige Hilfe. Der kann das alles mal auseinanderhalten und genauer anschauen.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute!!
    B. Ruch

    AntwortenLöschen
  24. hallo.
    ich habe auch DR, es hat alles angefangen als ich einen abend wieder ein mal cannabis geraucht habe, doch an den abend hatte ich ein leicht intoxication oder wie man das auch nennt BADTRIP,also mit aluzinazionen und so weiter und von denn ganzen nebenwirkungen war auch das erste mal dieses unreales gefül als ob ich nicht da wäre wie ein traum aus denn ich nicht aufwache,das war in 2006 ich war 16 und bis heute ist dieses unreales gefül geblieben, warum??? das frage ich mich jeden tag, erst vor kurzem habe ich ein name für das,jetzt brauch ich nur noch eine heilung,
    wenn jemand auch DR durch cannabis hat und wieder gesund ist würde ich mich freuen wenn ihr mir tips geben würdet um diese DR zu besiegen.
    Ich hoffe auf hilfe!
    Danke.

    AntwortenLöschen
  25. hallo, Anonym

    ich kenne mich mit Cannabis selber nicht aus. Aber es gibt eine amerikanische website mit einem grossen forum, ..eines auch für wwed-induced DR/DP-
    hier ist der link: www.dpselfhelp.com

    Alles Gute!
    Balz Ruch

    AntwortenLöschen
  26. also erstmal ein gaaaaanz dickes lob das ist der beste beitrag den ich je gelesen habe. wirklich super klasse.

    Leider hat mich die DE auch erwischt.
    bei mir fing es vor 4 Monaten an.
    Ich hab mich plötzlich gefühle wie gerädert nicht ganz da alles anders wahr genommen, dauermüde, kopfdruck und ohne antrieb.

    ich hatte das vor einem jahr schonmal, nur irgendwie anders. da hatte ich plötzlich das gefühl alles sieht anders aus aber keine müdigkeit benommenheit oder ähnliches.
    war damals nur schrecklich lichtempfindlich. Glücklicherweise verschwand das nach 2 wochen wieder. der grund dafür war wohl das ich mich verliebt habedenke ich mal.

    ich hatte danach immer wieder mal nen tag an dem ich mich so gerädert gefühlt hab reben neben mir stehend aber hab da nicht weiter drüber nachgedacht und am nächsten tag war es wieder weg

    nur leider kam es dann vor 4 monaten wieder und blieb.

    es macht micht total fertig.
    allerdings stimmt es wenn ich es ignoriere ist es nicht so stark, hatte sogar manchmal das gefühl es ist fast weg.

    im moment ist es sehr stark.

    ich leide leider auch an einer angststörung und hab totale angst vor krankheiten und dem tod gehabt , habe mich damit manchmal total kirre gemacht.

    naja das ist dann wohl die quittung dafür.

    angst hab ich im moment kaum noch panikattacken selten die kann ich gut kontrollieren.

    stress hatte ich die letzen jahre auch nicht zu knapp

    aber dieses gefühl wünsche mir sooooooooooo sehr das es weg geht und ich meine alte wahrnehmumg wieder habe.

    ich werde jetzt mal versauchen es so zu machen wie in dem beitrag und hoffe das ich irgendwann sagen kann : Ich habe es geschafft.

    würde mich freuen mich mit leuten darüber auszutauschen denn ich habe leider auch noch nie mit jemandem reden können der mich auch nur annähernd verstanden hat

    meine email: Mauerblume79@hotmail.de

    vlg petra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Petra, auch ich habe dp seit fast einem Jahr. Hatte auch schon heftige panikattacken.Wie geht es dir im Moment? Ich will es jetzt auf Anraten meines Hausarztes mit Opipramol versuchen, um wenigstens die Angstzu verlieren. Nimmst du Medikamente? Wäre super wenn du mir antwortest. Lg Anja

      Löschen
  27. Hallo,

    ich kann mich Petra nur anschliessen. Ein großes Lob für diese tolle und informationsreiche Seite. (:

    Ich leide seit ca 2 Monaten wieder an DR. Angefangen hat alles mit einer starken Grippe. Danach traten die Symptome immer mal vereinzelt auf, bis es immer mehr wurde.

    Ich litt schon vor ca 5 Jahren einmal daran. Da ging es aber dann zum Glück wieder weg. Jetzt ist es leider wieder da. Aber deine Seite hat mir echt geholfen. Weil hier auch alles genau erklärt wird, wie es ensteht und alles genau auf meine Symptome zu trifft. Ich hoffe das ich bald wieder raus komm aus diesem "Teufelskreis". Aber ich denke, wenn ich es damals schon geschafft habe dann auch jetzt wieder ! (:


    Ich hab zum Schluß noch 2 kleine Fragen an dich:

    1. Du hast gesagt dir hat ein geordneter Schlaf-Wachrhytmus sehr geholfen. Wie viele Stunden hast du da immer geschlafen ca?

    2. Kann es auch zu einem Burn out durch DR/DP gekommen, wenn man sich immer wieder rein steigert und dadurch immer mehr Stress erzeugt?


    Liebe Grüße und nochmal ein großes Lob (:
    Rocky

    AntwortenLöschen
  28. Hallo Rocky

    zu Deinen Fragen:
    1. Ich brauche min. 7 Stunden Schlaf. Acht ist ideal, aber das klappt nicht immer. Aber hier ist jeder anders. Und es reagiert auch jeder anders auf Schlafmangel. Ich kann heute noch -wenn ich zu wenig geschlafen habe- am Morgen so beduselt sein, dass mich das an die DR erinnert. Aber dann halte ich mich nicht länger damit auf und esse möglichst viel zu Frühstück. Mir hilft das aufzuwachen.

    2. Burn Out meint ja eine richtige Erschöpfungsdepression. Ich würde diesen Begriff nicht unbedingt in bez. auf DR verwenden. Dr. Freeman (audio-book) nennt die Müdigkeit, die das dauernde Grübeln auslösen kann "adrenal fatigue", d.h. unser Adrenalipegel ist dann konstant zu hoch und das ermüdet natürlich.
    Interessant ist, wie man dagegen etwas tun kann: Adrenalin kann durch Sport oder durch beruhigende Tätigkeiten wie Schwimmen, Yoga, Achtsamkeitsübungen recht effizient abgebaut werden. Ich hab damals mit leichtem Yoga begonnen und war völlig überrascht, wie ich nach nur einer Stunde Yoga mich sehr IM KÖRPER und im Kopf recht DA fühlte! Aber eben, da ist jeder auch anders.
    Finde heraus, was Dich innerlich beruhigt und vom Gedankenkreisen ablenkt. Jeder Moment der Ablenkung ist eine Entspannung für den Geist.

    Alles Gute!
    Balz

    AntwortenLöschen
  29. Hallo,

    danke für die schnelle Antwort. Ich muss mich erst einmal dafür entschuldigen, dass ich Sie gleich geduzt habe. Das ist mir danach erst aufgefallen.


    Liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  30. ;-) Das ist doch kein Problem, bleiben wir einfach beim Du...

    AntwortenLöschen
  31. Ok, vielen Dank (:

    Gibt es die Möglichkeit dir privat eine Nachricht zu schreiben?


    Liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  32. lieber hierher mailen, dann haben alle etwas davon.
    geht das?

    AntwortenLöschen
  33. Ok also wenn es nicht geht dann hier(: weis nicht ob jeder hier an meiner lebensgeschichte interessiert ist.


    Liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  34. Also dann fang ich mal an. Wie gesagt ich hatte früher so mit 12-13 schon einmal DR. Sie traten das erstmal nach einer für mich sehr schweren privaten Zeit auf. Zu dem kam auch noch ein Schulwechsel ( von Grund- zu Mittelschule) hinzu. Natürlich wusste ich damals nicht was mit mir war und ahnte das schlimmste. Also ging es zum MRT und Gehirnströme messen usw. Dabei gab es keine Auffälligekeiten. Danach bin ich zum Kinderpsychologen gegangen. Auch hier wieder ein paar Test ohne besondere Vorkommnisse. Als ich mit meiner Mutter vor kurzem darüber sprach, hat sie mir erzählt das man mir früher Tabletten dagegen geben wollte. Das hat sie aber zum Glück abgelehnt. Denn nach ca. 1 Jahr ging es tatsälich wieder weg. In all den Jahren danach gab es immer einmal wieder Momenten wo mich kurz dieses Gefühl wieder überkam, aber ich hatte es unter Kontrolle und mich daher auch nicht darauf konzentriert.... Bis zum Januar diesen Jahres. Die Grippewelle ging herum und nach langer Zeit hat es auch mich einmal wieder erwischt. Schon während der Grippe überkam mich ein starkes Gefühl von DR, was aber zum Glück zusammen mit der Grippe abschwächte. Dachte ich zumindest. Doch diesmal kamen die DR Gefühle immer wieder und öfter. Und so bekann ich langsam mich wieder damit zu beschäftigen. Und gab ihnen so die "Nahrung". Ich muss dazu sagen das ich seit letztem Herbst wieder privat sehr viele Probleme und logischerweise auch Stress habe. Aber nun geht das schon seit guten 2 Monaten wieder so. Mal gibt es Tage wo es geht, dann wieder Tage wo ich mir sage was soll das bitte. Zur Zeit fällt es mir schwerer mich davon abzulenken und meine Konzentration auf etwas anderes zu fokusieren. Manchmal träume ich sogar schon davon, ist das normal???

    Daher habe ich mir vorgenommen die von der genannten "Achtsamkeitsübungen" zu probieren. Da kommt auch schon meine nächste Frage, welche Übungen hast du immer gemacht, bzw. welche haben dir am Besten geholfen dich zu entspannen?

    Und ich habe auch gelesen das du ein Hörbuch machen wolltest. Das finde ich eine super Idee!!! (: Wie siehts denn damit aus? (: Wäre echt klasse wenn das gehen würde!! (:



    Liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  35. Hallo, Rocky

    dass DR auch im Traum zum Thema wird, kommt bei vielen vor. Es sagt nichts über die DR selbst aus, sondern zeigt, dass man sich stark damit beschäftigt.
    Daher geht es jetzt darum, die dauernde Selbstbeobachtung zu durchbrechen. WOMIT das geschieht, ist bei jedem wieder anders. Jemandem half Lesen, anderen Computerspielen, mir half halt die Achtsamkeitsübung und leichtes Yoga.
    Die Achtsamkeitsübungen nach Jon Kabat-Zinn sind simpel und effizient. Du findest seine Bücher auf Deutsch. Die Videos aber sind auf Englisch. Etwas sehr ähnliches findest Du hingegen unter:

    http://www.youtube.com/watch?v=20O78yuoroQ

    Es geht darum zu üben, sich auf den Atem zu konzentrieren und -wenn Gedanken kommen- sie einfach wahrzunehmen, ohne zu werten...und sie wieder ziehen zu lassen und die AUfmerksamkeit wieder zurück zum Atem zu lenken. Das tönt simpel...ist aber vertrackter, als man meint. Die Übung hilft dann auch im Alltag...jedesmal, wenn ich an die DR DACHTE ...nahm ich das einfach wahr...und lenkte die Aufmerksamkeit wieder zurück zu dem, was ich gerade vorhatte. Manchmal 10 mal hintereinander, egal...je länger man das übt, desto besser gelingt es.

    In bez. auf das Hörbuch...ja, das ist ein Projekt, das aber noch einige technische Vorarbeit erfordert...aber irgendwann hoffe ich es zu realisieren.

    In diesem Sinne alles Gute!
    Balz

    AntwortenLöschen
  36. hallo A.B. RUCH

    dein buch ist das beste überhaubt was ich über DR gelesen hab..

    man finded zwar viel über DR in internet,,, aber die symptome die du hier schilderst sind genial, und hilf mir und vielen andren, zu wissen was die haben , und das die kein angst vor psychotischen krankheiten haben müssen,,,

    den ich leide auch seit 2 jahren unter DR ,,, am anfang dachte ich , das ich psychose hab ,,war mir ziemlich sicher eigendlich,,
    aber da ich kein wahn, kein hallus hatte , dachte ich mir,,, es muss doch was andres sein.
    ich suchte monate lang in internet nach symptomen die auf mich trefften..von angststörung und depression bis zu schizophrenie. aber ich landete auf der seite,,derealisation ist wie eine scheibe....ab da wuste ich ziemlich genau was ich habe. DR.
    aber bis heute hab ich immer noch starke angst von psychose ,,aber nur wen die DR sehr stark sind.
    ich hab viele starke belastende ereignise hintermir,,und ich denke das die DR deswegen bei mir gekommen sind.

    aber zurzeit belasten mich albträume sehr...ich hab jetzt 3 mal geträumt das ich in die psychiaterie gehen musste.....aber dan denke ich oky,,,wen ich ständig angst habe von psychose usw.. ist das normal das ich das träume.

    ps.. ich war 5 monate frei von DR ..und fühlte mich sehr wohl..aber nach 5 monaten ..kamm die DR schleichend...wie sie das beschriben haben genau so.

    also ich endschuldige mich für meine schreibfehler und rechtschreibung....bin ein ausländer.

    MFG Bekim

    AntwortenLöschen
  37. Hallo, Bekim
    Dein Deutsch ist sehr gut!

    Ja, dass man von DR oder so träumt, ist völlig normal. Hatte ich auch. Wenn man sich am Tag mit etwas beschäftigt, ist es logisch, dass man das im Traum weiterverarbeitet.

    Du schreibst, du habst belastende Ereignisse hinter dich. Solche sind natürlich sehr, sehr oft der Grund für Angst und DR. Deshalb ist es wichtig, dass Du diese Ereignisse z.B. in einer Gesprächstherapie oder mit einem Arzt besprechen kannst. Das war bei mir auch unbedingt nötig. (und NEIN, nicht Psychiatrie, sondern ein Psychologe und Arzt half mir...mit Gesprächen, Übungen und auch Medikamenten).

    Ich wünsche Dir in diesem Sinne alles Gute!
    Balz

    AntwortenLöschen
  38. Hallo,

    vielen Dank für die Tipps. (:

    Du hast geschrieben das die DR am Wochenende bei vielen stärker wird. War das bei dir auch so? Ich muss nämlich auch sagen das in den Anfangszeiten der DR, ich immer das Gefühl hatte das sie am WE stärker/schlimmer wurde. Blöd war bzw ist dabei nur das ich da immer bei meiner Freundin bin und sie sich darüber natürlich auch den Kopf zerbricht, habe ihr aber dann gesagt das es bei vielen am WE schlimmer wird.

    Diese WE war total gegensätzlich. Am Freitag Abend, bei Ihr angekommen war es wieder sehr stark, so schlimm wie noch nie fande ich. Samstag sind wir dann ein bisschen spazieren und dann in den Garten mit ihrem Bruder spielen. Da wurde es noch schlimmer. Und abends plötzlich wurde es besser, da habe ich richtig gemerkt, wie du schon geschrieben hast, dass die Scheibe schwächer wurde. Auch heute früh bis zum Nachtmittag war alles so weit relative super. Habe da auch kaum daran gedacht. Aber jetzt bin ich wieder zu Hause und es ist wieder schlimmer.

    Also zusammengefasst im Moment ist es echt kompliziert ich habe Tage bzw Stunden manchmal wo ich denke ja es wird besser und bald bin ich "frei". Aber dann wenn es wieder da ist dann habe ich das Gefühl das es so schlimm ist wie nie zu vor. Wie siehst du das?


    Immer wenn es dann mal wieder schlimmer wird, dann lese ich auch immer wieder nach auf deiner Seite, ist das richtig? Du hattest ja gesagt man ist nur "geheilt", wenn man nicht wieder in solche Foren zurückkehrt in denen es um DR geht.



    Also dann Liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend an alle und haltet durch und lenkt euch ab!! (: Rocky

    AntwortenLöschen
  39. Hallo, Rocky

    das mit dem Wochenende scheint damit zusammenzuhängen, dass dann die Tagesroutine weg ist. Wenn man sich auf z.B. die Arbeit konzentrieren muss, kann das helfen.
    Bei mir waren Ferien auch schwieriger als Zeiten im Büro, d.h. bei der Arbeit.

    Die Tatsache, dass Du z.B. 24 Std. lang relativ gut drauf warst, ist ein sehr gutes Zeichen. Anstatt dann zu denken: "Oh, nein, jetzt kommt die DR wieder!" kannst Du das Ganze umdrehen und denken: wow, ein guter Abend plus ein guter halber Tag! ... Das machte ich mit der Zeit so und es nahm das negative Denken etwas zurück. Ich würde auch nicht so absolut denken wie "jetzt bin ich frei" (und wenn es dann ein paar schlechte Stunden wieder gibt, fühlt man sich um so schlechter...weil man es mit den guten Stunden vorher vergleicht). Sondern versuche, im HIER und JETZT zu bleiben. Genau dafür waren für mich die Achtsamkeitsübungen so hilfreich.

    Ein Tipp, den mir neulich jemand gab, war ein neues pflanzliches Präparat, das offenbar auch gegen Gedankenkreisen hilft. Es heisst LASEA und ist ein Lavendelöl. Kann sein, dass so eine beruhigende Hilfe das Ganze unterstützt.

    In diesem Sinne, weiterhin viel Geduld...es geht Schritt für Schritt vorwärts!
    Viele Grüsse
    Balz

    AntwortenLöschen
  40. Sehr geehrter Herr Ruch,

    ich leide nun auch unter DR seit ungefähr einem Monat. Bin 18 jahre jung und diese DR kamen nach und nach infolge einigen Panikattacken kurz vorm Schlafen. Achte seit diesen Vorfällen besonders auf Herzschlag was warscheinlich meine Angst noch verschlimmert.Ich erinnere mich auch an sehr viele Sachen aus meiner Vergangenheit, sei es Orte bzw. Dinge, die man erlebt hat (positive). Ist das normal ?

    Würde mich über eine Antwort freuen.

    AntwortenLöschen
  41. Liebe(r) Anonym

    Auf den Herzschlag achten, bringt tatsächlich nichts. Hingegen bringt es etwas, auf den Atem zu achten. Das mache ich heute noch so, wenn ich vorm Einschlafen nervös bin: achte einfach, wie der Atem ein- und ausströmt. Ohne etwas zu verändern, ohne es zu bewerten. Einfach darauf achten. Mit der Zeit beruhigt das sehr.

    Dass Erinnerungen vor dem Schlafen aufkommen, ist nicht nur NORMAL, es ist sogar sehr gut. Es ist alles da, es ist alles vorhanden in unserem Geist. Übrigens habe ich das auch -und zwar immer noch, das hat mit DR gar nichts zu tun. Es gibt Leute, die können -SCHWUPPS!- in einer Minute schlafen. Andere nicht (ich z.B.)
    Es hilft, sich VOR dem Zubettgehen ein paar gute Rituale anzueignen, die einen beruhigen. z.B. eine Tasse Tee (Verveine/Eisenkraut oder Orangenschalentee) trinken, etwas Entspannendes lesen etc.
    Das NEUESTE, was es gibt, sind LASEA Lavendelöl-Kapseln. Sehr viele Leute kriegen ihren Schlaf-rhythmus damit wieder in den Griff. Und das ist eines der Elemente, um den inneren Stress herunter zu fahren.
    So viel können Sie selber machen. Dann wäre vielleicht noch gut, heraus zu finden, was die ursprüngliche Panikattacken auslöste. Es ist gut möglich, dass genau dort die Quelle der ganzen DR liegt. D.h. kann man die Angst oder die Panik verstehen und in den Griff bekommen, wird auch die DR sich abschwächen und dann von selbst wieder verschwinden. Von dem her kann auch ein Profi hilfreich sein.
    In diesem Sinne ALLES, ALLES GUTE!
    Balz Ruch

    AntwortenLöschen
  42. Hallo Ruch..
    ich hab noch eine frag wegen die DR..
    ist es normal , das mann werend der DR zeit, sich irgendwie in die vergangenheit versetzt worden sein..so ob man in ein andren zeit leben würde...zwar weis ich das ist nur ein phenomen von der DR aber das macht mir grosses angst und versetzt mich in ein art trance,,,was ich gleich denke oky das ist 100 pro psychose oder schizophrenie...aber dan geht abends immer besser.wen ich auf der arbeit bin oder ich bin abgelenkt,,ist das trance gefühl wegn...aber sobald ich feierabend hab , und ich laufe dan nachhause dan kommt mir immer das gef+hlt wie in die vergangenheit zu sein ,,zwar ist das nur das gefühl ,,aber ich weis das es ein blödsin ist,,ich weis das jetzt jetzt ist,,und ich weis das mein trance gefühl ein falscher realität ist..und sag mir solange das ich merke das irgendwas nicht stimmt ,,,ist es kein psychose. aber alle die gefühle was ich erleben und das trance gefühl wie in die vergangenheit zu sein kommt mir irgendwie bekannt,,so ob ich das schonmal erlebt hätte..so ein art traum gefühl ich kann das kaum beschreiben.

    bis heute hab ich kein wahn kein hallus nichts davon,,aber habe starke angst das noch kommt,,immer muss ich mich beobachten , ob ich das richtig getan habe ,oder wen ich ein geräusch höre,,dan muss ich sofort tv leiser machen und gucken ob das real ist oder ob das hallus sind..das kostet echt kraft..aber 100 pro höre ich kein stimmen oder sehe irgendwas was nicht da ist..oder ich hab keinerlei wahnvorstellung....auser ich schau die sitcom serie King Of Queens an jeden tag ,,das beruigt mich sehr ,,ich weis nicht ob das zu wahn gehört.

    und beispiel jeder verenderung werden mein DR stärker..wen ich besuch geh oder wen mein wohnung bisle andres umstelle oder dämerungen sind irgenwie schlimm kein plan warum,,ob das noch zu DR gehört weis ich echt nicht..
    dan noch dieses komische ängste,,beispiel wen man träumt und man hat von irgendwas angst im traum,,und dan steht man plötzlich auf und man verspürt man so ein komisches gefühlt und angst..das kenn jeder denk ich...genau solche ängste habe ich,,wen die DR stark ist.
    und das ständiges denken ,,,was los mit mir werd ich wider gesund oder nicht ..oder muss ich ganzes leben so leben mit die symptome...oder werde ich psychoitosch...die gedanke sind schlimm echt.
    selbst wen mir kumples sagen komm gehen wir weg ,,beispiel disko oder wiet wegg..dan hab ich angst mit zugehn....weil die DR werden dan stärker. deswegen gehte ich selten partys machen.

    bei mir ist es so..ich muss in ein land leben, was ich überhaubt nicht klark komm..ich kann mich einfach nicht in mein heimatland anpassen...ich hab 19 jahre in Detschland gelebt , praktisch als kleinkind,,,bis ende 2010 dan wurde ich abgeschoben in mein heimatland,,aber ich kann mir hier kein zukunft vorstellen und irgendwie kann ich mich nicht anpasse ..das heist ich kämpfe seit mehr als 2 und halb jahren mit mein anpassungstörung...jeden tag ist schlimm hier..ich weis echt nicht wie die DR besser werden hier in mein land,,den ich denke das ist der auslöser wegen mein DR ,,das ich hier unwohl fühle.

    also ich bedanke mich fürs lesen,,würde mich über ein antwort freuen.

    AntwortenLöschen
  43. Hallo (Bekim, nehme ich an?)

    dieses Phänomen "sich in einer anderen Zeit" fühlen oder an einem anderen Ort...das gehört tatsächlich zu DR dazu. Ich hatte das auch. Bei mir war es sehr stark, da ich als Kleinkind von einem Land in ein anderes umziehen musste. Bei mir waren es eine Art Erinnerungen...nur, dass ich mich nicht genau erinnern konnte. Das machte es noch schwieriger. Mein Therapeut nannte das "emotionale Erinnerungen", d.h. man erinnert sich an ein Gefühl (nicht unbedingt an die Sachen). Dann ist man IM GEFÜHL irgendwo anders. Als ich das verstand, fand ich es weniger schlimm. Ich sagte mir dann: "Aha...SO habe ich mich als Kleinkind gefühlt...desorientiert, in einem anderen Land etc."

    Dass Du dich beim TV-Schauen entspannen kannst (oder bei der Arbeit gut konzentrieren kannst) ist ein sehr gutes Zeichen. Es zeigt, dass es Moemente gibt, wo Du dich nicht selbst beobachtest. Es ist wichtig, solche Momente immer wieder zu erleben, das beruhigt unseren Geist.

    Die Tatsache, dass Du dann manchmal aufschreckst, wenn etwas lauter wird oder irritiert bist, wenn sich etwas verändert, kommt von einem erhöhten Stress-/Angstpegel. Dieses Stressniveau könntest Du versuchen bewusst zu senken. In diesem Blog findest Du je viele Tipps dazu (von Lesen über Achtsamkeitsübungen bis zu Sport...beruhigende Sachen machen etc.).
    Hast Du jemanden zum Reden? Das wäre sicher hilfreich. Finde heraus, was -ausser Arbeit und gute TV-Filme- dir helfen könnte, innerlich ruhiger zu werden. (Ich z.B. machte in meiner DR-Zeit viel im Garten...das war überraschend beruhigend).

    Und ich könnte mir auch vorstellen, dass gewisse Medikamente (z.B. SSRI-Antidepressiva) hilfreich wären. Dafür müsstest Du mal einen Arzt befragen.

    Ich hoffe, ich konnte Dich ein wenig beruhigen, dass Deine Symptome ganz logisch sind. Und dass sie NICHT zu Psychosen oder etwas anderem werden.

    Alles Gute!
    Balz

    AntwortenLöschen
  44. Hallo Leute (:

    zu dem Post über mir kann ich auch zu stimmen, das ich mich sehr oft selbst kontrolliere. Immer wenn ich etwas mache, denke ich sofort "ahh das kannst du doch noch machen" oder " gut ich bin noch nicht verrückt". Aber immer mit der Angst im spiel das wenn ich mal einen Fehler bei irgendwas mache, sofort denke jetzt wirst du langsam verrückt.

    Zum weggehen mit Freunden kann ich auch zu stimmen. Ich war gestern auch mit Kumpels unterwegs und es war schon nicht einfach aber mit der Zeit habe ich gemerkt das ich dann immer mal für kurze Momente doch abgelenkt war, leider sind meine Gedanken dann immer wieder schnell bei der DR gelandet. :/

    Heute gehts mir wieder schlechter. Ich habe das Gefühl das mein Zeitgefühl bissl durcheinander ist. Allgemein empfinde ich die DR wieder stärker und schlimmer ( als je zuvor bzw. als hätte es verschieden Phasen gegeben die alle auf ihre Art schlimm waren) heute. Heute früh hatte ich teilweise ein Gefühl als wäre ich in der Jugendherberge und hätte die Nacht schlecht/kaum geschlafen. Also da hatte ich genau so ein Gefühl wie damals in der JH... Kannst du das bestätigen Balz das die DR sich ca aller paar Woche immer anders, aber trotzdem natürlich unschön anfühlt?



    Naja dann lebe ich mal meinen Traum und werde versuchen mich weiter abzulenken und mich davon nicht beeinflussen zu lassen, auch wenn das manchmal nicht so leicht ist.


    Liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. hallo rocky..
      fast enliche probleme hab ich auch....wen du willst könen wir uns bei skype miteinander bisle reden über die DR
      mfg bekim

      Löschen
  45. danke für dein antwort....

    AntwortenLöschen
  46. Hallo bekim,

    Ich habe leider kein skype, aber du kannst mir gerne eine Email schreibe.

    Bysieger2011@Web.de

    Liebe grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  47. Ich habe genau die selben Probleme wie die meisten von euch. Seit 4 Jahren erlebe ich oft solche Traummomente. Was mir Angst macht (neben diesem Momenten akut), ist, der Gedanke, dass ich nie von der DR befreit werde. DH. Angst, dass das nie mehr weg geht. So, möchte ich auf keine Fall leben. In diese ständigen Angst. Habe schon mehrere Therapien hinter mir. Brachten alle nichts, auch die Medikamente nicht. Ich habe Angst. Ich bitte um Antwort, ich weiß ansonsten nicht ob es sich sonst noch zu leben lohnt.. E-Mai: stefanie.weinhofer@networld.at

    AntwortenLöschen
  48. Hallo, Stefanie

    da ich grad im Ausland bin mit sehr schlechten Möglichkeiten fürs Internet, nur ganz kurz:

    Es ist zwar verständlich, dass man manchmal glaubt, das höre nie mehr auf etc. ABER: wirklich HUNDERTE von Leuten sind aus ganze schlimmen und sogar langen DR-Phasen wieder rausgekommen (...nur schreiben sie das leider nicht so in DR-Foren...einfach weil sie geheilt sind und damit nichts mehr damit zu tun haben wollen).
    Es gibt IMMER Hoffnung, dass es besser wird. Ich kriege heute noch Mails von Leuten, die noch vor 1 oder 2 Jahren am Verzweifeln waren und bei denen es -z.T. ohne grosse Anstrengung- einfach wieder wegging. Andere haben sich einen Lebensstil angewohnt wie z.T. in diesem Blog beschrieben oder haben dank Therapie, Medikamenten etc. nach und nach zuerst ein erträgliches DR-Niveau erreicht, dann immer bessere und längere DR-freie Phasen und am Ende ihr altes Leben wieder zurück.
    Von dem her will ich einfach Mut machen.!
    Vielleicht mailt Ihnen ja noch jemand?

    Falls Sie Englisch lesen können: unter www.dpselfhelpf.com im Forum unter "On the way to recovery" finden sich immerhin solche, die auch schreiben, wie sie wieder DR-frei wurden. Wie gesagt, man unterschätzt das vollkommen...eben weil LEIDER die meisten, die von der DR frei sind, sich einfach (bewusst) nicht mehr damit beschäftigen wollen.

    Alles, alles Gute und die Hoffnung nicht aufgeben!
    Balz A. Ruch

    AntwortenLöschen
  49. Hallo Balz,

    ich melde mich mal wieder bei dir (euch). Also ich muss sagen das ich die DR jetzt etwas besser unter kontrolle habe, da ich einfach weniger Angst habe. Gestern hatte ich leider riesen Krach mit meinem Stiefvater und meine Mutter macht da leider auch nicht viel. Ich möchte im Sommer ausziehen, aber im Moment ist es für mich zu Hause fast unerträglich. Ich habe die Nacht auch kaum geschlafen deswegen und fühle mich richtig scheiße. Jetzt habe ich Angst das durch diesen ganzen Stress hier zu Hause und das allgemeine unwohlfühlen jetzt hier die DR wieder stärker wird.


    Was soll ich machen?


    liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  50. Eine schlechte Nacht macht noch keine DR. Da muss schon mehr und laenger etwas passieren. Wichtig ist, dass Du deine Gefuehle ausdruecken kannst, mit jemandem reden etc. Negative Gefuehle kriegt man auch mit Sport etwas in de Griff, man verschafft sich Luft, sozusagen. Ich bin grad im Ausland und kann nur wenig schreiben, hab schlechten Internetanschluss.
    Alles Gute
    Balz

    AntwortenLöschen
  51. hallo Balz.

    so eine frage habe ich.... ist es normal das die DR öffters verschieden ist...ich mein das mann immer andre gefühle bekommt oder das denken manchmal andres ist..als sonst bei der DR..so gesagt man kennt ja die symptome der DR.... kommt es vor das man plötzlich andre gefühle da sind oder das denken ist andres als gewohnt..

    ich bedanke mich mfg

    AntwortenLöschen
  52. hallo!
    Bin nur kurz im Internetcafe...bin im Ausland und es ist schon spät...also leider nur einer kurze Antwort: Dass sich Denken und Gefühle verändern, ist VOLLKOMMEN NORMAL. Warum? Weil die DR nur eine Schutzfunktion des Gehirns ist, um uns vor allzu starken Emotionen zu schützen. Darunter aber geht emotional und denkerisch das Leben natürlich weiter. Da kommen Gefühle hoch, Gedanken etc. ...ES SCHEINT, als seien die durch die DR auch seltsam oder verändert. Aber das ist nur, weil sich der Stress (meist Angst) in die Gefühle und Gedanken mischt. Meine Vorgehensweise in solchen Moemententen war, das Ganze einfach wahrzunehmen. Einfach zu akzeptieren und sich zu sagen: "Mann, ist das eine eigenartige Stimmung..."...... tja und dann....verflog sie mit der Zeit. Gedanken und Gefühle nämlich...die KOMMEN und GEHEN... das Problem ist, dass wir uns dann allzu leicht davon beeindrucken lassen. Im SInn von "oh...was ist das denn für ein seltsames Gefühl...was ist das für ein schräger Gedanke...das darf doch nicht sein"... etc.
    Je gelassener wir diese Gefühle und Gedanken einfach mal wahrnehmen und SEIN LASSEN, desto eher verflüchtigen sie sich wieder. Was sie nämlich ohnehin machen.
    Hoffe, ich habe nicht zukompliziert ausgedrückt...
    Alles Gute!
    Balz

    AntwortenLöschen
  53. Hallo Balz,

    ich habe noch einen Frage an dich. Du hast ja keine DR mehr?! Musst dich aber fast täglich, durch diesen Blog damit beschäftigen. Wie gehst du damit um, dass du nicht wieder in diesen "Teufelskreis" kommst? Du hast ja auch gesagt viele "geheilte" schreiben das nicht in Foren, weil sie damit nichts mehr zu tun haben wollen.


    Liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  54. Hallo Rocky.
    das Problem ist ja nicht die Scheibe an sich, sondern die starken Gefühle, die darunter liegen. Wenn man -z.B. durch Psychtherapie oder eine gesündere Lebensweise- diese Gefühle nicht mehr als bedrohlich ansieht, sondern sie integriert, dann verliert die Scheibe nach und nach ihre Kraft. D.h. ich kann gar nicht wieder in einen Teufelskreis geraten, solange ich mit meinen Gefühlen angemessen umgehen. Schon gar nicht, indem ich mich intelektuell damit beschäftige.
    Viele Grüsse
    Balz

    AntwortenLöschen
  55. Wollte mich für Ihre Antwort vom 16.4 bedanken. Also dieser DR-Auslöser waren Panikattacken, dadurch dachte ich mir immmer wieder, was stimmt nicht usw.. dann kam, infolge der Panikattacken, eine Herzophobie nehm ich an, denn man denkt sich dann natürlich, was stimmt mit jmd. nicht.. Und achtet auf seinen Herzschlag(ärztliche Tests alle in Ordnung) Auch ist ein Bekannter gestorben, an Herzversagen in jungen Alter..
    Jetzt habe ich DR 24/7x, aber versuche so gut wie es geht damit klar zu kommen. Ich erinnere mich auch sehr oft an sachen, aus meiner vergangenheit, wenn ich z.b. irgendein gegenstand sehe, kann ich ihn sofort meiner vergangenheit zuordnen. Ist das normal, denn früher, hatte ich nicht die "Fähigkeit" bzw. achtete nicht darauf.

    MFG Hasan

    AntwortenLöschen
  56. Hallo Hasan
    ja, das ist normal. Die Fähigkeit hatten Sie schon immer. Nur haben Sie davon keinen Gebrauch gemacht, bzw. weniger. In der DR scheint eben alles auch mit mehr Bedeutung aufgeladen zu sein, als es wirklich der Fall ist. Das ist weiter nicht schlimm; im Gegenteil, es zeigt ja, dass alles DA ist, alle Erinnerungen etc.
    Alles Gute
    B. Ruch

    AntwortenLöschen
  57. Hallo,

    ich hoffe du hattest einen schönen Urlaub Balz?! (:

    Ich wollte bloß gerne noch wissen, ob es dir auch so ging, dass du das Gefühl hattest, wenn du Abends so über deinen Tag nach dachtest als wäre es schon viel länger her und das du so ein "Momentleben" hattest.!? Was man vor 2 Stunden gemacht hat kommt einem wie ein Traum vor und als wäre es viel länger her als nur 2 Stunden.


    Vielen Danke schon im Vorraus für deine Antwort!


    Liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  58. Ja, das kam manchmal vor. Aber meistens war ich zu hektisch drauf, um über meinen Tag nachzudenken und wollte nur möglichst schnell schlafen gehen.
    Ich denke, dass Eigenartige daran ist nicht das Zeitempfinden (das ist IMMER unterschiedlich), sondern die Ängstlichkeit, mit der wir so ein harmloses Phänomen bewerten.
    Am besten einfach wahrnehmen und nicht bewerten...dann zieht es wie von selber vorbei.
    Alles Gute
    Balz

    AntwortenLöschen
  59. hallo BALZ wie geht es ihnen..wie war ihr urlaub ?? hoffe gut.

    ich hab noch eine frage wegen die DR.

    seit ich die DR habe , werde ich schneller wütend und ich behalte den wut inmir tagelang...das macht mich dan fertig und verstärkt die DR extrem....und fast bei kleinsten sache werde ich schnell endtäuscht und reagiere schnell agressiev.
    zwar hatte ich das problem seit langem,,aber seit der DR reagiere ich extrem auch stress. und dan werde ich schnell depressiev.

    mfg

    AntwortenLöschen
  60. Hallo, danke, der Urlaub war ganz o.k.
    DR hat sicher auch mit unterdrückten Gefühlen zu tun. Von dem her ist es an sich positiv, wenn Sie
    Wut, Ärger etc. fühlen können. Es gibt Leute, die haben DR und sagen, sie können auch nichts fühlen. D.h. bei Ihnen unterdrückt die Scheibe sogar die Gefühle. Ich weiss, dass ich damals, immer, wenn ich sehr wütend oder sehr traurig wurde, es mir half, das Gefühl zuzulassen. (Natürlich nicht an jemanden persönlich, also nicht, dass ich Streit mit jemandem anfing, das nicht)... Ich formulierte für mich alleine meine Gefühle, ich sagte mir, auf was oder wenn ich wütend war, oder was mich traurig machte etc. Und das half mir enorm, manchmal verzog sich die Scheibe danach ein wenig.
    Am besten ist natürlich, Sie haben jemanden, mit dem Sie genau diese Gefühle besprechen und anschauen können, so dass Sie sie verstehen.
    In diesem Sinne alles Gute!
    B. Ruch

    AntwortenLöschen
  61. Hallo Balz,

    ich muss dich leider schon wieder stören. Aber ich finde das mein Psychologe nicht so wirklich viel Ahnung von DR hat.

    Also zu erst fällt mir auf das es mir Montag fast immer relativ gut geht. Aber danach gegen Wochenende und auch am Wochenden wird die DR wieder stärker und mir fällt es dann schwer mich davon abzulenken. Das fällt mir allgemein auf das es Tage gibt wo ich so gut wie gar nicht daran denke und dann wieder Phasen wo ich ständig dieses Gedankenkreisen habe.


    Was zur Zeit auch sehr schlimm ist, ist das ich bei jedem kleinen Streit oder anderem Problem sofort denke das die DR davon schlimmer wird. Im Moment versuche ich echt krampfhaft jedem Problem aus dem Weg zu gehen, nur damit die DR nicht schlimmer werden kann. Kennst du sowas auch aus deiner DR-Phase?


    Und zu guter letzt möchte ich gerne noch wissen, ob es möglich ist zu merken das die DR weiterhin vorhanden ist, aufgrund von der ständigen Selbstbeobachtung oder weil es vielleicht Unterbewusst doch noch etwas gibt was unsere DR am Leben hält.

    ich hoffe das letzt ist nicht als zu kompliziert formuliert.


    Liebe Grüße
    Rocky (:

    AntwortenLöschen
  62. Hallo, Rocky

    dass es Tage (wie Montage) gibt, die gut gehen, ist ein sehr gutes Zeichen. Finde heraus, WAS an diesen Tagen besser ist. Die Stimmung? Die Erholung? Die Ablenkung? Möglicherweise hast Du dann weniger Stress. Daher versuche, Deinen Stresslevel allgemein etwas herunterzukurbeln, z.B. mit Achtsamkeitsübungen, Fitness etc.

    Streit bedeutet für Dich Stress, daher GLAUBST Du, dass er die DR erhöhen würde. Dass muss aber nicht sein. Ich damals fand Streit gar nicht so schlecht, ...so hatte ich etwas anderes, auf das ich mich konzentrieren konnte. Ich würde nicht Streit aus dem Weg gehen (also Vermeiden), sondern schauen, wie Du Konflikte konstruktiv angehen kannst.

    Die dritte Frage: die DR ist eine Reaktion auf inneren Stress, auf Angstgefühle etc. Im Normalfall geht die DR von selbst weg, wenn dieser innere Stress etwas abflaut. Nur...wenn wir sie selber zu lange beobachten, halten wir sie unnötigerweise am Leben. D.h. die eigentliche Frage, die z.B. der Psychologe mit Dir herausfinden wird, ist, WAS es in Deinem Leben gibt, dass Dich stresst, bzw. Ängste auslöst etc.

    In diesem Sinne alles Gute!
    Balz

    AntwortenLöschen
  63. hallo BALZ ,
    ich wollte noch was fragen ...
    ist es normal,,wen mann beispeil wen mann irgendwo andres fahren will weiter weg von deinen umgebuhng...mann fühlt sich dan automatisch komisch ,,so ein merkwürdiges gefühl ist schwer zu beschreiben...so geht es mir wen ich meine umgebung verlasse..oder wen ich nachts auto fahre fühle ich mich sehr komisch ..so ein art angst und verwirrheit...ich weiss nicht ob das noch zu Derealisation gehört. ???.
    oder was meinen sie ob das bei DR vorkommt..manchmal geht es mir super dan kann ich überall hinfahren oder gehn ,,fühle ich mich troztem gut.

    ich bedanke mich im voraus mgf

    AntwortenLöschen
  64. Das gehört nur indirekt zur DR. Das hat eher mit der Angst zu tun, die manchmal hochkommt.
    Es gibt auch ängstliche Zuständen OHNE DR (aber es gibt nie DR ohne Angst). Wichtig ist, sich in einem solchen Moment zu sagen: es kann -auch wenn man Angst hat- nichts wirklich passieren, man verliert nicht die Kontrolle oder so.
    Alles Gute
    Balz

    AntwortenLöschen
  65. Hallo Balz,

    ist es normal das an warmen und vorallem sonnigen Tagen die DR schlimmer wird? Das merke ich nämlich gerade zur Zeit. Vorallem beim Schlafen, durch die Wärme habe ich kaum festen schlaf und bin vorallem früh immer in so einer Halbschlafpahse was mich verrückt macht.

    Sonst geht es mir soweit gut, die DR ist leider wie schon oben gesagt seit ca 2 Wochen wieder schlimmer. Hatte ja davor 1 Woche lang kaum Probleme damit bis sie schleichend wieder kam. Und nun hoffe ich das es wieder schwächer wird. (:

    Also bis später und Liebe Grüße
    Rocky

    AntwortenLöschen
  66. Hallo Rocky

    die Schlafqualität beeinflusst natürlich die DR. Ich hab mal rumgefragt: auch Leute, die keine DR haben, haben am Morgen, wenn sie schlecht oder zu wenig geschlafen haben, eine "Scheibe"!
    Wenn ich zu wenig geschlafen habe, geht es mir sogar heute noch so!! Aber die Interpretation dieses Gefühls ist anders. Ich sage nicht wie damals "Oh..nein! Die DR ist da...ist stärker..."etc., sondern "boah...bin ich noch verschlafen!"...dann esse ich gut Frühstück und geh in den Tag hinein. Will damit sagen: je weniger Beachtung man dem schenkt, desto eher gibt man der DR eine Chance sich zu verflüchtigen.
    Alles Gute
    Balz

    AntwortenLöschen
  67. Hallo Balz.

    was ich fragen wollte, ist
    ich fühle mich öfters , als ich nicht richtig da währ , beispiel
    ich geh stadt und meine gefühel sind andres ,,irgendwie andres,,alles pass nicht zum dem was ich tuh zwar, weis ich das alles normal ist ,und merke das was nicht stimmt,,,aber meine gefühel und auch die wahrnehmung sind andres,,auch dan mit bisle angst besorgnis verbunden.

    dan wen ich beispeil ein schlechten traum habe , belastet mich dan den ganzen tag so ein traum,,mir kommen dan den ganzen tag die gefühel oder der traum im kopf..aber dan am nechsten tag ist es weg.bis ich wider so ein traum habe.

    ich klaum das es zu DR auch gehört , wen ich mich nicht irre...hab es bei irgendjemand gelesen das es auch zu DR gehört.

    und wen es mir dan schlechter geht ,,kommt automatisch der gedanke an psychose ...aber nicht mehr so stark wie früher.

    wen es mir dan schlecht geht,,und wen ich über psychose denke,,,sag ich zu mir ich leide jetzt fast 3 jahre an DR ,,wen es psychose währe ,,würde mir eigendlich kein kopf machen den es wäre ja dan normal für mich.
    aber das ist ja nicht der fal..ich merk das bei mir irgendwas nicht stimmt.
    bis jetzt hab ich ja keinerlei hallus oder wahn.

    eine frage noch,,,ist es möglich , wen beispiel...ich hab 20 jahre in deutschland gelebt so zusagen bin da aufgewachsen...und seit 3 jahren wurde ich ja in mein heimatland abgeschoben,,und seidem kann ich mich hier nicht anpassen...und seit meiner abschibung ging es mit die DR los...und depressionen angst usw.
    kann es sein das die Dr oder besser gesagt depressionen wegen die Anpassungstörung kommt ????

    ich bedanke mich MFG Bekim

    AntwortenLöschen
  68. Hallo Bekim

    erstens: das mit der Psychose muss Dich nicht weiter beunruhigen. Aus DR wird NIE eine Psychose, das geht gar nicht!

    Dann: das Problem sind die negativen Gedanken. Einen schlechten Traum haben wir alle einmal, aber wenn man zu viel darüber nachdenkt, macht man ihn wichtiger, als er in Wirklichkeit ist.

    Deine Frage zur Anpassung: Ja, das ist durchaus denkbar. Deshalb denke ich, wäre ein Arztbesuch für Dich wichtig, jemand, der sich mit Depressionen etc. auskennt.

    Alles Gute!
    Balz

    AntwortenLöschen
  69. vielen dank BALZ.

    ich war schon vor 2 jahren beim ärzten ,,die sagten alles ok.
    dan war ich bei neurologen EEG auch alles oky ,,der neurologe sagte das ich depressionen habe.
    dan war ich 5 mal bei ein psychater...ich hab ihn alles gesagt was mich belastet usw. und ich hab ihn direkt gefragt , op das ein anfangstadiom einer psychose ist oder das ich schon mittendrin bin. er antwortete,,ich soll mir auf kein fal sorgen machen wegen psychotischen krankheiten. er sagte zu mir das akutebelastungsstörung...mit depressionen ,, und auf kein fal psychose oder sonstwas. hab dan 1 jahr antidepressiva genommen . die mir wenig halfen..ich sezte die ab...und fühle mich besser ..
    ..also ich warte bis die Dr langsam weggeht...aber ich merk aufjeden fal besserung.

    danke für dein antwort
    mfg bekim

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo bekim, habe deinen beitrag gerade gelesen. Hab seit fast einem Jahr DP. Mal schlechter, mal besser.Ganz schlimm ist es am Wochenende. Wie hast du es geschafft, dass es dir jetzt besser geht? Soll es jetzt mal mit Opipramol versuchen. Würde mich über eine Antwort freuen. Lg

      Löschen
  70. hallo anonymer...

    jetzt geht es mir eigendlich super,,manchaml kommt ja die DR aber ich achte nicht mehr so sehr auf die DR....zwar ist es am anfang schwierig sich damit abzulencken,,,,aber mit der zeit geht es klaub mir.
    ich lebe jetzt seit 1 monat in deutschland wider..und ich fühl mich sehr gut.
    als das wichtigste ist bei der DR ,,das man sich iergendwie ablenkt,,von dem gefühlen und gedanke ...und ich weis das er schwer ist..ich dachte das ich echt verückt werde , aber dank dem block von BALZ weis ich es ,,das es nicht so schlimm wie mann denkt.
    hab jetzt fast seit 3 jahren DR ,,aber bis heute hab ich mein verstand nicht verloren oder bin immer noch am leben.

    das wichtigste ist ablenkung egal was,,haubtsache das es wenigsten bisle spass macht....dan kommt die besserung.

    medikamente waren für mich nicht hilfreich,,das verschlimmerten meinen zustand noch mehr , dan habe ich das abgesetzt.

    also ich wünsche dir gute besserung und komp hoch das wird wider.
    mfg bekim

    AntwortenLöschen
  71. Hallo Bekim, danke für deine Antwort und den Zuspruch. Ja das mit der Ablenkung stimmt und mein Arzt meint, , dass es Zeit braucht, aber der kennt sich damit nicht so gut aus. Von den Medikamenten will ich jetzt auch erst mal nichts nehmen. Waere nett, wenn wir uns ueber den Block immer mal auf dem Laufenden über unsere Erfolge schreiben könnten. Mfg Anja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nichts zu danken...den der block hier hat mir sehr sehr geholfen.
      Wir bleiben auf jedenfall in kontack hier bei Balz.
      Und genau die ärzte kenne sich sehr wenig mit Dr aus...die beste heilung von Dr/Dp ist.....die Dr zu verstehn und sich damit abzufinden . Dan mit der zeit lassen die symptome nach..aber wen mann sich jeden tag damit sich beschäftigt ins internet nach symptome sucht...dan wird es nur schlimmer...so war es bei mir ...ich suchte stunden lang in internet meine syptome...ich stoß auf verschiedene krankheite...von psychose bis zu schizophrenie...und ich hate riesen angst das ich psychose bekomme oder das ich das hatte...aber dank den BALZ weis ich das es nicht so schlimm ist wie ich mir alles vorgestellt habe...und heute geht es mir zur 80 %. Besser.
      Zwar kommeb die DR in erscheinung , aber ich weis was das ist...und verschwinden wider nach parr std . Mit der zeit verschwinden die für immer...da bin ich fest überzeügt. Man darf einfach nicht mit die Dr beschäftigen dan verschwinden die mit der zeit.

      Also nie die hoffnung verlieren.
      Und wir bleiben auf jeden in kontakt.
      Ps. Hast du skype Anja ? Wir könnten auch mal in skype unterhalten.

      Mfg Bekim

      Löschen
  72. Hab leider kein skype. Wuerde dir aber meine email adresse senden, wenn es ok für dich ist? Ja ich habe das Gefühl das es auch schon ein bisschen besser ist. Möchte nur noch nicht loben...danke aber für deine Aufmunterung. Hilft sehr. Lg Anja

    AntwortenLöschen
  73. Kein problem. Hier ist mein email adresse
    Kosova_bmx@hotmail.de

    Mfg bekim

    AntwortenLöschen
  74. Hallo Balz,

    ich leide jetzt seit c.a 2 Monaten an DR/DP. Das denke ich zumindest. Ich war beim Hausarzt und habe Ihn erzählt dass ich seit 6 Monaten Cannabis konsumiert habe aber in geringen Maßen. Ich hatte den Monat August extrem Stress und war sehr auf mein Studium fokussiert. Plötzlich an einem Tag bekam ich seltsame Angstgefühle in der Bahn, was bei einer Cannabis-Abstinenz auftreten kann. Mit diesen Angstgefühlen und Nervosität bekam ich plötzlich diese Traum/Film-Wahrnehmung.

    Mein Arzt meinte, dass es der Übergang zur Sucht wäre. Er selbst hat mir von Antidepressiva abgeraten und wollte dass ich den "gesunden" Weg gehe und mit Ihm eine Hypnose-therapie mache.

    Ich selbst habe nach einer Woche gemerkt, wo ich nicht wusste was los ist, dass ich bei glücklichen Momenten besser drauf bin als z.b auf Arbeit im Einzelhandel. Das hatte alles verschlimmert. In den Momenten ging es mir soweit schlecht. dass ich dachte mein Hirn explodiert und ich umkippe.

    Ich merke z.b beim grauen Wetter fühle ich mich weniger so, als beim Tageslicht oder bei Abendlichtern (Ampeln,Laternen...) Ich denke dann immer dass das Licht intensiver oder anderes geworden ist. Oder bin ich nur Aufmerksamer?

    Ich spüre keine Angst in mir. Also es belastet halt nur und macht einen depressiv dass man nicht Teil der Welt ist.



    Meine Schwester hatte das gleiche vor einem jahr. Sie hatte 3 Monate damit zu kämpfen und hatte Sachen wie Verdacht auf Tumor etc. Am Ende hatte sie einen Bluttest zurück bekommen und es wurde ein extremer Eisenmangel festgestellt. Sie nahm die Tabletten und es ging Ihr dann wieder gut.

    Mein Hausarzt meinte z.b dass es Quatsch sei eine Therapie zu machen. Er meinte selbst, dass meine Angst es am Leben hält, und ich mit Humor und Freude die Dinge anpacken solle.

    Ich denke aber dann immer dass er mich nicht ernst nimmt und er vielleicht sich gar nicht wirklich vorstellt was ich durchmache. Das sind wiederum neue Ängste denke ich die wieder alles am Leben halten.

    Liebe Grüße

    Sebastian

    AntwortenLöschen
  75. Hallo Leidensgenossen, hatte 2011 schon einmal hier gepostet. Nun ist meine DR/DP noch intensiver geworden. 3 Wochen Psychiatrie und 5 Wochen Reha haben nicht viel gebracht. Hat Jemand erfolg durch medis ? Lamatrogin soll/könnte helfen ?

    AntwortenLöschen
  76. Guten Tag, ich nehme Lamotrigin wegen DR und kann sagen das es mir sehr gut hilft!
    Gruß Markus

    AntwortenLöschen
  77. Hallo,
    ich heiße Alex, 20, habe ihren Blog gefunden, nachdem ich jetzt schon länger das Internet nach Artikeln zum Thema Depersonalisation/Derealisation durchstöbere. Kurz zu meiner Geschichte: Bei mir fing alles vor ca. 2 Monaten an, ich erlebte einen feucht-fröhlichen Abend mit ein paar guten Freunden, wir hatten eine mäßige Menge Alkohol konsumiert, doch erlebte ich jenen Abend eine mir bisher unbekannte Beschwipstheit. Normal schaltet mein Gehirn nach 1-2 Bier bereits vollkommen ab (muss dazu anmerken, dass ich eigentlich eher überdurchschnittlich intelligent bin), doch diesmal bekam ich irgendwann ein naturwissenschaftliches Buch in die Hand und las es mit großem Interesse. Nach einiger Zeit hatte ich dann sogar das Gefühl, die Quantenmechanik zu verstehen, die mir bisher trotz aller Bemühungen immer verschlossen geblieben war. Ich schätze, dass es wohl nur ein Effekt des Rausches war; nichtsdestotrotz, das Verständnis war da.
    Später an diesem Abend erkannte ich mal wieder, dass ich es nicht schaffe ein Mädchen anzusprechen und keine Ahnung habe, wie ich mich ihnen gegenüber verhalten soll. Jedenfalls habe ich mich dann irgendwann zurückgezogen und einen kurzen Text auf meinem Handy verfasst: „Jede Form von Intimität wird mich nie erreichen können… bin zum Studium vorgehsehen, werde mich der Erkenntnis widmen müssen…“
    Am nächsten Tag dann erwachte ich mit einem merkwürdigen Gefühl von Entfremdung, habe am Nachmittag dann irgendwann auch geweint und seitdem leide ich eigentlich ständig unter diesen DR/DP-Gefühlen. Meine Gedanken sind auch sehr schnell geworden, flüchtig, schlagen innerhalb weniger Minuten ins Gegenteil um. Ich weiß eigentlich nur mehr, dass ich nichts weiß (klingt klischeehaft, trifft es aber sehr gut). Selbst beim Reden schwingen immer solche Zweifel mit, ob nun das was ich gerade sagte überhaupt wahr ist usw. Eigentlich habe ich ja nur meine Wahrnehmung und werde NIE etwas außerhalb davon erfahren; nun, dies war ja schon immer so, es ist die Bedingung des Mensch-Seins, doch erst jetzt wird mir diese Tatsache erst schmerzlich bewusst. Daraus folgen nun die Fragen, was überhaupt Realität sei, ob alles bloß ein Film ist usw. Ich fühle mich manchmal als wäre ich eine andere Entität des Seins und plötzlich schießt mir dann dieser eigenartige Gedanke in den Kopf: „Hej du bist ja ein Mensch und nichts anderes!“ Es ist fast so als würde ich in diesen Augenblicken neu geboren. Oft denke ich dann auch, es könnte ja eigentlich alles anders sein, selbst wenn ich Menschen anschaue, stelle ich mir oft die Frage, warum genau 2 Augen, Nase, usw. Wenn ich mich im Spiegel anschaue, komme ich mir auch ziemlich fremd vor. Sonst komme ich immer noch gut im Alltag zurecht, bereite mich auch gewissenhaft auf die harte Medizin-Prüfung vor.
    So, jetzt wenn ich mir diesen Beitrag nochmal durchlese, kommt er mir schon wieder sinnlos vor. Ich durchlaufe nämlich die Gedankenschleife, waren diese Gedanken zunächst in mir, oder sind sie erst jetzt wo sie niedergeschrieben sind für mich einsehbar. Fast so wie die Frage: Was war zuerst, das Huhn oder das Ei?
    Herr Ruch, wenn sie sich meinen Beitrage durchlesen, würden die dann behaupten, dass ich unter DP/DR stehe? Ich glaube mein Problem hat auch viele philosophische Aspekte; mit manchen Bedingungen und Beschränkungen des Menschseins kann ich mich nicht abfinden…
    Allerdings liegen irgendwo entfernt die Erinnerungen an mein früheres ICH. Da fühlte ich mich blendend, ich weiß noch wie ich manchmal Abends im Bett lag und voller Ehrfurcht über die Geheimnisse des Lebens staunen konnte. Da hatte ich dann auch schon mal das Gefühl, mit allem EINS zu sein – ohne Drogen wohlgemerkt =)
    Ich hoffe doch sehr, dass diese frühere Bewusstsein zurückkehrt, ich kann mir aber irgendwie nicht vorstellen, WIE.
    Übrigens, danke für ihren Blog, wirklich super aufbereitet das Ganze und sie bieten ehrliche Hilfe, ohne gleich Neuropharmaka anzupreisen. Für eventuelle Tipps wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Schöne Grüße, Alex

    AntwortenLöschen
  78. Hallo, Alex
    was Sie schreiben, macht sehr wohl Sinn.
    Sie stehen -dem Alter nach zu schliessen- am Anfang eines Studiums? Das ist ein lebensgeschichtlich sehr wichtiger Abschnitt, der durchaus auch Verunsicherung und inneren Stress auslösen kann, sogar wenn man das nicht mal bewusst wahrnimmt.
    Ob Sie unter einer dauernden DR leiden, kann ich so noch nicht beurteilen. Hingegen scheinen Sie zum Gedankenkreisen zu neigen. Und dies wiederum löst Stress aus, weil diese Art von Gedanken nirgends hinführen. - Ich kenne das gut: man beobachtet alles und hinterfragt ständig alles und es macht einen fertig.

    Das Beunruhigende dabei sind aber nicht die Gedanken an sich. Die Fragen, die Sie sich stellen, sind völlig legitim und wurden schon oft in der Philosophiegeschichte aufgenommen. Der Unterschied ist, dass Philosophen dies praktisch zu ihrem Beruf machen und unsereins diese Gedankengänge mit negativen Gefühlen erleben. Das Problem also sind die stressigen, negativen Gefühle. Es SCHEINT, dass diese durch all diese tiefschürfenden Fragen ausgelöst werden, aber das ist nicht der Fall. Sondern umgekehrt: irgend etwas an unserer Lebenssituation löst negative Gefühle aus und -vor allem, wenn man gebildet und intelligent ist- man beschäftigt sich dann mit Grundsatzfragen zur Existenz, zur Realität etc.

    Einen Tipp kann ich Ihnen so direkt nicht geben, sondern sagen, wie es bei mir war: ich musste zuerst den Kern der negativen Gefühle herausfinden und damit klar kommen (das war mit Therapie, den im Blog beschriebenen üUbungen, Medikamenten und den Massnahmen, die ich im Blog beschreibe).
    Zuerst verflüchtigten sich die negativen Gefühle - obwohl die Gedanken noch eine Weile blieben .... ich konnte immer noch an philosophischen Sachen herum hirnen, aber es war nicht mehr beunruhigend.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Elan bei der Exploration der eigenen Gefühlswelt.

    Balz Ruch

    AntwortenLöschen
  79. Hallo an Alle :-)

    ich lese seit Beginn meiner DR (10/2013), in diesem Blog. Es beruhigt, zu wissen,
    dass man nicht alleine damit ist. Das vorab. Ich möchte auch gar nicht weit ausholen,denn primär geht es mir darum,etwas Mut zu machen, denn seit einigen Wochen, ist die DR, nahezu verschwunden.

    Sie ist latent, noch immer da, doch so minimal, dass ich die Wahrnehmung hierfür,
    die meiste Zeit nicht habe. Ich denke, sie wird nicht komplett verschwinden,
    sondern abhängig von unserer Befindlichkeit bleiben.

    Auch bei mir, ging extremer Negativ-Stress voraus, Panikattacken ebenso und als ich aufgrund einer Erkrankung, mir Interferone spritzen musste, kamen innerhalb kürzester Zeit, als Nebenwirkung, schlimmste Angstzustände und eben die DR hinzu.

    Ich erlebte die DR in der Weise, dass ich das Gefühl hatte, zwischen zwei Welten
    zu existieren, dachte öfter, dass es der Art entspricht, die Nahtoderfahrene berichten. Sich selbst als Außenstehender, in einem fremden Dasein wahrzunehmen. Ich hatte nonstop Todesangst, stand den ganzen Tag unter
    Adrenalin, habe einen (zum Glück nur) leichten Infarkt dadurch erlitten.

    Ich bin selbst therapeutisch tätig, habe die DR hinterfragt und hinterfragt..
    Fazit; man kann die DR nicht willkürlich abstellen. Man kann Methoden
    entwickeln, diese zu beeinflussen, doch alles braucht seine Zeit.
    Ich habe dabei meine bisherige Existenzphilosophie in Frage stellen müssen.

    DR/DP Betroffene sind dem Bewusstsein Anderer, meiner Meinung nach, weit voraus. Die dadurch bedingten Erfahrungen, Wahrnehmungen und Gedanken,
    sind ein Bereich, zu dem die meisten Menschen, neinen Zugang finden werden.
    Dass dies wenig tröstlich ist, ist mir vollkommen klar, doch ist diese
    "Bewusstseinserweiterung", für ein Leben, dass vielleicht irgendwann, weitestgehend ohne die
    DR/DP wieder stattfinden kann, eine ausserordentliche Bereicherung.

    Dass dies möglich ist, möchte ich mit diesem Beitrag, mitteilen und allen
    "Leidensgenossen", Hoffnung mit auf den Weg geben.

    LG, Silke

    AntwortenLöschen
  80. @Alex, 13.06.14, 12:02

    Hallo Alex,

    ich könnte mir gut vorstellen, dass die Quantentheorie/Quantenphysik,
    dir helfen könnte.

    Ich selbst habe mich in den vergangene 3 Monaten, sehr damit beschäftigt
    und glaube, dass diese Betrachtungsweise, sollte man diese verinnerlichen können, maßgeblich zu einer Verbesserung der DR/DP beitragen kann.

    Dass diese nicht die grundsätzliche Lösung der DR/DP darstellt, sollte
    natürlich berücksichtigt werden. Wenn du, wie mitgeteilt, dafür zugänglich bist,
    würde ich dir raten, einen Kommilitonen (der Physikwissenschaften) deines
    Vertrauens, welcher die Quantentheorie verinnerlicht hat, zu einem inspirierenden
    Austausch zu motivieren.

    Mir hat es geholfen, die DR als "Bewusstseinserweiterung" anzusehen,
    zu welcher die meisten Menschen, keinen Zugang haben. Sie verlor dadurch
    für mich, an Angst und Schrecken.

    Natürlich sind dadurch nicht alle Nebeneffekte, welche die DR mit sich bringt,
    grundsätzlich verschwunden, doch man kann das SEIN, als das, was es eigentlich
    nur ist betrachten; Materie und Energie, im erweiterten Sinne.

    Dias, was uns Angst bereitet, ist die Lebendigkeit, die diese untergündig beinhaltet.
    Es sind die Emotionen, in unserem Fall jene, die uns Angst bereiten,
    die Gedanken, die sich daraus ergeben etc.

    Wenn man diese dann durch Quantenphysische (Er)Kenntnisse,
    relativieren kann, ist eine Verbesserung der DR, meiner eigenen Erfahrung nach,
    möglich.

    Das alles hat sich jetzt vielleicht sehr verwirrend/unverständlich angehört,
    doch ich denke, dass du, der sich bereits damit beschäftigt hat,
    mich verstehen wird.

    LG, Silke

    AntwortenLöschen
  81. Hallo Balz und Silke,
    danke für eure Zuwendung und Hilfe, obwohl ich mich noch nicht mal kennt. Es sind schon 3 Wochen vergangen, es tut mir leid, dass ich nicht früher zurückgeschrieben habe, musste nämlich die erste große Prüfung des Medizinstudiums absolvieren (zum Glück bestanden, obschon ich durch die DR/DP massive Probleme beim Lernen hatte...) Leider ist es noch nicht besser geworden; es gibt manche Momente, die für mich schlicht unerträglich sind, wo die Zweifel und die Unwissenheit absolut werden. Meistens ist es aber eine Gleichgültigkeit, die in mir herrscht, eine Akzeptanz der DR/DP, eine fast schon angehneme Müdigkeit. Natürlich kein Zustand, der auf Dauer anzustreben ist, doch im Gegensatz zu den oben erwähnten Augenblicken spüre ich zumindest einen inneren Frieden.
    @ Balz: Ja, ich habe kürzlich mein erstes Studienjahr abgeschlossen, die sehnlichst erwartete und erhoffte Besserung nach der Prüfung ist aber nicht eingetreten. Bisher hatte ich leider noch nicht wirklich Zeit, ihre Strategien mit Hingabe zu probieren, dies werde ich aber sobald wie möglich nachholen. Wie war es für Sie, wenn sie in fremde Orte gefahren sind? Ich habe nämlich vor, im August in Indonesien an einer Summer School teilzunhemen, anschließend werde ich dort noch einige Tage verweilen, in denen ich mich spontan mit irgenwas beschäftigen werde. Nun habe ich aber Angst, dass es drüben noch schlimmer wird, ich bin hin- und hergerissen ob ich die Reise antreten sollte. Würden sie eventuell irgendwelche Medikamente empfehlen, die man im Ernstfall einnehmen könnte? Weiter oben hat ein Betroffener Tavor erwähnt, ein Benzodiazepin: Haben sie Erfahrung mit dieser Substanzklasse? Man liest ja alles mögliche darüber, suchterzeugend usw.
    Dankeschön für ihre schnelle Antwort, hat mir echt gutgetan, in diesem Blog fühle ich mich super aufgehoben.
    @ Silke: Deine Antwort hat mich auf sehr aufgemuntert, da ich viele eigene Gedanken darin wiedererkenne: Das Dasein zwischen zwei Welten, ja wirklich eine andere Form von Dasein (losgelöst von mir selber, was ich eigentlich für unmöglich hielt früher). Auch mit dem erweiterten Bewusstsein stimme ich überein. Wobei, jetzt wo ich intensiver darüber nachdenken, empfand ich dieses Gefühl eher bevor das ganze Unwohlsein angefangen hat. Mittlerweile ist es eher eine totale Unwissenheit, eine Leere und Unsicherheit, weswegen ich mutmaße, dass ich auch unter einer Depression leiden könnte. Werde demnächst mal einen Termin ausmachen.
    Den Tipp zur Beschäftigung mit Quantentheorie finde ich auch zielführend, der Wunsch mich damit zu beschäftigen ist schon länger da, momentan habe ich aber leider dieses total negative Gefühl, nichts verstehen zu können =( die nächsten Tage versuche ich es erst mal mit Dalai Lama, ich erhoffe mir davon mehr Ruhe und inneren Frieden.
    Vielen Dank euch zweien, auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole :)
    Schöne Grüße an alle, Alex





    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Alex, ich kann mich Balz nur anschließen. Zu wissen, im Notfall für Abhilfe sorgen zu können, ist oft schon ausreichend. Auch ich bin mit Tavor 'ausgerüstet', bin aber im Besitz der fast noch vollständigen Packung. Da ich glaube, dass DR Betroffene, dadurch sehr stark belastet sind,:dem Gedanken kreisen, ausgesetzt und psychisch
      erschöpft sind, können durchaus depressive Episoden, oder ggf eine ausgewachsene Depression daraus entstehen. Ich halte es für ratsam, dies abzuklären.
      Kognitive Defizite, die wahrscheinlich durch die benannte Problematik ausgelöst sind, kann ich ebenfalls bestätigen. Auch
      andere Schilderungen von dir, habe ich ebenso erlebt.
      Derzeit, in Phasen des Regenwetters, der Himmel grau, merke auch ich wieder die Tendenz in mir, die DR durch eine negative Wahrnehmung, zu aktivieren. Deshalb sind positive Erlebnisse, für Betroffene, besonders wichtig. LG, Silke

      Löschen
    2. @Alex, 6.7.14

      falls du dich austauschen möchtest, da wir eine sehr ähnliche Wahrnehmung haben, hier meine Email:
      z.silke@yahoo.de

      Löschen
  82. Hallo, Alex

    ich hab mal etwas ähnliches wie Tavor ausprobiert, Xanax, auch ein Benzo. Da ich es unter Aufsicht des Arztes tat, bestand überhaupt keine Sucht- oder Missbrauchsgefahr. Um ehrlich zu sein, hab ich genau 2 x eine halbe Tablette ausprobiert; d.h. meine Erfahrung ist nicht grad sehr aussagekräftig. Tatsache aber, dass ich merkte, im Notfall würde es wirken und im Notfall hab ich die Dinger dabei, beruhigte mich schon so weit, dass ich sie gar nie mehr einnehmen musste.

    Alles Gute
    Balz

    AntwortenLöschen
  83. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  84. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  85. Also ich leide 10 Jahre daran und die Hoffnung naja ... ob es je weg geht?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Leidest du seit 10 Jahren durchgängig daran oder gibt es 'scheibefreie' Phasen? Bist du in therapeutischer Behandlung? Hast du Medikamente in Anspruch genommen? Fühlst du dich unverstanden oder könntest du dir Hilfe in anderer Form vorstellen (hier nochmal Verweis auf die Telefonsprechstunde die auf diesem Blog von jemandem angeboten wurde).
      Ich bin sicher dass das für sich alles sehr schwer ist (ich selbst habe lange an Derealisation gelitten und es war die Hölle, wie wohl für jede_n von uns hier) aber ich muss dir diese Frage stellen weil viele Leute auf diesem Blog Hilfe suchen und solche Kommentare wie deiner (so sehr ich deine Verzweiflung auch verstehe glaub mir!) erstmal nicht hilfreich sind. Sicherlich geht einem die Hoffnung irgendwann abhanden und es tut mir leid dass du so resigniert bist, Derealisation ist einfach wirklich eine schlimme Erfahrung / ein schlimmer Zustand!
      Aber gerade Resignation ist für viele hier die größte Angst (was wenn es nicht mehr weg geht? was wenn ich resignieren, mich damit abfinden muss?) und genau dagegen soll dieser Blog ja helfen, da es schon so viele Erfolgsgeschichten gab und der Feind der Derealisation definitiv die Hoffnung und das Links liegen lassen ist. Deshalb fände ich es gut wenn du mehr berichtest. Nur so ein halbherziger Kommentar könnte hier viele andere entmutigen und das wäre schade denn es gibt Wege aus der DR herauszufinden, das weiß ich und daran glaube ich und ich habe es selbst erlebt / erlebe es gerade und bin in guten therapeutischen Händen.

      Viele Grüße an alle, L

      Löschen
  86. Hallo alle,
    ich habe diesen Blog schon so oft gelesen und er hilft mir wirklich gut!
    Hier nun aber zu meinem aktuellen Problem, würde mich über Kommentare wirklich freuen, weiß allein nicht mehr so recht weiter, vielleicht kennt das noch jemand:

    Neben dem Horror der DR als solche machen mir aktuell leider vor allem die dazugehörigen Grübeleien (was ist eigentlich die Welt, Universum, etc.) zu schaffen. Als ich diesen super heftigen DR Bewusstseinszustand (für mich fühlt er sich eben wie ein anderer Bewusstseinszustand hinter der Scheibe an) plötzlich hatte (leide jetzt on / off seit ein paar Monaten darunter), hab ich vor allem das Problem, dass ich das ganze "normale" Leben analysiere. Plötzlich kommt einem das normale Leben so völlig fremd vor. Dann erzählen mir Leute z.B. von ihrem Liebeskummer und für mich ist das so fremd, fast schon banal, so normal-menschlich. Ist verständlich wie ich das meine? Dann denke ich oft "ach wie schön das sein muss wenn man solch banal-normale Sorgen hat! Wenn man so menschlich in dieser normalen Welt lebt - nicht wie in einer Traumwelt den totalen Horror erlebt und sich aus der normalen Welt wie hinter einer Scheibe gerissen fühlt!"
    Und so schön es auch ist, dass meine DR immer weniger wird - finde ich die Nachwehen dessen so schwierig und heftig. Es ist fast so als hätte einen die DR einmal komplett von der normalen Bewusstseins-Autobahn gestoßen und ins normale Leben zurück zu finden fällt mir jetzt so schwer - die meisten Menschen kennen eben nur den "normalen" Zustand. Ich hingegen hab jetzt, wie beschreibt man es, das Leben durch die Scheibe plötzlich wie auf einer anderen Ebene wahr genommen, wie ein Drogentripp um den ich nicht gebeten habe (Info: meine DR wurde nicht durch Drogen ausgelöst, die Metapher beschreibt es nur am ehesten). Und so schön es ist, dass die DR immer öfter schwindet, kann ich aktuell noch nicht verkraften, was ich mit der DR durchgemacht hab und kann mich kaum lösen vom ständigen Grübeln über die "normale" Welt, jetzt wo ich sie durch andere Augen sehen musste. Mir ist so, als wäre das ganze normale Leben super anstregend (ich hatte zusätzlich zur DR unter extremen Erschöpfungszuständen zu leiden) und gleichzeitig so banal. Versteht jemand wie das gemeint ist?
    Ist das im Zuge der DR normal oder zumindest nachvollziehbar? Geht es jemandem ähnlich? Leide dann immer noch oft an extremen Angstzuständen (ich habe gelesen, dass viele diese im Zuge der DR durchleiden, macht ja Sinn, die DR ist einfach Horror!), entweder weil ich wieder in der DR bin (auch wenn ich immer öfter lerne, den Zusand zu akzeptieren) oder weil ich dann wieder ins normale Leben finde und die DR weg ist aber mir das, wie oben beschrieben, nach der DR Erfahrung alles jetzt ganz anders vorkommt als vorher.
    Ganz schlecht beschrieben muss ich dann immer an den Matrix Film denken: es kommt mir dann vor als wäre ich schon mal ungewollt aus dem "Kaninchenbau" gekommen und jetzt will ich aber (nicht so wie Neo) einfach nur wieder dahin zurück, nur naja ich war schonmal außerhalb und die anderen Leute kennen nur den Kaninchenbau (oh Gott höre ich mich grade bekloppt an, aber ich weiß nicht wie ich es besser formulieren soll!) und jetzt kann ich mich nur noch so schwer wieder einfinden, während der Rest ja nur das kennt. Ok ich klinge total bescheuert, aber ich versichere ich bin nicht verrückt, das war nur die beste metaphorische Beschreibung die mir für mein aktuelles Empfinden eingefallen ist.
    Es ist einfach so schwer sich wieder ins 'normale' Leben einzufinden...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dass man das "normale" banale Leben irgendwie sinnlos erlebt, kann auch mit einer leichten depressiven Stimmung zusammenhängen. Bei mir war das so. Angst und DR waren die starken Emotionen. Aber darunter lag auch eine grosse Trauer (bei mir was das biographisch), die ich erst nach und nach bearbeiten konnte.
      Gruss,
      Dirk

      Löschen
  87. Lieber Dirk, danke für deine Antwort!
    Als ich heute in meiner Therapie weinend von meinem aktuellen Zustand berichtet hab, hab ich mich ehrlich gesagt auch kurz erschrocken und gedacht 'ach herrje, das klingt ziemlich depressiv was du da von dir gibst'. Mir fällt es nur sehr schwer das NICHT in Zusammenhang mit der DR zu bringen, da ich natürlich das Gefühl habe, dieses anhaltende Entfremdungsgefühl resultiert aus den DR Zuständen der letzten Monate. Wie schaffen es denn diejenigen unter euch, sich nach diesem DR Horror wieder so 'easy' ins alte-neue Leben ("wieder voll da") einzufinden? Habt ihr diesen langanhaltenden Zustand nicht als ziemlich traumatisierend empfunden?

    Na toll jetzt komm ich schon aus der DR wieder raus und mir gehts immernoch schlecht - dabei hat mir der Blog bisher so gut geholfen und nun kann ich die DR einfach nicht mehr vergessen auch wenn sie mich schon eine Weile verlassen hat (was auf jeden Fall ein toller Anfang ist!). Als ich den Blog entdeckt hab dachte ich 'hey du bist immerhin nicht allein damit!' aber hm, jetzt wohl doch wieder :(

    Übrigens kurz zu mir, ich bin Mitte 20 und Studentin (MA Kulturwissenschaften)

    AntwortenLöschen
  88. Nachgedanke: ich erlebe das "normale" Leben ja überhaupt erst als "normal" seit ich weiß wie sich "unnormal", also die DR, anfühlt. Erst seitdem hab ich überhaupt (ungewollt!) die Möglichkeit, auf das "normale" Leben eine andere Perspektive zu haben. Und diese Perspektive lässt mich einfach nicht mehr los. Als ich noch extrem in der DR gefangen war fand ich zum Beispiel die üblichen Alltagsprobleme der anderen (Liebeskummer, Unistress usw.) zwangsweise total banal und unwichtig, schließlich hing ich in diesem ätzenden DR Zustand fest, wie sollte ich da über die Uni oder Liebeskummer nachdenken - das war nun wirklich das letzte meiner Probleme. Und nun ist die DR zwar weg, die Nachwehen, der Schock davon oder was auch immer, ist allerdings geblieben und es fühlt sich als wäre "nichts mehr wie vorher". Versteht jemand wie ich das meine?
    Ich habe schon öfter gelesen, dass es Menschen mit DR Erfahrungen zeitweise so ging. Kann das hier jemand nachvollziehen? Oder bin ich hiermit allein auf weitem Feld? Oh man...

    AntwortenLöschen
  89. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen
  90. mein Psychologe hat mir empfholen ich auf Dinge zu fixieren zb was ich so sehe.... das macht es 1000 mal schlimmer am besten ist Augen zu hörbuch an!!! Insofern macht der Tipp mit der Sonnenbrille enorm viel Sinn für mich ☺

    Wenn ich noch dazu optisch drauf achte was ich sehe bekomme ich riesen angst da natürlich alles anders teilweise verzerrt bzw sich die tiefenschärfe usw verschiebt...

    schön zu hören das es einigen hier auch so geht ☺

    ich wusste 6 Jahre nicht was mir fehlt!

    langsam entwickelt ich wieder Selbstvertrauen!

    Das schlimmste war nicht zu wissen was mir fehlt soweit bis ich irgendwann geglaubt habe das ich verückt sei! ständig angst vor kontrollverlust!
    selbst das zu schreiben war ne riesen überwindung! ☺

    alles gute euch allen �� ihr seit nicht alleine dieser Blog hat mir sooo imens geholfen!!!! Danke dafür...

    AntwortenLöschen
  91. Es ist ruhig geworden, hier im Forum. Schaue ab und an mal rein und hoffe, dass es damit zusammenhängt, dass sich vielleicht bei einigen von euch die Situation gebessert hat?!

    Meine DR hat sich deutlich reduziert, bleibt aber wohl dauerhaft latent bestehen. Ich merke, dass bestimmte Situationen und Gedanken, diese ganz schnell wieder aktivieren können. Gelernt habe ich also eher Vermeidungsmöglichkeiten.

    Dennoch- und das ist wohl der Hauptbestandteil der DR, kann ich nach wie vor, sehr schlecht, Kontrolle abgeben, ich denke, das kennen Viele von euch.

    Die DR, egal wie ausgeprägt, oder reduziert sie ist, wird wohl immer
    Bestandteil meines Seins bleiben, lediglich das Ausmaß ist änderbar, so sehe ich es für meine Person.

    Konnte euch von "aussen" geholfen werden?

    LG, Silke

    AntwortenLöschen